Mit mehreren Stichen getötet

Tote in Gütersloh: Polizei vermutet Raubmord

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Polizeibeamte stehen am 26.12.2013 in Gütersloh vor dem Haus, in dem am 25.12. zwei Tote gefunden wurden. Eine Frau hat Mutter und Onkel am ersten Weihnachtstag tot in deren Haus gefunden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

[Update 18.10 Uhr] GÜTERSLOH - Zu Weihnachten ging die Mutter nicht ans Telefon. Die besorgte Tochter fuhr zum Haus der Frau - und machte eine schreckliche Entdeckung.

Eine 74-jährige Frau und ihr drei Jahre älterer Bruder sind in einem Wohnhaus in Gütersloh wahrscheinlich bei einem Raubüberfall getötet worden. Nach der Obduktion der Leichen habe sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes verdichtet, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag gemeinsam mit. Beide Opfer seien mit mehreren Stichen getötet worden. Da das Wohnhaus von den Tätern durchsucht worden sei, gingen die Ermittler dem Verdacht eines Raubmordes nach. Zunächst wurden die Tatwerkzeuge nicht gefunden. Von den Tätern oder dem Täter fehlte zunächst jede Spur.

Die Tochter der Frau hatte ihre Mutter und ihren Onkel am ersten Weihnachtstag tot in deren Haus gefunden. Das Haus befindet sich in einem wohlhabenden Viertel in der Nähe des botanischen Gartens von Gütersloh. Die beiden getöteten Geschwister waren weder an Heiligabend noch am ersten Weihnachtstag ans Telefon gegangen.

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Eine Nachbarin sah zwar Licht im Haus der 74-Jährigen, aber niemand reagierte auf ihr Klingeln. Daraufhin fuhr die Tochter zum Haus der Mutter. Vom Garten aus hatte sie die Frau durch ein Fenster im Wohnzimmer liegen sehen. Die herbeigerufene Polizei fand dann auch den toten Onkel und einen leblosen Mischlingshund in dem Haus.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag setzte die zwölfköpfige Mordkommission "Bad" ihre Ermittlungen fort. Bis zum Nachmittag war die Spurensicherung am Tatort auf der Suche nach Beweisstücken. Bei den Toten handelt es ich um eine Ärztin und einen Lehrer im Ruhestand. Ob die Geschwister zusammenlebten oder ein Geschwisterteil zu Besuch war, blieb zunächst unklar.

Zum Tathergang machte die Polizei keine näheren Angaben. Sie sprach nur von "erheblichen tödlichen Verletzungen". Wie die Polizei weiter mitteilte, bemerkten die Einsatzkräfte beim Betreten des Gebäudes, dass Gas ausgetreten war: In der Küche einer Einliegerwohnung in der oberen Etage war an einem Herd ein Gashahn aufgedreht. Offen blieb, ob die Einliegerwohnung zuletzt bewohnt war oder nicht. - lnw

Quelle: wa.de

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