Orkantief "Eberhard" verursacht Schäden und behindert Verkehr

Nach Sturmtiefs: Dankesworte des NRW-Innenministers an unsere Feuerwehren

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NRW - Sturm und Orkanböen fegten am Wochenende über NRW hinweg. Im Sauerland starb ein Mann in seinem Auto durch einen umstürzenden Baum. Die Bahn stellte den Zugverkehr ein, die A45 war gesperrt. Überall waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Was Sie am Tag danach wissen müssen, erfahren Sie hier bei uns im News-Ticker.

  • Erst "Dragi", dann "Eberhard": Über NRW zogen am Wochenende Stürme mit Orkanböen hinweg
  • In den kommenden Tagen jagt ein Sturmtief das andere
  • Bei Bestwig im Hochsauerlandkreis ist ein Autofahrer aus Bad Fredeburg durch einen umstürzenden Baum gestorben
  • Im Bahnverkehr gab es am Montag noch starke Einschränkungen. Kostenlose Sonderhotline der Bahn: 08000/996633
  • In Teilen des Landes sollten die Wälder nicht betreten werden
  • Auch viele Straßen sind wegen umgestürzter Bäume noch gesperrt
  • Hier geht es direkt zu den Neuigkeiten von Montag

Gestrandete Bahnreisende, umgestürzte Bäume, beschädigte Häuser: Heftige Unwetter haben in Nordrhein-Westfalen am Sonntag den Bahnverkehr lahmgelegt und große Schäden verursacht. Die Deutsche Bahn rechnet wegen der Schäden auch am Montag noch mit massiven Problemen im Berufsverkehr. Sie hat eine kostenlose Sonderhotline eingerichtet: 08000/996633.

Ein Autofahrer starb zwischen Rüthen-Kallenhardt im Kreis Soest und Nuttlar im Hochsauerlandkreis, als ein entwurzelter Baum während der Fahrt auf sein Auto fiel.

In weiten Teilen des Landes kämpften Einsatzkräfte bei mehreren 1000 Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern. In Bochum wurde eine Feuerwehrfrau von einem Baum getroffen und verletzt, in Köln mussten Einsatzkräfte eine eingeklemmte Person unter einem umgestürzten Baum befreien.

Sturmtiefs wüten über NRW

An den großen Bahnhöfen versuchten zahlreiche Reisende, irgendwie an ihr Ziel zu kommen. Mietwagen waren ausgebucht, Taxis kaum zu kriegen. Die Bahn hatte den Zugverkehr komplett gestoppt, nachdem mehrere Strecken von Bäumen blockiert waren und ein sturmbedingter Stromausfall das wichtige Stellwerke in Essen lahmgelegt hatte. 

In Hamm, Dortmund, Duisburg und Köln hatte die Bahn sogenannte Aufenthaltszüge bereitgestellt, in denen gestrandete Fahrgäste auch die Nacht verbringen können. Sturm "Eberhard" war mit Böen bis Windstärke 11 und 12 über NRW hinweggefegt. Mit 130 km/h wurden die heftigsten auf dem Kahlen Asten gemsssen.

Für weitere Teile des Landes galt bis in den Abend hinein die zweithöchste Unwetter-Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes. Im zahlreichen Städten und Kreisen waren Feuerwehr und Polizei stundenlang im Dauereinsatz. Bäume wurden entwurzelt, stürzten auf Autos, gegen Häuser oder zerstörten Stromleitungen.

Schnee bis in tiefere Lagen

Auf der A45 südlich von Hagen wurden die Begrenzungen einer Baustelle so stark verschoben, dass die Strecke gesperrt werden musste. In Dortmund war die A40 zeitweise überflutet. Am Möhnesee musste die Feuerwehr mehrere Menschen befreien, die durch umgestürzte Bäume in ihren Autos eingeschlossen gewesen seien - verletzt wurde niemand. In Duisburg wurde ein tonnenschwerer Verladekran umgeweht und landete zur Hälfte im Rhein.

So wird das Wetter bei uns

Am Flughafen Köln/Bonn mussten zwei Maschinen wegen der heftigen Böen auf andere Airports umgeleitet werden. Eine Passagiermaschine sei nach Münster geflogen, eine Frachtmaschine nach Hamburg, sagte ein Sprecher. Einige weitere Flugzeuge seien beim Anflug durchgestartet und später sicher gelandet.

Am Samstag hatte bereits ein anderes Sturmtief mit Namen "Dragi" vor allem in der nördlichen Hälfte Nordrhein-Westfalens große Schäden verursacht.

Für Montag erwarten die Experten keine so gefährlichen Windstärken mehr. Dafür ist vereinzelt der Winter zurückgekommen: Schnee behinderte den Verkehr in der Eifel und im Sauerland (A1, A4, A45).

Der Montag nach dem Sturm im News-Ticker

18.10 Uhr: „Ich danke den Frauen und Männern von Feuerwehr und Katastrophenschutz für ihre geleistete Arbeit. Sie sind ein hohes Risiko eingegangen, um die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land vor Gefahren zu schützen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul am Montag.

„Es hat sich gezeigt, dass die Fachleute von Feuerwehr und Katastrophenschutz die außergewöhnliche Situation gut gemeistert haben. Ihnen ist es zu verdanken, dass trotz dieser außergewöhnlichen Wetterlage nicht mehr passiert ist“, sagte Herbert Reul.

27 Menschen wurden durch den Sturm verletzt, darunter auch acht Retter der Feuerwehr und ein vierjähriges Kind, das in Hückelhoven unter eine umstürzende Mauer geriet. „Ich wünsche allen eine schnelle Genesung. 

Besonders denke ich an die Feuerwehrleute, die sich im Einsatz verletzt haben“, sagte Reul. Ein 47 Jahre alter Mann kam in Nuttlar im Hochsauerlandkreis ums Leben, als ein Baum auf sein fahrendes Auto fiel. Reul sprach den Angehörigen sein Beileid aus. 

17.46 Uhr: Was während des Sturms in Schalksmühle passiert ist, fassen wir hier zusammen.

17.08 Uhr: Die Feuerwehr war auch in Bergkamen im Dauereinsatz. "Eberhard" hinterließ hier viele Spuren. Hier finden Sie die Bilanz auch für den Kreis Unna.

15.15 Uhr: In Halver haben "Eberhard" und "Dragi" auch einige Schäden verursacht. Ein Mann wurde schwer verletzt. Hier geht es zur Bilanz aus Halver.

15.00 Uhr: Einen Toten und mindestens 27 Verletzte hat das NRW-Innenministerium nach dem heftigen Sturm am Sonntag gezählt. Mehr als 20.000 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Landesweit habe es über 10.000 Einsätze etwa wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Hausdächer gegeben. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Angaben, da die Meldungen bei den Versicherungen zu Wochenbeginn erst eingingen. Der Schaden dürfte nach Schätzungen von Fachleuten aber in Millionenhöhe liegen.

14.21 Uhr: Der Sturm ging nicht spurlos am Kreis Soest hinüber, wie die Einsatzbilanz der Feuerwehren zeigt. In der Nähe von Lippstadt prallte eine Autofahrerin mit ihren zwei kleinen Kindern ungebremst gegen einen umgestürzten Baum. Mehr zum Unfall und zur Bilanz hier.

14.13 Uhr: Am Tag nach Sturm "Eberhard" laufen die Aufräumarbeiten im Märkischen Kreis. Ein Autofahrer hielt sich nicht an die Absperrungen und fuhr am Montag in einen umgestürzten Baum. Derweil drohen neue Sturmböen, warnt der Deutsche Wetterdienst.

14.01 Uhr: Auch über Werne im Kreis Unna fegte "Eberhard" hinweg. Hier geht es zur Sturm-Bilanz.

13.53 Uhr: Durch den Sturm am Sonntag hat sich auf dem Dach des Kölner Doms eine Verankerung gelöst. Aus Sicherheitsgründen blieb die darunter liegende Domschatzkammer am Montag geschlossen. Außerdem wurde der davor liegende Bereich auf der Domplatte abgesperrt. Die Querverankerung verbindet eine Fiale - eines der unzähligen Türmchen am und auf dem Dom - in etwa 40 Metern Höhe mit einem Pfeiler. Ohne die Verbindung könne die Fiale jetzt leicht schwanken, sagte ein Sprecher der Dombauhütte. Man bemühe sich, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. Durch den Sturm seien außerdem kleine lose Steinfragmente von der Kathedrale heruntergeweht, teilte die Dombauhütte mit.

12.09 Uhr: Auf der Strecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid im Märkischen Kreis fahren wieder Züge der RB25.

12.00 Uhr: Das Regionalforstamt Soest-Sauerland warnt aufgrund des Sturms vom Sonntag dringend vor dem Betreten des Waldes. Es sei momentan noch nicht einschätzbar, wie hoch die Gefahrenlage sei. 

"Der nächste Sturm wird für Mittwoch erwartet. Daher bitten wir um erhöhte Vorsicht! Ein Betretungsverbot gibt es bisher noch nicht", so das Regionalforstamt.

11.49 Uhr: Das unbeständige und zum Teil stürmische Wetter setzt sich bis zum Wochenende fort. "Ein Sturmtief jagt das nächste", erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Dienstag greifen die Ausläufer von Sturmtief "Franz" auf Deutschland über. Der Wind frischt im Westen und Norden auf. In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch werden starke bis stürmische, in der Mitte und im Norden vereinzelt auch schwere Sturmböen von bis 100 Stundenkilometern erwartet.

11.40 Uhr: Nach dem Stopp des Bahnverkehrs in NRW haben Reisende die Nacht in Aufenthaltszügen verbracht. In einem von der Bahn bereitgestellten Zug in Köln hätten am Abend und in der Nacht bis zu 150 Reisende Platz gefunden, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. 

In Dortmund seien es deutlich weniger Reisende gewesen. Ein weiterer Aufenthaltszug stand demnach in Hamm. Mit Betriebsbeginn am frühen Morgen seien die Aufenthaltszüge wieder geschlossen worden, sagte der Sprecher. Sie wurden danach gereinigt und für den normalen Verkehr genutzt. 

Zugleich habe die Bahn in NRW am Sonntag mehr als 1000 Taxi- und Hotelgutscheine ausgestellt. Viele Reisende hätten die Aufenthaltszüge zum Warten genutzt, bis sie auf anderen Wegen weitergekommen seien. Am Abend waren Taxis etwa in Düsseldorf allerdings zeitweise schwer zu bekommen, wie Augenzeugen berichteten.

11.21 Uhr: Mehr als 300 Einsätze, ein Todesopfer - so fällt die Bilanz nach Sturm "Eberhard" im Hochsauerlandkreis und Kreis Olpe aus. Neben dem 47-Jährigen, der bei einem Unfall zwischen Bestwig-Nuttlar und Rüthen-Kallenhardt starb, kamen laut Polizei und Feuerwehr aber glücklicherweise keine weiteren Menschen zu Schaden. Teilweise sind dort aber immer noch Straßen gesperrt.

9.15 Uhr: Bei einem Einsatz in Bonn sind zwei Polizisten von Holzteilen getroffen und verletzt worden. Die 26 und 34 Jahre alten Beamten hätten am Sonntag versucht, eine Gefahrenstelle zu sichern, an der Windböen Holzteile von einer Großbaustelle auf eine Straße und einen Gehweg geweht hatten. Plötzlich seien neue Holzteile aufgewirbelt worden und hätten die Polizisten am Kopf und am Rücken getroffen. Sie kamen in Krankenhäuser.

8.17 Uhr: Wir blicken auf die Straßen, die angesichts der Probleme bei der Bahn an diesem Montag noch voller sind als ohnehin schon.

Auf den Autobahnen bildeten sich im Berufsverkehr bis 7.45 Uhr morgens Staus von rund 420 Kilometern Länge, wie der WDR berichtete. Längere Behinderungen gab es unter anderem auf der Autobahn 40 im Ruhrgebiet und auf der A52 in Richtung Düsseldorf.

Hier bekommen Sie die aktuelle Verkehrslage in NRW

7.35 Uhr: Die Polizei hat eineEinsatzbilanz für den Märkischen Kreis vorgelegt. Hier gab es rund 160 sturmbedingte Einsätze - und zwar hier:

  • Altena (4)
  • Balve (0)
  • Halver (12)
  • Hemer (7)
  • Herscheid (4)
  • Iserlohn (43)
  • Kierspe (1)
  • Lüdenscheid (26)
  • Meinerzhagen (8)
  • Menden (18)
  • Neuenrade (3)
  • Plettenberg (6)
  • Nachrodt-Wiblingwerde (8)
  • Schalksmühle (4)
  • Werdohl (8)

In Nachrodt stürzte an der Ehrenmalstraße ein Baum auf einen Pkw. Drei Insassen wurden leicht verletzt ins Krankenhaus Letmathe gebracht. Es entstanden 10.000 Euro Sachschaden.

Dieses Auto wurde in Nachrodt von einem Baum getroffen.

In Neuenrade wehte der Wind am späten Nachmittag einen Anhänger gegen einen geparkten Pkw. An der Kantstraße entstanden 4.000 Euro Sachschaden.

In Menden stürzten mehrere Äste auf einen PKW am Schattweg (1500 Euro Sachschaden). In Hemer vermuteten Bewohner eines Hauses an der Ringstraße nachmittags Einbrecher. Polizeibeamte rückten an. Das verdächtige Geklapper war jedoch auf den Wind zurückzuführen.

Infolge des Unwetters sind im Märkischen Kreis aktuell folgende Straßen gesperrt:

  • Lüdenscheid, Treckinghauser Straße zwischen Kreisverkehr und Wasserwerk
  • Menden/Iserlohn, Bertingloher Straße zwischen Halingen und Sümmern
  • Halver, L528 Abzweig Jahnstraße
  • Balve, Am Ebberg zwischen Eisborn und Asbeck
  • Nachrodt-Wiblingwerde, Kreinberg
  • Herscheid, K6 zwischen Abzweig Marlin und Wellin
  • Iserlohn/Altena, Lohsiepenstraße

7.30 Uhr: "Im Regionalverkehr gibt es noch einige Einschränkungen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montagmorgen. Auch auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt sollten noch einzelne Züge ausfallen. 

Für die Linie RE8 wurde ein Ersatzverkehr zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Mönchengladbach Hauptbahnhof eingerichtet - Taxis sollten in beide Richtungen zwischen den Haltestellen hin und her fahren. 

Die Linien RB38, RB51, RB37 und RB33 fielen am Morgen komplett aus. Andere Strecken waren laut Bahn wieder befahrbar, wie zum Beispiel die des Regionalzugs RE1 zwischen Aachen und Hamm. Trotzdem müssten Pendler den ganzen Montag über mit Verspätungen rechnen. 

Der Fernverkehr von und nach NRW laufe größtenteils wieder, sagte die Bahnsprecherin weiter. Nur einige Teilstrecken seien wegen der Sturmschäden noch nicht befahrbar.

7.25 Uhr: Nach Sturm "Eberhard" bleibt es in NRW wechselhaft. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen mitteilte, sei den Tag über mit Wind- und Sturmböen von bis zu 80 Stundenkilometern zu rechnen. Dazu seien vielerorts Schauer und Gewitter möglich - besonders Westfalen sei im Laufe des Nachmittages betroffen. 

Die Wetterlage habe aber "bei weitem nicht das Ausmaß wie gestern", sagte ein DWD-Meteorologe. Die Temperaturen liegen zwischen sechs und acht Grad, bis es sich in der Nacht auf bis zu null Grad abkühlen kann. Regnen soll es nachts nicht, dafür müssen sich die Menschen in NRW dann aber auf leichten Frost und Kälte einstellen.

Der Sturm-Sonntag zum Nachlesen

20.27 Uhr: Zeit für eine erste NRW-Bilanz des Sturmtages: Tief "Eberhard" hat den Zugverkehr zum Stillstand gebracht und im Sauerland auch ein Todesopfer gefordert. Ein Autofahrer starb bei Nuttlar im Hochsauerlandkreis, als ein entwurzelter Baum während der Fahrt auf sein Auto fiel. 

Für zahlreiche Bahnreisende schwand die letzte Hoffnung, trotz des Sturms am Sonntag noch an ihr Ziel zu kommen. Die Deutsche Bahn will den Zugverkehr bei S-Bahnen und im Regionalverkehr in NRW am Sonntag nicht wieder aufnehmen. Auch im Fernverkehr seien lediglich einzelne Fahrten möglich, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Zuvor waren zwei wichtige Stellwerke in Essen und Wuppertal ausgefallen, in Essen war der gesamte Bahnhof zeitweise ohne Strom.

In weiten Teilen des Landes kämpfte die Feuerwehr mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern.

20.21 Uhr: Hier die Sturmbilanzen aus Werne und Bergkamen.

20.09 Uhr: Am Hammer Bahnhof ist der Eingang zum Willy-Brandt-Platz aus Sicherheitsgründen gesperrt. Dachziegel sind heruntergefallen. Dutzende von Bahn-Reisenden sind in Hamm gestrandet. Vor der Informationen bildet sich eine lange Schlange.

20.05 Uhr: 1250 Einsatzkräfte im Einsatz! Sturmtief Eberhard sorgte im Kreis Soest für rund 230 Einsätze der Feuerwehren. „Überwiegend waren es umgestürzte Bäume und herabfallende Dachziegel die die etwa 1250 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen abarbeiten mussten“, bilanzierte die Feuerwehr am Abend. „Größere Einsätze gab es glücklicherweise nicht.“ In Werl musste die Feuerwehr am Krankenhaus lose Dachteile absichern, im Bereich Möhnesee waren auf der Forststraße Richtung Neuhaus mehrere Autofahrer durch umgestürzte Bäume in ihren Fahrzeugen unverletzt eingeschlossen, in Lippstadt musste die Feuerwehr einer Frau mit ihren Kindern aus ihrem Auto befreien, sie wurde leicht verletzt ins Krankenhaus transportiert. Gegen 19 Uhr gab  Kreisbrandmeister Thomas Wienecke Entwarnung. Vereinzelt sind die Feuerwehren aber noch im Einsatz.

19.59 Uhr: Zwischenbilanz der Feuerwehr Olpe: Zwölf Bäume auf Straßen, zwei beschädigte Dächer. Auf dem Rückweg von einem umgestürzten Baum wurde durch die Besatzung eines Löschfahrzeugs ein Sturmschaden an einer Ampelanlage festgestellt. Mit der nachalarmierten Drehleiter konnte die Ampel in Stand gesetzt werden.

19.50 Uhr: Dass es am Sonntag stürmen würde, war klar. Doch das Ausmaß überraschte selbst Profis wie Michael Döben, den Chef der Feuerwehr Warstein. "Das war auf dem Niveau von "Friederike", sagte Döben gegenüber dem Soester Anzeiger. Friederike hatte im Januar 2018 gewütet. Hier geht es zur vorläufigen Bilanz der Feuerwehr Warstein.

19.46 Uhr: Das ist die Bilanz der Feuerwehr Lippetal: Insgesamt waren 90 Kräfte aller Lippetaler Einheiten bei zehn Einsätzen.

19.39 Uhr: Über die Katastrophen-App "Nina" kommt soeben die Entwarnung für den Kreis Soest!

Familiendrama in Bielefeld: Vater tötet seine zwei Kleinkinder

19.26 Uhr: +++Eil+++ Die Deutsche Bahn will den Zugverkehr bei S-Bahnen und im Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen am Sonntag nicht wieder aufnehmen. Auch im Fernverkehr seien lediglich einzelne Fahrten möglich, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Aktuelle Informationen zur Bahn hier.

Dieser Mann schoss Kontrahenten in Dortmund nieder - Großfahndung

19.14 Uhr: Zwischenbilanz aus Lüdenscheid im gebeutelten Märkischen Kreis: Mit Autobahnsperrung und umgestürzten Bäumen.

19.10 Uhr: In Hamm hat das Sturmtief die Feuerwehrleute auf Trab gehalten - und tut es immer noch. Hier die Zwischenbilanz.

19.04 Uhr: Bis jetzt hat es in Lüdenscheid 35 sturmbedingte Einsätze gegeben. Im gesamten Märkischen Kreis waren es rund 300. Die Polizei war an 18 Gefahrenstellen auf Lüdenscheider Stadtgebiet aktiv. Kreisweit waren es 120 Einsätze der Polizei.

19.01 Uhr: Die Feuerwehr-Bilanz Menden: 16 Sturmeinsätze am Samstag, bis zu diesem Zeitpunkt weitere 36 am Sonntag. In den meisten Fällen waren Bäume auf Straßen und Gehwege gestürzt oder es flogen lose Gegenstände umher. Mehrere Straßen in Menden bleiben über die Nacht gesperrt. Es sind: Zum Ebberg (zwischen Asbeck und Eisborn) Bertingloher Straße (zwischen Halingen und Sümmern) Osberner Weg (zwischen Mitte und Oesbern).

18.58 Uhr: Die A45 bei Lüdenscheid-Nord ist wieder frei! Das bestätigte soeben ein Sprecher der Autobahnpolizei Dortmund. Die Hindernisse auf der Fahrbahn in Richtung Norden wurden beseitigt. Dazu gehörten Bäume, Äste, aber auch umherfliegende Baustellenschilder und Barken. Diese wurden durch den Sturm teilweise umgeworfen, teilweise aber auch auf die Fahrbahn verschoben. So mussten die Autofahrer auf einem Teilstück regelrecht Slalom fahren. Die Straßenmeisterei war neben anderen im Einsatz, um wieder für Ordnung zu sorgen. Der Verkehr wurde an der Abfahrt Lüdenscheid-Nord abgeleitet, die Zufahrt von der Polizei mit Flatterband gesperrt. "Aufgrund der Wetterlage, die sich jetzt entspannt, gehen wir nicht davon aus, dass weitere Hindernisse folgen werden", hieß es seitens der Autobahnpolizei. Die Sperrung der A45 bei Herborn besteht weiterhin.

18.50 Uhr: Jetzt gibt es nähere Details zum tödlichen Unfall auf der L776. Um 15.54 Uhr geschah das Unglück. "Hier befuhr ein 47-jähriger Mann aus Bad Fredeburg mit seiner Beifahrerin die Strecke in Richtung Nuttlar. Auf Grund der Witterung und des Sturmes wurden mehrere Bäume entwurzelt", so die Polizei. Einer dieser Bäume begrub das Auto des 47-Jährigen unter sich. Die Beifahrerin konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch leblos aus dem Fahrzeug geborgen werden. Die Rettung der Verunfallten gestaltete sich für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei schwierig, da während der Maßnahmen weitere Bäume durch den anhaltenden Sturm entwurzelt wurden. Die Strecke bleibt bis auf weiteres, auch nach der Unfallaufnahme gesperrt.

18.45 Uhr: Südwestfalen scheint das Schlimmste überstanden zu haben, wie der Wetterradar zeigt. Im Ruhrgebiet und auf der Achse Hamm-Lippstadt ist es derzeit noch etwas heftiger.

18.29 Uhr: Auch auf der Hauptstraße in Kreuztal wurde ein Baum auf die Straße geknickt. Die Feuerwehr ist im Einsatz.

Kreuztal

18.23 Uhr: Am Schattweg in Menden wurden 150 Jahre alte Kastanien Opfer der Orkanböen. Ein Auto wurde angekratzt, aber zum Glück niemand verletzt.

In Menden blies "Eberhard" alte Kastanien um.

18.21 Uhr: Die Feuerwehr in Arnsberg musste am bislang zu zehn sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Bereich Nehim/Bachum, aber auch in Alt-Arnsberg, Holzen und Breitenbruch waren die Brandschützer gefordert.

18.19 Uhr: In Finnentrop-Heggen ist ein Stück Fassade an der katholischen Kirche herabgestürzt.

18.15 Uhr: Die Katastrophen-App "NINA" hat die Sturmwarnung auch für den Kreis Unna herausgegeben. Es komme zu einer Vielzahl von Einsätzen. "Blockieren Sie nicht den Notruf von Feuerwehr und Polizei durch Nachfragen", heißt es seitens der Feuerwehr.

18.09 Uhr: Zwischen Rüthen im Kreis Soest und Nuttlar im Hochsauerlandkreis hat das Sturmtief ein Todesopfer gefordert! Ersten Erkenntnissen zufolge wurde auf der "Nuttlrarer Rennstrecke", der L776, wurde ein Auto von einem umstürzenden Baum erfasst. Der Fahrer oder die Fahrerin, bislang gibt es keine Erkenntnisse über Geschlecht, Alter und Herkunft des Opfers, wurde im Fahrzeug tödlich verletzt. Die Strecke, die kilometerlang durch einen Wald führt, ist voll gesperrt.

18.04 Uhr: Umgestürzte Bäume haben während des Unwetters in Nordrhein-Westfalen mindestens zwei Menschen verletzt. In Bochum habe ein Baum eine Feuerwehrfrau getroffen, teilten ihre Kameraden mit. Die Einsatzkräfte seien gerade damit beschäftigt gewesen, einen umgestürzten Baum zu zersägen, als ein weiterer Baum umfiel. Die Frau sei aber nur leicht verletzt. In Köln mussten Einsatzkräfte eine eingeklemmte Person unter einem umgestürzten Baum befreien. Der Rettungsdienst habe den Verunglückten dann übernommen, teilte die Stadt mit. Außerdem wurde in Köln ein Notarztfahrzeug durch herabfallende Dachziegel so schwer beschädigt, dass es nicht weiterfahren konnte. Der Besatzung habe sich schnell von dem Schock erholt, sei in ein anderes Fahrzeug umgestiegen und zum nächsten Einsatz gefahren

18.01 Uhr: 100 Einsätze im Kreis, 1170 Kräfte im Einsatz im Kreis Soest! Am Nachmittag veröffentlichte die Feuerwehr eine Mitteilung. In dieser heißt es: "Am Sonntag erreichte das Sturmtief Eberhard gegen 16 Uhr den Kreis Soest. Aufgrund der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes wurde bereits um 14.30 die Kreisleitstelle personell aufgestockt. Auch die Führungseinheit der Feuerwehren im Kreis Soest wurde alarmiert. Mittlerweile wurden, Stand 17.30 Uhr, 100 unwetterbedingte Einsätze im gesamten Kreisgebiet gezählt. Bei den sturmbedingten Einsätzen handelt es sich überwiegend um umgestürzte Bäume und lose Dachpfannen. Personen wurden bisher glücklicherweise nicht verletzt. Aufgrund der orkanartigen Böen sind zahlreiche Kreis- und Landstraßen gesperrt. Kreisweit sind alle Feuerwehren alarmiert und besetzen die Feuerwehrhäuser. Insgesamt sind 1170 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen im Sturmeinsatz.

17.53 Uhr: Ganz schlechte Nachrichten für Autofahrer: Die Sperrung auf der A45 wird noch Stunden andauern. Das schätzt die zuständige Autobahnpolizei Dortmund. Der Grund für die Sperrung sind Bäume, die auf der Autobahn liegen. Zuvor hatte die Bahn wegen mehrerer Gefahrenstellen immer wieder sperren müssen, jetzt geht gar nichts mehr. Zur Dauer der Sperrung sagte ein Sprecher: "Bis auf Weiteres."

Umgestürzte Bäume haben in Soest zwei Neuwagen beschädigt.

17.47 Uhr: An der Straße "Zum Wiesengraben" nahe Wisbyring in Soest sind zwei starke Äste auf die Zufahrt zu einem Wohngebiet gestürzt. Dabei sind zwei Neuwagen des Mitsubichi-Autohauses beschädigt worden.

17.42 Uhr: Wir kommen kaum noch mit. Überall in Westfalen sind die Feuerwehren dabei, umgestürzte Bäume zu zersägen und Straßen frei zu räumen. Auch auf der Rote-Haus-Straße zwischen Iserlohn und Schwerte-Villigst.

17.34 Uhr: User Christian Zirkwitz schickt uns ein Foto aus dem Park beim Oberlandesgericht Hamm. Dort ist ein mächtiger Baum entwurzelt worden. Scheinbar unbeeindruckt davon sitzt auf einer nahegelegenen Bank ein Parkbesucher.

Unbeeindruckt: ein Parkbesucher am OLG Hamm.

17.29 Uhr: Eine gute Nachricht erreicht uns aus dem Märkischen Kreis. Die Affelner Straße zwischen Plettenberg und Neuenrade ist wieder freigeräumt.

17.26 Uhr: Jetzt ist die A45 an einer weiteren Stelle gesperrt: Vor der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord hat sich in Richtung Norden ein Stau gebildet. Aktuelle Wartezeit: 30 Minuten und mehr.

17.15 Uhr: Auch an vielen Stellen im Kreis Olpe wütet "Eberhard": Aktuell ist die L905 zwischen Hünsborn und Wenden wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt.

17.13 Uhr: Soeben bestätigt die Feuerwehr: Auch im Werler Stadtteil Hilbeck gibt es aktuell keinen Strom.

17.08 Uhr: Die Worte der Feuerwehr Lüdenscheid gelten für das gesamte Westfalen: "Es wird dringend davon abgeraten, sich im Freien aufzuhalten. Umherfliegende Dachteile und umstürzende Bäume stellen aktuell ein nicht abschätzbares Risiko dar! Auch im Bereich von Baustellenabsicherungen ist erhöhte Vorsicht geboten!"

Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen - Feuerwehr im Dauereinsatz

17.07 Uhr: Sturmtief Eberhard sorgt auch in der Kreisstadt Lüdenscheid (MK) für zahlreiche Einsätze. Aktuell werden die Gerätehäuser der Feuerwehr auch mit rettungsdienstlichem Personal besetzt. Sämtliche sturmbedingten Einsätze werden über den gerade eingerichteten Meldekopf abgearbeitet. Notrufe erfolgen aber weiterhin über den Notruf 112. Abhängig von den jeweiligen Gefährdungspotentialen werden die Einsätze nach Priorität abgearbeitet. Derzeit ist die Altenaer Straße, Höhe Dannenbergstraße, und die Treckinghauser Straße zwischen Sonneborn und Wasserwerk gesperrt.

17.05 Uhr: Am Werler Krankenhaus (Kreis Soest) sollen Dachziegel heruntergestürzt sein.

17.02 Uhr: Die Affelner Straße zwischen Plettenberg und Affeln (MK) bleibt aufgrund zahlreicher umgestürzter Bäume längerfristig gesperrt. Höhe Borke sind ebenfalls gerade mehrere Bäume umgestürzt. Die Straße kann auf Grund des Sturms derzeit nicht geräumt werden.

17.00 Uhr: Wegen der heftigen Böen von Sturmtief "Eberhard" haben zwei Flugzeuge nach Köln/Bonn einen anderen Airport ansteuern müssen. Eine Passagiermaschine sei nach Münster umgeleitet worden, eine Frachtmaschine nach Hamburg, sagte ein Sprecher. Einige weitere Flugzeuge seien beim Anflug durchgestartet und später sicher gelandet. Am Flughafen Düsseldorf lief der Betrieb normal. Passagiere an Bord würden aber sicherlich etwas mehr durchgeschüttelt als sonst, sagte ein Sprecher.

16.48 Uhr: An der Karlshöhe in Halver (MK) fliegen wegen des starken Windes Gerüstteile vom Aussichtsturm runter auf die Tankstelle. Niemand darf dort durch, weder gehend noch fahrend.

16.44 Uhr: Plettenberg im Märkischen Kreis hat Stadtalarm ausgelöst. Alle Gerätehäuser sind besetzt. Außerdem gibt es zwei Straßensperrungen: Einmal zwischen Affeln und Plettenberg (L697) und zwischen Plettenberg und Werdohl (B236) wegen umgestürzter Bäume.

16.41 Uhr: Im gesamten Kreis Soest wurde der Unwetteralarm ausgelöst. Heißt: Alle Gerätehäuser werden von Feuerwehren besetzt, um schnell zu den Einsätzen ausrücken zu können.

16.39 Uhr: Wie gefährlich die Arbeiten der Feuerwehr bei diesem unberechenbaren Wetter sind, zeigte beispielhaft ein Beispiel des Löschzugs Warstein auf dem Stimm-Stamm (B55). Gegen 16.20 Uhr war dort ein auf die B55 gestürzter Baum gemeldet worden. Noch während der Nadelbaum mittels Kettensäge zerkleinert wurde, stürzte im Bereich der Einsatzstelle ein weiter Baum in die Tiefe. Verletzt wurde niemand, nicht zuletzt, weil die Einsatzkräfte die Umgebung aufmerksam im Blick hatten und die eigenen Kameraden rechtzeitig warnen konnten. Am Eichsgen an der Warsteiner Bilsteinstraße wurde der Park indes gesperrt. Bereits am Samstag war dort ein Baum auf die Bilsteinstraße gestürzt. Weitere Bäume innerhalb des Parks folgten. Daraufhin wurde der Bereich komplett mit Flatterband gesperrt. Wann er wieder betreten werden darf, ist noch unklar.

Einsatz am Stimm-Stamm in Warstein.

16.35 Uhr: Wegen des Sturmtiefs hat auch die Eurobahn den Verkehr bis auf Weiteres eingestellt. So heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Die Deutsche Bahn hat nach dem Fernverkehr auch den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett gestoppt. "Aktuell arbeiten wir intensiv daran, die durch das Sturmtief entstandenen Schäden zu beheben", teilte die Bahn am Sonntag mit. An den Bahnhöfen wie etwa in Dortmund bildeten sich lange Schlangen an den Informationsschaltern. Wann die Züge wieder fahren können, sei noch unklar, sagte ein Sprecher.

16.31 Uhr: Erhöhte Vorsicht vor heftigem Seitenwwind gilt auch und gerade auf Autobahnen und da insbesondere auf Talbrücken. Fahrt vorsichtig!

16.27 Uhr: Bei Herborn ist aktuell die A45 in beide Richtungen gesperrt: Der Sturm hat ein Werkstatt-Dach abgehoben. Aus Sicherheitsgründen wurde die Autobahn zugemacht. Aktuelle Verkehrsinfo hier:

16.23 Uhr: Gegen 15.15 Uhr erreichte das Sturmtief "Eberhard" den Märkischen Kreis. Sowohl bei der Polizei als auch bei der Feuerwehr gehen seitdem Notrufe wegen umgestürzter Bäume und umherfliegender Gegenstände aus dem gesamten Kreisgebiet ein. Wegen des Sturms wurde der Trödelmarkt in Hemer beendet.

16.17 Uhr: Aus dem Kreis Soest wird ein Stromausfall gemeldet. Im Welver-Dreihausen bei Illingen geht nichts mehr.

Umgestürzter Baum zwischen Oestinghausen und Hovestadt im Kreis Soest.

16.11 Uhr: Im Lennetal bläst es kräftig. In Werdohl muss die Feuerwehr schon wieder ausrücken. Am Kettling sind mehrere Bäume von der Fahrbahn zu räumen. 

15.47 Uhr: In Hamm ist an der Ecke Hammerstraße/Friedrich-Ebert-Straße ein Baum auf zwei Autos gestürzt. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die Hammerstraße zwischen Bülowstr und Friedrich-Ebert-Straße ist derzeit gesperrt.

In Hamm ist ein Baum auf zwei Autos gestürzt.

15.42 Uhr: +++Eil+++ Die Deutsche Bahn stoppt wegen Sturmtief "Eberhard" den Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs in Nordrhein-Westfalen. Die Züge würden nun am nächsten Bahnhof gestoppt, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag.

Die Entscheidung sei wegen "vieler gesperrter Strecken und zur präventiven Schadensabwendung" getroffen worden, schrieb die Bahn bei Twitter. Bei Aachen und Köln waren zuvor an mehreren Stellen Bäume auf die Schienen und blockierten den Zugverkehr. Auch zwei wichtige Stellwerke in Wuppertal und Essen waren wegen des Sturms zeitweise gestört.

15.25 Uhr: Auch das noch: Im Hochsauerland oberhalb von 550 m fällt Schnee, aus dem Raum Winterberg gibt es Meldungen von Autos im Graben. Im Verlauf des Abends sinkt die Schneefallgrenze dann auch tiefer.

15.23 Uhr: Die Bahn informierte ihre Fahrgäste, dass im Zugverkehr wieder mit Problemen zu rechnen sei. Hier gibt es eine Übersicht.

15.22 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst appellierte an die Menschen, auf ihren Sonntagsspaziergang zu verzichten. Noch bis zum Sonntagabend um 20.00 Uhr gilt für weite Teile Nordrhein-Westfalens die zweithöchste Unwetter-Warnstufe. Der Deutsche Wetterdienst rechnete mit Windstärke 11, teilweise sei sogar Stärke 12 möglich. Bei solchen Windgeschwindigkeiten können Bäume entwurzelt und Dachziegel durch die Luft geschleudert werden.

15.19 Uhr: Die Zoos in Dortmund und Wuppertal sowie der Tierpark Hamm wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch den Westfalenpark in Dortmund und der Grugapark in Essen mussten die Besucher am Sonntag verlassen.

15.14 Uhr: Die B229 zwischen Möhnesee und Arnsberg musste am Sonntagnachmittag kurzfristig gesperrt werden. Wegen heftiger Windböen fielen mehrere Bäume auf die Straße. Polizei und Feuerwehr waren in Höhe "Grüne Hoffnung" kurz vor der Kreisgrenze zum Hochsauerlandkreis im Einsatz, die Straße zu sperren und die Fahrbahn wieder freizuräumen, so die Feuerwehr im Kreis Soest.

14.58 Uhr: Die Feuerwehr Werdohl rückt mit dem Löschzug Stadtmitte zur B236 aus: Dort liegt ein Baum auf der Straße. Gleichzeitig rückt der Löschzug Eveking aus, um in Versevörde einen Baum von der Straße Im Ehrenfeld zu räumen.

Die Warnung um 13.42 Uhr.

14.19 Uhr: Der Sturm hat Auswirkungen auf den Amateurfußball: In der Wesfalenliga 2 wurde etwa das Spitzenspiel in Marl zwischen dem TuS Sinsen und dem RSV Meinerzhagen abgesagt.

Baum kippt auf Auto: Sechs Sturm-Einsätze für die Feuerwehr

14.06 Uhr: Als erstes traf der Sturm die Region rund um Aachen. Ein Baum stürzte auf die Bahnstrecke zwischen Aachen und Mönchengladbach und blockierte sie mehrere Stunden lang. An der Autobahn 44 fielen Äste auf die Fahrbahn. Lediglich im äußersten Norden schätzen die Meteorologen die Gefahr durch Sturm Eberhard am Sonntag weniger groß ein.

14.03 Uhr: "Eberhard" nimmt langsam Fahrt auf. Hier geht es zu den aktuellen Wetterwarnungen für den Kreis Soest, den Märkischen Kreis, das gesamte Sauerland und Hamm. Hier wurde auch der Tierpark geschlossen.

13.57 Uhr: In Herscheid im Märkischen Kreis sind Teile eines Daches abgedeckt worden.

Einsatz in Budberg

13.42 Uhr: Das war die Samstagbilanz aus Werl im Kreis Soest. Fast zeitgleich wurde sie gegen 17 Uhr nach Hilbeck und in den Stadtwald gerufen. In Hilbeck wurde ein Baum entwurzelt und lag auf dem Heideweg. Dieser wurde durch die Wehrleute entfernt. Im Stadtwald drohte ein Baum auf das Waldlabor zu stürzen. Die Löschzüge Stadtmitte waren rund eine Stunde damit beschäftigt, den Baum zu beseitigen. Kurze Zeit später um 17.48 Uhr war die Gemeinschaftshalle in Budberg von einem umstürzenden Baum bedroht. Die Löschgruppen Budberg, Hilbeck und Stadtmitte konnten Schlimmeres verhindern. Gegen 18.45 Uhr unterstützte die Werler Wehr die Kameraden in Sieveringen. Auch dort auf der Soester Straße war ein Baum kurz davor, auf die Straße zu stürzen.

Frontal mit Auto kollidiert: Zwei Pferde sterben bei Unfall

13.31 Uhr: Besonders heftig soll es im Sauerland werden. "Vermeiden Sie den Aufenthalt im Freien!", schreibt der Wetterdienst

13.13 Uhr: In ganz Nordrhein-Westfalen wird es am Sonntag stürmisch: Der hat daher eine amtliche Warnung für das gesamte Land herausgegeben. Demnach treten "orkanartike Böen" mit Geschwindigkeiten um 110 km/h aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 120 km/h gerechnet werden.

Der Wetterdienst warnt deshalb: "Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!" Es könnten zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Die Menschen sollten besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände achten. 

So war die Lage am Samstag:

Die Feuerwehren sind am Samstag zu zahlreichen sturmbedingten Einsätzen ausgerückt. Zwischenzeitlich war die A 45 gesperrt, weil eine Warntafel auf die Fahrbahn gefallen war. An vielen Stellen in NRW sind Bäume umgestürzt - auf Autos, Dächer und Stromleitungen. Im Ruhrgebiet gab es Probleme mit dem Bahnverkehr.

Es war einer der ersten größeren Einsätze: Nach Informationen der Polizei wurde einmal ein umgestürzter Baum auf der A45 gemeldet - in einer anderen Alarmierung war die Rede von einer umgestürzten Warntafel auf der Fahrbahn. Wie die Polizei schließlich mitteilte, handelte es sich letztlich um eine Warntafel. Nach einem Räumungseinsatz konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Allerdings mussten sich Autofahrer vorher teils recht lange im Stau gedulden, denn in Fahrtrichtung Frankfurt war die A 45 voll gesperrt.

Diese Sturmauswirkungen gab es im Kreis Soest:

Der Sturm hat auch im Kreis Soest gewütet: Die Feuerwehren waren im ganzen Kreisgebiet im Einsatz. Unter anderem in Werl-Hilbeck, Lippetal-Herzfeld, Bad Sassendorf-Bettinghausen und Soest wurden sie um kurz nach 17 Uhr nahezu zeitgleich zu sturmbedingten Einsätzen alarmiert.

Wie in vielen anderen Orten lag auch in Warstein Niederbergheim ein Baum quer über der Straße. In diesem Fall allerdings mit etwas größeren Folgen. Der Baum war direkt auf einer Stromleitung gelandet und durchtrennte diese. Deshalb ist dort die Straßenbeleuchtung ausgefallen. 

In Warstein Niederbergheim durchtrennte ein umstürzender Baum eine Stromleitung. 

Kai Weets, Pressesprecher der Feuerwehr Soest, zog gegen 19.30 Uhr ein erstes Fazit über das Geschehen im Soester Stadtgebiet. Mit etwa 35 Einsatzkräften aus zwei Löschzügen ist die Feuerwehr demnach zu sechs Einsätzen ausgerückt. Es handelte sich jedes Mal um umgestürzte Bäume. In einem Fall landete ein Baum auf einem Carport. Es blieb bei Sachschäden, Personen kamen nicht zu Schaden. Der Starkregen, der zwischendurch immer wieder einsetzte, erschwerte manchmal die Räumungsarbeiten. "Wenn sich die angeknacksten Bäume mit Wasser vollsaugen, werden sie schwerer", erklärte Weets.

Zahlreiche Straßen in und um Soest mussten für die Dauer der Feuerwehreinsätze gesperrt werden.

Auch im Märkischen Kreis viele Einsätze

Auch im Märkischen Kreis waren nach Aussagen von Feuerwehr und Polizei die Notrufleitungen ständig besetzt. Es gab zahlreiche Sturmschäden. 

Für die Lüdenscheider Feuerwehr waren es insgesamt 16 Einsätze vom Nachmittag bis zum frühen Abend. Am Versedreieck musste die Straße Richtung Herscheid wegen mehrerer umgestürzter Bäume vorübergehend gesperrt werden. Auch an der Freisenbergstraße kam es zur Sperrung wegen eines umgestürzten Baumes, teilte die Polizei mit.

Sturmtief zerstört Wohnhaus

Eine Familie an der Kalve wurde von dem Sturmtief besonders stark getroffen. Ein Baumstamm kippte auf die Giebelseite ihres Einfamilienhauses und verursachte schwere Schäden am Mauerwerk, Schornstein und Dach. Die Feuerwehr musste sich vor Ort um die nötigste Absicherung kümmern, verletzt wurde glücklicherweise niemand. 

Allerdings: Der Einsatzleiter musste das Haus für einsturzgefährdet erklären: "Das muss nun bei Tageslicht ein Statiker genau prüfen. Wir sehen nur die äußerlichen Schäden, da müssen wir Schlimmeres einkalkulieren", wurde die Maßnahme erklärt. Die Familie mit zwei kleinen Kindern muss nun mit den wichtigsten Habseligkeiten ihr Heim verlassen und wird in einer Ersatzwohnung einquartiert. Der Schreck war allen ins Gesicht geschrieben, allerdings war man auch froh, dass niemand zu Schaden kam.

Das war sonst noch los im Kreis MK:

In Hemer wütete der Sturm in Verbindung mit einem Gewitter: Dort schlug kurz nach 17 Uhr ein Blitz in einen Kamin ein. Nach ersten Schätzungen entstand dabei ein Schaden von rund 40.000 Euro, insbesondere am Dachstuhl des Hauses. 

Die Feuerwehr rückte im gesamten Märkischen Kreis zwischen 15.45 und circa 19 Uhr 73 Mal aus. In der Zeit rund um 17 Uhr liefen die meisten Notrufe in der Leitstelle ein, die nach und nach abgearbeitet wurden. Fast alle Feuerwehren beziehungsweise Löschzüge waren im Einsatz.

Sturmtiefs wüten über NRW

Die Polizei zählte für ihre Beamten bis zum frühen Abend kreisweit 33 Einsätze in Folge des Sturms. In den meisten Fällen ging es um umgestürzte Bäume oder Gefahrenstellen durch umherfliegende Teile. Die gute Nachricht dabei: Es wurde niemand verletzt.

Auch die Einsatzkräfte blieben nicht verschont, denn in Balve trafen gegen 17 Uhr Teile eines Baumes an der Straße Helle einen vorbeifahrenden Streifenwagen. Kurz zuvor hatte in Halver-Hohenplanken eine Sturmbö während der Fahrt den Anhänger eines Pkws umgerissen. Dabei wurden Hänger und Auto schwer beschädigt. Gegen 17.20 Uhr traf ein umstürzender Baum auf der Ütterlingser Straße in Werdohl einen vorbeifahrenden Wagen. Zur selben Zeit flogen in Menden Dachpfannen auf ein geparktes Auto.

In Plettenberg war die Feuerwehr wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Einsatz: unter anderem an der Kroppstraße Richtung Landemert, an der K5 in Landemert, an der Ebbetalstraße und am Brockhauser Weg. Im Einsatz waren die Einheiten Wache, Eiringhausen, Östertal und Holthausen. 

Insgesamt waren es neun Einsätze in Plettenberg, einer überörtlich in Herscheid. Der Verbindungsweg Tanneneck zwischen Plettenberg und Pasel bleibt wegen eines umgestürztem Baumes bis voraussichtlich Montag gesperrt.

Diesen Renault Twingo hat ein umstürzender Baum erwischt. 

In Herscheid-Wellin hat der Sturm ein Dach großflächlich abgedeckt. Glück im Unglück: Die verwendeten Materialien ließen sich offenbar gut wiederverwenden. Die Feuerwehr packte tatkräftig mit an, und so konnte der Schaden größtenteils wieder behoben werden. Am Abend beruhigte sich schließlich die Wetterlage im Kreis etwas.

In Herscheid-Wellin hat der Sturm ein Dach großflächlich abgedeckt.

So ist die Lage in Hamm

In Hamm hatte die Feuerwehr ebenfalls gut zu tun. Es wurden mehrere umgeknickte Bäume gemeldet, hieß es. Die Aufräumarbeiten dauerten eine ganze Weile an. Schlimme Unglücksfälle habe es nach aktuellem Kenntnisstand aber nicht gegeben. Konkrete Zahlen, wie viele Einsätze aufliefen, konnte die Feuerwehr auf Anfrage aber noch nicht nennen. Die Auswertung dauere noch an - vereinzelt auch noch Aufräumarbeiten.

Sturm reißt auch zwischen Sundern und Arnsberg Bäume mit sich

Auf der Hellefelder Höhe zwischen Sundern-Hellefeld und Arnsberg sind durch Sturmböen mehrere Bäume umgestürzt, die Feuerwehr war vor Ort, um diese von der Straße zu räumen. Für Autofahrer war die Durchfahrt solange nicht möglich.

Umgestürzte Bäume zwischen Sundern und Arnsberg.

Probleme im Bahnverkehr im Ruhrgebiet

Mit Sturmböen und Gewitter hat das Sturmtief Dragi nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch für Probleme im Bahnverkehr gesorgt. Mehrere Strecken mussten wegen Sturmschäden gesperrt werden. Behinderungen gab es - neben den Problemen auf der A 45 - auch auf der Autobahn 40: Bei Bochum war die Fahrbahn des Ruhrschnellwegs überflutet, Autofahrer sollten langsam und vorsichtig fahren. "Vor allem in der Mitte und im Norden Nordrhein-Westfalens kommt es zu Windstärken bis zu 115 Stundenkilometern", warnte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen.

Im Bahnverkehr war vor allem das nördliche Ruhrgebiet betroffen. Zwischen Herne und Gelsenkirchen wurde der Zugverkehr der Regionalbahn 43 wegen Unwetterschäden gestoppt. Zwischen Haltern am See und Sythen war ein Baum ins Gleis gefallen. Dort könnten Züge der Linien RE2 und RE42 die Strecke nur eingleisig passieren und es komme zu Verspätungen, teilte die Deutsche Bahn mit. Abellio meldete Ausfälle auf der Regionalbahn-Linie 46 zwischen Bochum und Gelsenkirchen. Dort war die Oberleitung beschädigt. Auf der Strecke zwischen Köln und Siegen sorgte ein Sturmeinsatz der Feuerwehr für Ausfälle beim RE9 zwischen Wissen und Au.

Quelle: wa.de

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