Teilstück des Radschnellwegs Ruhr wird fertig

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Mülheim - Ein erstes Teilstück des geplanten Radschnellwegs Ruhr soll noch in diesem Jahr in Mülheim eröffnet werden. Der im Radschnellweg-Standard ausgebaute Abschnitt des Radwegs "Rheinische Bahn" werde voraussichtlich im Oktober eröffnet, teilte der Regionalverband Ruhr mit.

Später soll die Trasse ein Teil des Radschnellwegs durch das Ruhrgebiet werden. Der Abschnitt reicht von der Stadtgrenze zwischen Essen und Mülheim zum Hauptbahnhof. Der bereits seit längerem geplante Radweg war auf die Maße der künftigen Schnellstrecke für Räder erweitert worden.

Der Abschnitt gehört zu einer rund zehn Kilometer langen Referenzstrecke, die zwischen Mülheim und Essen verlaufen und unter anderem die Hochschulen beider Kommunen verbinden soll. Ziel ist, die Chancen eines Radschnellwegs zu verdeutlichen. Verbunden werden auch die Zentren zweier Großstädte - Essen hat 570 000 Einwohner, Mülheim 167 000.

"Mit der Inbetriebnahme ist die Strecke der erste Radschnellweg Deutschlands", sagt Peter London, der Fachmann für Radverkehr im Düsseldorfer Verkehrsministerium. In anderen Bundesländern solle es auch vergleichbare Vorrangtrassen für Fahrräder geben, sie seien aber noch im Planungsstadium. Laut einer Umfrage fahren elf Prozent der Bewohner des Ruhrgebiets täglich mit dem Fahrrad.

Die Trägerschaft des geplanten Radschnellwegs hat der Regionalverband Ruhr (RVR). Die Trasse soll auf einer Länge von 101 Kilometer zwischen Duisburg, Essen und Dortmund bis nach Hamm verlaufen. Die Kosten werden auf etwa 183,7 Millionen Euro geschätzt. In dem täglich vom Autoverkehr erdrückten Ballungsraum sollen mit dem komfortablen Radweg täglich etwa 52 000 Autofahren vermieden und auf das umweltfreundliche Fahrrad verlagert werden. Der RVR ist dabei, die Finanzierung mit Bund und Land zu klären.

Die Fahrradautobahn soll möglichst gradlinig und kreuzungsfrei verlaufen. Radler und Fußgänger sollen voneinander getrennt sein. Vorbild sind ähnliche Trassen in den Niederlanden. In NRW werden derzeit fünf Routen auf ihre Machbarkeit hin überprüft für Aachen, Köln, Düsseldorf, Ostwestfalen-Lippe und Münsterland. - lnw

Quelle: wa.de

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