Tödlicher Schlag mit Kantholz: Freispruch beantragt

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Justitia

Düsseldorf  - Im Prozess um einen tödlichen Schlag mit einem Kantholz in Düsseldorf haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung einen Freispruch beantragt.

Der zur Tatzeit 17 Jahre alte Angeklagte habe in Notwehr gehandelt. Der Nebenklage-Vertreter forderte dagegen eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge. 

Das bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts am Donnerstag. Das Urteil soll am kommenden Montag gesprochen werden. Der inzwischen 20-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. 

Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dem Schlag mit dem Kantholz war den Ermittlungen zufolge ein Streit um vermeintlich zu laute Musik in der Straßenbahn vorangegangen. 

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Das spätere Opfer, ein betrunkener 44-Jähriger, soll mehrere Schüler wegen der Musik aggressiv angegangen sein. Der 44-Jährige soll seinen Ledergürtel aus der Hose gezogen und mit der Schnalle zugeschlagen haben, bevor ihn das Kantholz an der Schläfe traf. 

Die Staatsanwaltschaft hatte den Schlag bereits am Ende der Ermittlungen als Notwehr gewertet und das Verfahren eingestellt. Das Oberlandesgericht hatte schließlich einen Prozess angeordnet.

Quelle: wa.de

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