Erster Tatort in Bönen, erste Festnahme und Unterbringung in Hamm

Teenager-Trio an drei Tagen dreimal mit geklauten Fahrrädern erwischt

+
Im Hammer Bahnhof wurde die drei Teenager erstmals mit geklauten Rädern gestellt.

[Update 13.18 Uhr] Hamm/Bönen - Als "völlig uneinsichtig und dreist" bezeichnet die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin in einer aktuellen Pressemitteilung "das Verhalten von drei Jugendlichen (14/14/15), die innerhalb von nur zwei Tagen gleich dreimal mit mutmaßlich gestohlenen Fahrrädern erwischt wurden." Ein Tatort war der Bahnhof in Bönen, am Hammer Bahnhof erfolgte die erste vorläufige Festnahme samt anschließender Unterbringung in einer Jugendschutzeinrichtung.

Fehlende kriminelle Motivation und Hartnäckigkeit könne man den drei Intensivtätern wahrlich nicht vorwerfen, führt die Behörde in der Mitteilung mit einer gehörigen Portion Galgenhumor aus. Weiter heißt es wörtlich von Bundespolizei-Sprecher Volker Stall:

"Ihre 'Diebestour' begann am vergangenen Dienstagabend (20. Juni) am Bahnhof Bönen. Dort konnte ein 44-jähriger Mann aus Bönen nur noch fassungslos zusehen, wie sein am Böner Bahnhof abgeschlossenes Mountainbike, zusammen mit einer fremden Person, im RE 13, Fahrtrichtung Hamm, verschwand. 

Daraufhin wählte der 44-Jährige den Polizeinotruf und informierte die Polizei über den Diebstahl. Diese wiederum informierte die Bundespolizei im Hammer Hauptbahnhof. Einsatzkräfte konnte kurze Zeit später drei Tatverdächtige im Hammer Hauptbahnhof festnehmen.

Täter kommen aus Unna und Dortmund

Das Trio, welches aus Dortmund und Unna stammt, hatte drei mutmaßlich gestohlene Fahrräder dabei. Unter anderem das Rad des 44-jährigen aus Bönen. Bei einer Durchsuchung der Jugendlichen konnte dann auch das mutmaßliche Tatwerkzeug sichergestellt werden. 

Weil kein Elternteil der drei Jungen erreicht werden konnte, wurde sie nach Absprache mit dem Jugendamt in eine Hammer Jugendschutzeinrichtung eingeliefert. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls eingeleitet."

Die Radstation am Bahnhof Bönen.

Volker Stall wusste beim Verfassen des Berichtes allerdings noch nicht, dass die drei Jugendliche bereits am Montagnachmittag versucht hatten, in der Radstation am Bönener Bahnhof Beute zu machen, aber von einem Zeugen vertrieben worden waren. Auf Anfrage unserer Zeitung stellte der Pressesprecher dann allerdings bei einem Abgleich fest, dass die Beschreibung der Kreispolizeibehörde Unna beziehungsweise des Zeugen zu dem Vorfall am Montag genau auf das jetzt gefasste Trio zutrifft.

Damit zurück zur Pressemitteilung der Bundespolizei: "Keine sieben Stunden später (21. Juni) fielen Einsatzkräften der Bundespolizei erneut die drei Jugendlichen auf. Diese nutzten gegen 4.15 Uhr den RE 1 in Richtung Dortmund. In ihrem Besitz befanden sich abermals Fahrräder.

Wieder in Gewahrsam, wieder Verfahren eingeleitet

Daraufhin wurde sie überprüft und am Dortmunder Hauptbahnhof der dortigen Bundespolizei übergeben. Weil sie weder einen Eigentumsnachweis für die Räder nachweisen konnten und nur lapidar erklärten, dass die Räder einem 'Kumpel' gehörten, wurden die Drahtesel sichergestellt und die Jugendlichen erneut in Gewahrsam genommen. 

Später wurden sie in eine Dortmunder Jugendschutzeinrichtung eingeliefert. Zudem wurde erneut ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls gegen das Trio eingeleitet.

Offensichtlich immer noch nicht schlauer geworden, wurde dann 'nur noch' die 14 und 15-jährigen Dortmunder, heute Morgen (22. Juni) gegen 1 Uhr im Dortmunder Hauptbahnhof angetroffen. Wie sollte es auch anders sein, hatten sie Fahrräder dabei.

Wieder konnten sie nicht nachweisen, woher die beiden Räder stammten. Daher wurden auch diese sichergestellt. Anschließend wurden die beiden Dortmunder in eine Jugendschutzeinrichtung gebracht. Zudem wurde das dritte Ermittlungsverfahren gegen das Duo eingeleitet." - eB

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare