Zentrale Kundgebung vor dem Landtag

Streiks: 20.000 Beschäftigte demonstrieren in Düsseldorf

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Die Gewerkschaften haben im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder zu Warnstreiks aufgerufen. Sie verlangen unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld.

[UPDATE 15.00 UHR] DÜSSELDORF - Die angestellten Landesbeschäftigten in NRW sind am Donnerstag in den Warnstreik getreten. Verschiedene Gewerkschaften haben zur ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche Schulen, Hochschulen und Unikliniken, aber auch Justiz, Finanzverwaltung oder Ministerien.

Rund 20.000 Beschäftigte aus ganz Nordrhein-Westfalen haben im schwelenden Tarifkonflikt am Donnerstag in Düsseldorf für mehr Geld demonstriert.

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Vier Tage vor der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erhöhten die Angestellten mit lautstarkem Protest den Druck auf die Arbeitgeber.

In zahlreichen Schulen in Nordrhein-Westfalen fielen erneut Unterrichtsstunden aus. Auch in Hochschulen und Unikliniken, in Justiz, Finanzverwaltung oder Ministerien legten Mitarbeiter die Arbeit nieder.

Bei der zentralen Kundgebung vor dem Landtag verlangten die Teilnehmer, NRW-Landesbeschäftigte dürften nicht schlechter gestellt werden als Kollegen bei Bund und Kommunen.

Zu den Aktionen hatten Verdi, die Lehrergewerkschaft GEW, die Gewerkschaft der Polizei sowie der DBB Beamtenbund und Tarifunion mit seinen zahlreichen Fachgewerkschaften aufgerufen.

Die Kernforderung für die bundesweit rund 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 175 Euro.

Für die angestellten Lehrer verlangt die GEW zudem einen eigenen Tarifvertrag und den Einstieg in eine Angleichung an die Bezahlung verbeamteter Lehrer.

Angestellte Pädagogen dürften "nicht länger Lehrkräfte zweiter Klasse sein", verlangte GEW-Landeschefin Dorothea Schäfer.

Fotostrecke: Kundgebung vor dem Landtag

Warnstreiks in NRW: Kundgebung vor dem Landtag

Viele Angestellte aus Unikliniken, Schulen und Hochschulen, auch Verwaltungsmitarbeiter aus Justiz, Ministerien oder dem Statistikamt IT.NRW protestierten mit Trillerpfeifen, Trommeln - oder mit Plakaten wie "Energie kostet - auch unsere!" und "Wir sind mehr wert!".

Auch zahlreiche Beamte waren im Rahmen einer "verlängerten Mittagspause" gekommen oder hatten eigens einen Tag Urlaub genommen - so auch viele hundert Polizisten.

Nach zunächst zwei größeren Kundgebungen am Vormittag hatten sich am Mittag Demo-Märsche durch die Innenstadt in Gang gesetzt.

Vor dem Landtag forderten dann in der gemeinsamen, zentralen Kundgebung die Verhandlungsführer von DBB und Verdi, die Arbeitgeber müssten am kommenden Montag in Potsdam "einen großen Schritt auf die Beschäftigten zugehen". - dpa

Quelle: wa.de

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