Tödlicher Kantholz-Schlag: Gericht spricht 20-Jährigen frei

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Düsseldorf - Mehr als drei Jahre nach einem tödlichen Hieb mit einem Kantholz hat das Düsseldorfer Landgericht den Angeklagten vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Das sagte ein Gerichtssprecher am Montag. 

Im Oktober 2013 war der damals 17 Jahre alte Angeklagte von dem späteren Opfer in der Straßenbahn wegen vermeintlich zu lauter Musik angegangen worden. 

Nachdem beide die Bahn verlassen hatten, verfolgte der 44-Jährige den Jugendlichen und schlug ihm in den Rücken. Der heute 20-Jährige schlug dem Mann daraufhin mit einem Kantholz gegen die Schläfe und fügte ihm tödliche Verletzungen zu. 

Dem Prozess war ein juristisches Tauziehen vorausgegangen: Die Staatsanwaltschaft hatte den Fall als Notwehr eingestuft und eingestellt. Der Anwalt der Tochter des Opfers erreichte dann in einem seltenen Klageerzwingungsverfahren, dass der Fall doch vor Gericht kam. 

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten im Prozess einen Freispruch für den Angeklagten beantragt. Der Nebenklagevertreter hatte dagegen eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. - dpa

Quelle: wa.de

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