Einzugsbereich Hemer, Schwerte und Dortmund

Am Schloss Wocklum in Balve soll ein Friedwald entstehen

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Oberhalb vom Wocklumer Schloss soll auf einer Fläche von etwa 50 Hektar ein „Trostwald“ angelegt werden.

Balve - Als ein Projekt für Generationen sieht Bürgermeister Hubertus Mühling den „Trostwald“, der als Begräbnisstätte oberhalb vom Wocklumer Schloss und Stadion auf einer Fläche von etwa 50 Hektar angelegt werden soll.

Mit Jakob Reichsfreiherr von Landsberg-Velen, Schloss Wocklum, und Moritz Graf von Brühl, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, wurde am Montag der Vertrag zur Einrichtung unterzeichnete. 

Dieser „Trostwald“, in dem rund um einen Baum jeweils zwölf Grabplätze angelegt werden sollen, sei eine Bereicherung der Beerdigungskultur in Balve, sagte Mühling. 

Zunächst Fläche im Orlebachtal

Zunächst stünden sechs Hektar im Orlebachtal zur Verfügung, teilte Ralf Groß-Holtick, Generalbevollmächtigter der Landsbergschen Zentralverwaltung, mit. Die Interessenten können sich „ihren“ Baum aussuchen; dafür stehen Einzelplätze, aber auch Partnerbäume und Familienbäume zur Verfügung. „Wir bieten hier eine besondere Symbiose von Wald, Landschaft und Schloss“, stellte Ralf Groß-Holtick das Projekt vor. 

Jakob Graf von Landsberg-Velen (vonlinks), BürgermeisterHubertus Mühling und Moritz Graf von Brühl unterzeichneten den Vertrag über die Einrichtung eines „Trostwaldes“.

Wenn die erste Nutzung nach dem Vorliegen aller Genehmigungen des Märkischen Kreises voraussichtlich im Sommer erfolgen kann, so sei schon im Vorfeld mit Besuchern zu rechnen. Gespräche mit anderen Trostwald-Betreibern hätten dies gezeigt, berichteten Jakob Reichsfreiherr von Landsberg-Velen und Ralf Groß-Holtick.

„85 Prozent der Nutzer kommen von außerhalb, 15 Prozent aus dem Ort“, sprach der Reichsfreiherr über Belegungszahlen. Darauf werde auch in Wocklum gesetzt. Groß-Holtick: „Wir wollen einen großen Einzugsbereich schaffen.“ Dieser würde Hemer, Schwerte und Dortmund mit einbeziehen. 

Stadt ist Träger der Begräbnisstätte 

Die Stadt Balve ist der Träger des „Trostwaldes“. Bewusst werde dieser, wie der Bürgermeister mitteilte, als Begräbnisstätte in Konkurrenz mit den städtischen und kirchlichen Friedhöfen treten. In Zeiten einer sich verändernden Bestattungskultur werden ein weiteres Angebot gemacht, mit dem aber keine Erhöhung der Friedhofsgebühren einhergehe. „Das darf nicht die Konsequenz sein“, betonte Hubertus Mühling. 

Im Balver „Trostwald“ soll der bisher noch grob angegebene Preis bei 500 Euro für eine Einzelbestattung in einer kompostierbaren Urne liegen. 

Weitere Informationen, genaue Tarife und Ansprechpartner sollen demnächst im Internet unter www.schloss-wocklum.de zu finden sein.

Quelle: wa.de

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