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Tempo 200 mit Papas AMG-Mercedes: Polizei stoppt jungen Extrem-Raser in Soest

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Von: Matthias Staege

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Polizeikelle Verkehr
Die Polizeikelle (Symbolbild) war das letzte, was der junge Manns sah, bevor er für sehr lange Zeit sein Auto abstellen durfte. © Patrick Seeger/dpa

Zu viele PS unter der Haube und zu wenig Ahnung von Verkehrsregeln, von einem Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr einmal ganz zu schweigen: Für einen 23-Jährigen ist es nach einer Verfolgungsjagd in Soest jetzt vorläufig vorbei mit der Raserei.

Soest - Der junge Mann aus Bad Sassendorf im Kreis Soest (NRW) hatte nach Angaben der Polizei Dortmund am Montagabend (10. Januar) gegen 20.40 Uhr seinen wohl vorerst letzten Trip mit dem auf seinen Vater zugelassenen Mercedes AMG GLE 63 S (612 PS) unternommen.

Unternehmen:Mercedes AMG GmbH
Sitz:Affalterbach, Deutschland
Branche:Automobilhersteller, Farhzeugtuning

Nachdem er auf der Autobahn A44 in Richtung Dortmund mit rund 200 Kilometern pro Stunde ausgerechnet einen Streifenwagen des Hauptzollamts Bielefeld in Höhe der Anschlussstelle Erwitte/Anröchte überholt hatte, und das auch noch auf dem Seitenstreifen, wurde die Fahrt kurze Zeit später von der Polizei beendet.

Raser im AMG-Mercedes: Polizei über Seitenstreifen der A44 überholt

Anhalten wollte der 23-Jährige nach dem riskanten Überholmanöver zunächst allerdings nicht. Mit überhöhter Geschwindigkeit lenkte er den Mercedes nach Angaben der Polizei weiter über einen Rastplatz mit Versorgungsweg, ignorierte Anhaltezeichen und auch das Blaulicht des ihn verfolgenden Streifenwagens. Auf der Lippstädter Straße in Soest konnte das Fahrzeug letztendlich angehalten werden.

Der Fahrer ist für die Polizei kein Unbekannter. Bereits in der Vergangenheit war er durch die Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen aufgefallen. Im Mai 2020 musste er deswegen seinen Führerschein abgeben. Dieses Mal wurden bei der
Verkehrskontrolle im Fahrzeug zusätzlich auch noch waffenrechtliche Verstöße festgestellt.

Raser im AMG-Mercedes: Eignung zum Autofahren fraglich

„Den 23-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen nach Paragraf 315d und wegen Nötigung im Straßenverkehr“, heißt es von der Polizei. Außerdem haben die Beamten einen Bericht an das Straßenverkehrsamt zwecks Überprüfung der Fahreignung des jungen Mannes gefertigt. „Er dürfte jetzt vorerst genug Zeit haben, gemeinsam mit seinen drei Mitfahrern (31, 25, 24) über die immensen Gefahren überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr nachzudenken“, bilanziert die Polizei.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Fahrer eines AMG-Mercedes bei Meinerzhagen von der Straße katapultiert und war schwer verletzt worden.

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