Tragödie bei Love Parade: Polizisten hatten vorab protestiert

DUISBURG - Rund eineinhalb Jahre nach dem Duisburger Loveparade-Unglück mit 21 Toten sind erneut Vorwürfe laut geworden. Mehrere Polizeibeamte hatten im Vorfeld der Veranstaltung gegen die vom Innenministerium vorgegebene Begrenzung der Einsatzzeiten der Schutzmannschaften auf zwölf Stunden protestiert.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet darüber und beruft sich auf interne Protokolle. Durch die Begrenzung der Wachzeiten sei es am Nachmittag des 24. Juli 2010 zu einem Schichtwechsel gekommen - zu einer Zeit, als viel Andrang herrschte und die Situation aus dem Ruder lief. Die Polizisten hätten vor der Veranstaltung daraufhin hingewiesen, dass gerade dieser Zeitraum problematisch wäre.

Das NRW-Innenministerium wollte sich wegen der noch laufenden Ermittlungen nicht zu dem Sachverhalt äußern. Die Staatsanwaltschaft Duisburg habe jedoch bereits Anfang 2011 festgestellt, dass es an dem Unglückstag keine „sorgfaltswidrige Ablösung der Polizeikräfte“ gegeben habe, sagte ein Sprecher..

Die WAZ berichtet weiterhin über Versäumnisse bei der Stadt Duisburg und dem Veranstalter Rainer Schaller. So seien beispielsweise Absperrzäune von mangelnder Qualität gewesen und es hätte zu wenige Ordner gegeben.

Quelle: wa.de

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