Wetter-Live-Ticker

Sturm und Schnee: Das war Orkantief "Xaver"

[UPDATE 13.00 Uhr] Das Orkantief "Xaver" ist in der Nacht zu Freitag über Nordrhein-Westfalen abgeflaut und hat keine neuen Schäden angerichtet. Alle Infos zum Nachlesen gibt's in unserem Live-Ticker:

Unser Liveticker vom Freitag

13.00 Uhr:  ++ Abschlussmeldung ++

Mit dem Orkantief "Xaver" ist der Schnee nach Nordrhein-Westfalen gekommen. In Sauerland, Bergischem Land und Siegerland gab es nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia kräftige Schauer. Im Bergischen Land und im Sauerland wurden bis zu 15 Zentimeter Schnee gemessen. Hielt sich "Xaver" was den Sturm angeht in Nordrhein-Westfalen eher zurück, brach mit dem Schnee auf der A 45 im Sauerland das Chaos aus. Nach Angaben der Autobahnpolizei Dortmund standen am Freitag auf glatten Fahrbahnen Lastwagen quer. Der Verkehr staute sich bei Meinerzhagen in beiden Richtungen auf 20 Kilometer. Streufahrzeuge kamen nicht durch.

Sturmtief "Xaver" sorgt für Schneechaos auf der A45

13.00 Uhr: Wegen eines umgestürzten Baums haben Reisende im Münsterland am Donnerstagabend stundenlang in einem Zug festgesessen. Die Passagiere der privaten Eurobahn zwischen Münster und Dortmund mussten mehr als fünf Stunden südlich von Münster ausharren. Das bestätigte der Privatbahnbetreiber Keolis am Freitag. Oberleitung und Bahn seien im Sturm durch den herabgestürzten Baum auf freier Strecke in Ascheberg-Davensberg erheblich beschädigt worden, berichtete eine Sprecherin. "Es ging nicht mehr weiter für die Fahrgäste." Die Evakuierung habe einige Stunden gedauert. Als Infrastrukturbetreiber sei die Deutsche Bahn für das Umfeld zuständig. Nach Bahnangaben war die Oberleitung nach etwa drei Stunden wieder frei. Dann musste von Keolis ein neuer Zug organisiert werden.

Chaos durch Schnee und Sturm im Märkischen Kreis

Chaos durch Schnee und Sturm im Märkischen Kreis

12.00 Uhr: Erstes Aufatmen nach einer stürmischen Nacht: Bis in den Freitag hinein hat "Xaver" über die Küsten und Schleswig-Holstein hinweggefegt, aber große Schäden verursachte das Unwetter offenkundig nicht. Bis zum Vormittag wurden auch keine Schwerverletzten gemeldet.

11.20 Uhr: Nach einem Unfall ist die Ausfahrt Siegen-Süd (A45 Hagen Richtung Gießen) gesperrt.

11.15 Uhr: "Xaver" hat in weiten Teilen Deutschlands eine stürmische Nikolausnacht beschert. Eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte traf die Millionenmetropole Hamburg am Freitagmorgen.

Trotz hoher Windgeschwindigkeiten richtete der Sturm aber selbst in den am härtesten betroffenen Regionen im Norden vergleichsweise geringe Schäden an. Vielerorts brachte die Nacht einen Wintereinbruch mit Schnee. In Flug- und Bahnverkehr kam es zu Ausfällen und Verspätungen. In fast allen Bundesländern stürzten Bäume um, es gab tausende Feuerwehreinsätze und Glätte-Unfälle. Auch in den Niederlanden, Skandinavien, Belgien, Polen oder Großbritannien ging es jedoch meist glimpflich aus.

Umgekippt liegt in Berlin der Weihnachtsbaum im Garten von Schloss Bellevue.

10.50 Uhr: Orkantief "Xaver" hat Deutschlands Weihnachtsbaum Nr. 1 umgerissen: Die 13 Meter hohe Tanne vor dem Berliner Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Joachim Gauck, wurde in der Nacht zu Freitag von heftigen Windböen umgeworfen. Verletzt wurde niemand, wie eine Sprecherin sagte. Am Freitag sollte der Baum wieder aufgerichtet werden.

10.45 Uhr: Die Bahn meldet online kaum noch Verspätungen. DieStrecken Dortmund–Münster, Dortmund–Hamm, Unna–Soest und Oberhausen–Emmerich scheinen wieder komplett frei zu sein.

10.40 Uhr: Auf der A45 meldet der WDR weiterhin Schneeglätte und stockenden Verkehr. Die A46 ist wieder frei.

Mehr Stauinfos finden Sie in der WDR Verkehrslage.

10.40 Uhr: Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist nach einer Sperrung wegen umgestürzter Bäume wieder frei. Das teilte ein Bahnsprecher am Vormittag in Berlin mit. Im Orkan "Xaver" war auch auf die Strecke Hannover-Hamburg ein Baum gefallen. Sie sei inzwischen wieder eingleisig befahrbar, noch im Laufe des Vormittags solle auch das zweite Gleis freigeräumt werden, teilte der Sprecher mit.

10.05 Uhr: Der Fußballkreis Lüdenscheid sagt alle Spiele auf Kreisebene auch für den Jugendbereich ab.

Orkantief "Xaver": Die Bilder von Freitag

So wütet Orkantief "Xaver"

10.00 Uhr: Die Warnungen für Unwetter in NRW  sind laut dem Deutschem Wetterdienst mittlerweile alle ausgelaufen. In der Nacht zu Freitag hat das Orkantief keine neuen Schäden angerichtet. Ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei sagte am Morgen, es sei eine verhältnismäßig ruhige Nacht gewesen.

9.50 Uhr: In Polen sind mehr als 100.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Herabfallende Äste und umstürzende Bäume zerrissen Stromleitungen in mehreren Regionen Polens, teilte ein Feuerwehrsprecher im Nachrichtensender TVN 24 am Freitag mit.

9.50 Uhr: Hunderte Menschen in Großbritanniens Küstenregionen haben die Nacht in Schulen und anderen Notunterkünften verbracht. Aus Vorsicht vor Sturmfluten und möglichen Überschwemmungen hatten die Behörden vielen Menschen mit Häusern am Meer geraten, sich in Sicherheit zu bringen. Auch heute gelten für zahlreiche Orte noch Sturm- und Unwetterwarnungen. Vielerorts ging das Wasser aber zurück und der Sturm war vorbeigezogen. Über Schäden ist noch nichts bekannt. Gestern waren zwei Menschen in Großbritannien ums Leben gekommen.

9.45 Uhr: Wegen des Orkantiefs über Norddeutschland hat die Lufthansa für heute weitere Flüge gestrichen. Am Morgen standen rund 70 abgesagte Verbindungen auf der Website des Unternehmens. Betroffen waren vor allem Inlandsflüge von und nach Norddeutschland.

Das Unwetter im Ruhrgebiet - Impressionen aus Hamm

9.40 Uhr: Vor allen die Autobahnen im Märkischen Kreis sind betroffen: Auf der A45 und A46 haben Räumdienste Probleme durchzukommen - einige LKW sind liegengeblieben. Insgesamt wurden im Kreis MK rund 30 Einsätze gezählt. Im Hönnetal krachte ein Baum auf ein Auto. Verletzt wurde dabei niemand. Auch bei allen anderen Unfällen blieb es bei Blechschäden. Bis zum Abend werden noch Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 km/h (Windstärke 9) erwartet.

STAUINFO:

A45: Hagen Richtung Gießen zwischen Lüdenscheid-Süd und Olpe: 15 Kilometer stockender Verkehr.

A45: Gießen Richtung Hagen ab Olpe-Süd: Mehr als 10 Kilometer Stau.

9.20 Uhr: Die Webcams aus unseren Regionen zeigen die aktuelle Lage: der Hammer Marktplatz, die Talsperre am Möhnesee, die Innenstadt Meinerzhagen und der Lüdenscheider Rathausplatz.

9.15 Uhr: Das Bremer Weserstadion in der Nacht verschont. Das durch das Unwetter gefährdete Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München kann an diesem Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen werden.

9.10 Uhr: Im Märkischen Kreis gibt es wegen Schneefall und Eisglätte viele Behinderungen im Straßenverkehr. Der Räumungsdienst ist im Einsatz: "Die Straße ist glatt. Die LKW kommen wie immer die Steigungen nicht rauf, blockieren die Fahrbahn, so dass auch die Streufahrzeuge zum Teil nicht durchkommen", so ein Polizeisprecher.

9.10 Uhr: Zu mehr als 2000 Einsätzen hat das Orkantief "Xaver" bis Freitagmorgen die Feuerwehren in Schleswig-Holstein gezwungen. Schwerpunkt war die Westküste, berichtete der Landesfeuerwehrverband. Bei fast allen Einsätzen mussten abgebrochene oder entwurzelte Bäume geräumt werden. In Elmshorn rammte eine Regionalbahn einen umgestürzten Baum. Insgesamt verlief die Nacht für die Feuerwehren weniger dramatisch als bei Sturmtief "Christian" Ende Oktober, hieß es. Schwerverletzte oder große Schäden wurden nicht gemeldet.

9.05 Uhr: Der Zugverkehr in Norddeutschland ist weiterhin stark eingeschränkt. Wie die Deutsche Bahn am Freitagmorgen mitteilte, ist der Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein weiterhin eingestellt. Wegen auf die Gleise gefallener Bäume oder beschädigter Oberleitungen mussten in der Nacht zum Freitag im nördlichsten Bundesland sowie in Teilen von Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sowie in Hamburg und Berlin zahlreiche Zugstrecken gesperrt werden.

So tobte der Orkan "Xaver" in Deutschland:

Orkan "Xaver": Die Bilder von Donnerstag

9.00 Uhr: Die Feuerwehren im Kreis Soest zogen am Morgen Bilanz unter die Sturmnacht. Insgesamt wurden 42 Einsätze wegen Xaver gefahren. "Zum Glück nichts Dramatisches dabei", sagte ein Mitarbeiter der Leitstelle. Fast alle Einsätze wurden durch umgestürzte Bäume verursacht. Verletzt wurde aber durch den Sturm im Keis Soest niemand. Auch die Polizei vermeldete nach Abflauen des Winds eine ruhige Nacht. Probleme bereiteten am Morgen eher die glatten Straßen. Bislang blieb es aber bei Blechschäden.

8.41 Uhr: Auf der Zugstrecke zwischen Soest und Dortmund läuft's noch nicht rund. Die Eurobahn meldet einen weiteren Zugausfall.

8.21 Uhr: Ein Kollege aus der Redaktion Altena meldet sich: Die Hauptstraßen zwischen Altena und Lüdenscheid sind frei, die Winterdienste sind massiv unterwegs.

7.50 Uhr:  Auf der Sauerlandlinie geht es nur im Schneckentempo voran. Zwischen Hagen und Lüdenscheid blockieren in beiden Richtungen mehrere Fahrzeuge die Autobahn. Der Verkehr staut sich auf 20 Kilometer Länge. Autofahrer sollten - wenn möglich - die Autobahn meiden.

Ständig aktuelle Verkehrshinweise gibt es auf der Internetseite von Radio MK.

7.48 Uhr: Nach dem Sturm kam der Schnee. In den höheren Lagen des Märkischem Kreises gibt es eine mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht - es kommt zu Behinderungen im Berufsverkehr. Die Busse der MVG haben Verspätungen und fahren einige Haltestellen gar nicht an.

Eine Übersicht über die Behinderungen gibt es auf der Internetseite der MVG.

7.45 Uhr: "Aufgrund der Sturmschäden durch Orkan Xaver kann es auf dem gesamten Netz der Eurobahn auch am Freitag zu Einschränkungen kommen", meldet das Unternehmen.

Aktuelle Hinweise über Ausfälle und Verspätungen twittert die Eurobahn hier.

7.14 Uhr: Ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei sagte am Morgen, es sei eine verhältnismäßig ruhige Nacht gewesen. Vereinzelt meldeten Feuerwehren noch umgestürzte Bäume, die zersägt und weggeräumt wurden. Auch im Sauerland blockierten Bäume noch Straßen. Am Morgen gab es dort zudem eine leichte Schneedecke. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Verkehrslage aber als entspannt.

Am Donnerstagabend hatte der Sturm, der teils mit Böen von bis zu 105 Stundenkilometern über NRW fegte, den Rettungskräften im Land Hunderte Einsätze beschert. Allein in Köln rückten Helfer 90 Mal aus. Auch bei der Bahn gab es erhebliche Beeinträchtigungen und Störungen, im Bereich Dortmund blieben Strecken gesperrt. Einer Sprecherin zufolge waren die Schäden, die der Sturm an Gleisen und Oberleitungen verursachte, aber größtenteils wieder behoben, bevor der Berufsverkehr am Freitagmorgen startete. Auch am Flughafen Düsseldorf lief der Betrieb wieder planmäßig.

Unser Liveticker vom Donnerstag 

22.04 Uhr:Das Orkantief „Xaver“ hat auch in Warstein für Sturmeinsätze gesorgt, verletzt wurde niemand. Wegen umgefallener Bäume und herabgestürzter Äste ist die Sauerlandstraße (Landstraße 856) zwischen Niederbergheim und Hirschberg wahrscheinlich noch bis Freitagmorgen gesperrt. In Allagen ist ein Baum auf ein geparktes Auto gestürzt. Auch hier kam niemand zu Schaden.

20.32 Uhr: An dieser Stelle beenden wir den Unwetter-Ticker für die Region vorläufig. Weitere Informationen und Entwicklungen hält in der Nacht unserere Panorama-Redaktion hier im Ressort für Sie parat. Achtung: Auch wenn das Gröbste durch ist, kann es auch in Westfalen weiterhin örtlich Sturmböen geben!

20.30 Uhr: Die Bahn hat aktuelle Informationen zu den erheblichen Problemen in der Region infolge von Blitzen und umgestürzten Bäumen gemeldet: Gesperrt sind derzeit die Strecken Dortmund–Münster, Dortmund–Hamm, Unna–Soest und Oberhausen–Emmerich für den Regional- und Fernverkehr. Die Bahn hat eine kostenlose Sondertelefonnummer (08000) 996633 für Reiseauskünfte geschaltet. Aktuelle Informationen gibt es außerdem auf www.bahn.de und den mobilen Services der Deutschen Bahn. Wenn Fahrgäste wegen des Orkans auf andere Züge ausweichen müssen, gelten Fahrkarten mit Zugbindung für Donnerstag und Freitag auch in diesen Zügen.

20.10 Uhr: Der katholische Kindergarten-Träger Kita-Hellweg GmbH hält am Freitag alle seine 46 Kindertagesstätten im Dekanat Hellweg (betroffen ist der Kreis Soest sowie der Osten von Hamm) am Freitag geschlossen. Grund sei, dass man nicht wisse, wie sich der Sturm weiterentwickelt und ob womöglich Schäden an den Kindergärten, etwa durch umgestürzte Bäume, vorhanden seien. Einen Notdienst für Eltern, die ihre Kinder nicht anderweitig betreuen lassen können, gebe es nicht.

19.55 Uhr: Auch die Hammer Polizei hat ihre Bilanz gemeldet - wir zitieren: "In der Zeit von 12 bis 20 Uhr registrierte die Leitstelle der Hammer Polizei zehn Einsätze, die durch Gewitter/Sturm ausgelöst wurden. In den meisten Fällen mussten dabei umgefallene Bäume durch die Feuerwehr entsorgt werden und gleichzeitig gewährleistete die Polizei durch Ableitungsmaßnahmen die Sicherheit des Straßenverkehrs. In einem Fall hatte sich ein abgestellter Anhänger selbständig gemacht. Personenschäden waren bislang nicht zu verzeichnen."

19.50 Uhr: Die Bahnstrecke Dortmund-Münster ist in Höhe Davensberg wegen eines auf die Oberleitung gestürztes Baumes in beiden Richtungen voll gesperrt. Ein Eurobahn-Zug kann den Bahnhof deshalb nicht anfahren, wie die Deutsche Bahn berichtete. Auch am Bahnhof Hamm warteten Reisende auf ihre verspäteten Züge; unter anderem gab es massive Verspätungen von Zügen aus Münster in Richtung Paderborn. Auch der Fernverkehr war teilweise betroffen; so hielt ein ICE Richtung Berlin außergewöhnlich lange in Hamm, weil sich offenbar ein anzukoppelnder Zugteil verspätete.

19.25 Uhr: Blick nach Bremen: Das Bundesliga-Spiel zwischen Werder und dem FC Bayern am Samstag ist durch Xaver gefährdet. Werder hat am Donnerstag den Erdgeschossbereich des Bremer Weserstadions vorsichtshalber evakuiert und technische Geräte wie auch Mobiliar in die nächsthöhere Etage gebracht. Grund ist eine Sturmflutwarnung wegen des Orkantiefs.

19.15 Uhr: Auch die Feuerwehr im Kreis Soest hat Bilanz gezogen: Bis 19 Uhr wurden rund 20 Einsätze gefahren, die meisten davon wegen umgestürzter Bäume. Verletzt wurde bislang im Kreis durch Xaver aber niemand.

18.55 Uhr: Die Hammer Feuerwehr hat ihre Sturmeinsätze für den Xaver-Donnerstag bilanziert. Demnach wurden insgesamt 13 Einsätze gefahren. Personenschäden wurden nicht gemeldet, ebenso kaum nennenswerte Sachschäden. Inzwischen beruhigt sich die Wetterlage.

18.20 Uhr: Auf der Rathenaustraße in Hamm ist ein Baum umgefallen; die Staße ist zurzeit komplett gesperrt.

18.10 Uhr: "Xaver" hat in G roßbritannien einen zweiten Menschen das Leben gekostet. Der Mann starb in einem Park in der Grafschaft Nottinghamshire in der Mitte Englands, nachdem ein Baum auf ihn gefallen war.

Hagel in Bockum-Hövel.

18.05 Uhr: Aktuelle lokale  Infos für die Stadt Hamm übermittelt die Wetterstation am Hammer Flugplatz. Der „Meteorological Aviation Routine Weather Report“, kurz: METAR, ermittelt im Halbstundentakt Angaben wie Sicht, Temperatur und Taupunkt. Zu sehen auf www.flugplatz-hamm.de, wo auch die Begrifflichkeiten erklärt werden. Die Infos sind hauptsächlich für Piloten. Aber interessierte Bürger können daraus "ihre Rückschlüsse ziehen".

18 Uhr: In Hamm  hat ein schweres Gewitter eingesetzt; aus Teilen des Stadtgebiets werden dicke Hagelkörner gemeldet.

17.50 Uhr: Die Feuerwehren in Hamm und Soest melden nur wenige Einsätze wegen des Sturms - zusammen waren es bis zum späten Donnerstagnachmittag nichtmal zehn. Auch Personenschäden werden zum Glück nicht gemeldet. In Hamm meldete die Feuerwehr lediglich einen entwurzelten Baum in Westünnen, ein Baugerüst an der Heessener Asternstraße, an dem sich Teile zu lösen drohten, sowie lose Dachziegeln eines Gebäudes an der Viktoriastraße

17.45 Uhr: Das Riesenrad auf dem Essener Weihnachtsmarkt hat den Betrieb eingestellt. In den Gondeln sei es "jetzt nicht mehr so gemütlich", hieß es. Die Buden auf dem Essener Weihnachtsmarkt haben weiter geöffnet.

17.35 Uhr: Zur Erinnerung: Hier gelangen Sie zur aktuellen Gefahrenkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

17.22 Uhr: In der Nacht zu Freitag sollte die Schneefallgrenze bis in die Tallagen sinken. Oberhalb von etwa 200 Metern könnte der Schnee liegen bleiben, melden die Wetterdienste. Am Freitagmorgen werde es vor allem im äußersten Nordosten von NRW noch stürmisch sein. Erst in der Nacht zu Samstag soll das Unwetter in allen Landesteilen vorüber sein.

17.20 Uhr: Die für die Nacht auf Freitag geplante Sperrung der A59 in Duisburg musste verschoben werden. Wie der Landesbetrieb Straßenbau NRW mitteilte, sind Kranarbeiten und das Hantieren mit 25 Tonnen schweren Stahlteilen bei den zu erwartenden Böen nicht möglich.

17.18 Uhr: Der Orkan wirkte sich auch auf den Betrieb an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf aus. Vor allem Flüge nach oder aus Norden mussten abgesagt werden. Am Flughafen Düsseldorf fielen bis zu späten Nachmittag 33 Starts und Landungen aus. Am Flughafen Köln/Bonn blieben vier Flugzeuge am Boden. Der Flugbetrieb am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) lief dagegen störungsfrei.

17.10 Uhr: Der Türmer von Münster will sich von "Xaver" nicht einschüchtern lassen. Während die Weihnachtsmärkte am Freitag in Münster geschlossen blieben, wollte der 70-Jährige Wolfram Schulze seinen Dienst in 75 Meter Höhe am Abend antreten. "Das macht mir nichts aus. Damals bei "Kyrill" war ich auch hier oben." Die Stadtverwaltung betonte, Türmer Schulze mache das freiwillig. Der Türmer bläst im 30-Minuten-Takt zwischen 21 und 24 Uhr in ein kupfernes Horn.

17 Uhr: Die heftigsten Böen des Sturms werden in NRW zwischen 17 Uhr und 20 Uhr erwartet. Hier haben wir einen weiteren Live-Ticker am Start, der sich besonders um die Entwicklung im hohen Norden kümmert.

Frischer Schnee in Meinerzhagen.

16.55 Uhr: Die ersten Zugverspätungen in NRW. Zu witterungsbedingten Störungen kommt es auf der Strecke zwischen Münster Hbf und Recklinghausen Hbf, sowie zwischen Dülmen und Recklinghausen Hbf.

16.50 Uhr: Der Busverkehr in Nordfriesland wurde komplett eingestellt. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch nicht absehbar, sagte eine Sprecherin. Es müsse abgewartet werden, wie stark Orkan "Xaver" noch wüte und wie sich die Straßenverhältnisse entwickelten. Die Busse des Unternehmens fahren unter anderem in Niebüll, Husum und St. Peter-Ording.

16.45 Uhr: Im Märkischen Kreis  warnt der Deutsche Wetterdienstvor starken Schneeverwehungen. Im Laufe der Nacht zu Freitag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Talllagen. Es wird mit über 10 Zentimetern Neuschnee gerechnet.

Ein Bild unserer Webcam aus Lüdenscheid.

16.40 Uhr: In Dänemark waren am Nachmittag alle größeren Brücken gesperrt, darunter die Öresund-Brücke, die das Land mit Schweden verbindet. An der Westküste Jütlands flogen Dachziegel von den Häusern. Die Polizei riet davon ab, auf die Straße zu gehen. Der Zugverkehr sollte im Laufe des Tages im ganzen Land eingestellt werden. Auch in Südschweden wurden etwa 20 Bahnstrecken gesperrt, Fähren fuhren nicht mehr, in Oslo fielen Flüge aus.

16.35 Uhr: In Lippstadt tummeln sich nur noch wenige auf dem Weihnachtsmarkt. Viele Stände sind bereits dicht.

16.30 Uhr: Nicht der Wind, sondern der Schnee könnte den Menschen im südlichen Märkischen Kreis  in den kommenden Stunden zu schaffen machen. Anhaltende Schneefälle verwandeln die Region derzeit in eine Winterlandschaft. Noch ist die Lage auf den Straßen aber entspannt.

16.25 Uhr: Entgegen aller Gerüchte: In Hamm  findet der Unterricht am Freitag in allen Hammer Schulen regulär statt. Das bestätigte die Stadt Hamm auf Anfrage unserer Zeitung.

Ein Polizist forderte in Blankenberge (Belgien) an der Nordsee zwei junge Surfer auf den Strandbereich zu verlassen. 

16.25 Uhr: Altkanzler Helmut Schmidt (SPD)hält die Gefahr von Überschwemmungen und Zerstörungen durch das Sturmtief "Xaver" für geringer als bei der Hamburger Sturmflut 1962. "Wenn es beim Ausmaß von 1962 bleibt, ist das nicht sehr schlimm", sagte er der "Bild"-

16.20 Uhr: Aus sicherheitstechnischen Gründen schließt nun auch der Soe ster Weihnachtsmarkt wegen der bestehenden Unwetterwarnung.

16.15 Uhr: Auch am Freitag fällt die Schule in Hamburg aus. An allen Schulen werde es aber ein Betreuungsangebot geben, sagte ein Sprecher der Schulbehörde am Donnerstag.

16.15 Uhr: Die allerstärkste der drei angekündigten Sturmfluten sollen Hamburg, laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Freitagmorgen um 6 Uhr  treffen. Die schwere Sturmflut beunruhigt aber niemanden: „Das ist noch kein Problem für die Deiche“, betonte Sylvin Müller-Navarra vom BSH. „Das ist alles im Rahmen dessen, was leicht abgefangen werden kann.“ Die Hamburger sollten sich allerdings auf Überschwemmungen am Fischmarkt, der Speicherstadt und der Promenade der Hafencity einstellen.

16.10 Uhr: ++ Spitzenwerte noch nicht erreicht ++

Die Särke des Orkantiefs "Xaver" hat am Nachmittag weiter zugenommen. Die Spitzenwindgeschwindigkeiten lagen gegen 15.00 Uhr in List auf Sylt bei 126 Stundenkilometern. Eine Stunde zuvor waren es noch 115 gewesen. Der bislang höchste Wert wurde über der Deutschen Bucht mit 148 Stundenkilometern um 14.00 Uhr gemessen, sagte DWD-Meterorologe Rüdiger Hartig. Die Spitzengeschwindigkeiten erwartet er zwischen 17.00 Uhr und 21.00 Uhr.

15.55 Uhr: Der Sturm sorgt auch auf der Strecke des Hochgeschwindigkeitszuges Thalys zwischen Paris, Brüssel und Amsterdam für Verspätungen. Nach Angaben der Betreibergesellschaft vom Donnerstag sei am Abend mit Verzögerungen zwischen 60 und 75 Minuten in beiden Richtungen zu rechnen. Der Zug muss bei starkem Wind deutlich langsamer als sonst fahren. Bis zum Nachmittag waren jedoch zunächst keine Verbindungen gestrichen worden.

15.50 Uhr: Das NDR Fernsehen ändert aus aktuellem Anlass sein Programm: Die Auswirkungen des Orkantiefs "Xaver" stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Ab 20.15 Uhr übernimmt der NDR den Brennpunkt des Ersten "Orkan über Norddeutschland".

15.45 Uhr: Die Nordwestbahn hat den Zugverkehr  auf ihren vier nördlichsten Strecken eingestellt. Der Schienenverkehr zwischen Bremerhaven und Bremen, Nordenham und Hude, Wilhelmshaven und Oldenburg sowie zwischen Esens und Wilhelmshaven entfällt, wie das Osnabrücker Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet.

15.35 Uhr: In Bocholt (Kreis Borken) wurden der Weihnachts- und der Adventsmarkt vorsorglich abgesagt, auch der Wochenmarkt schloss eher als üblich. Das Museum des Klosters Bentlage (Rheine) blieb geschlossen, in Lemgo (Kreis Lippe) konnte der traditionelle "Kläschen-Markt" nicht eröffnet werden. Der Nikolausmarkt in Dorsten (Kreis Recklinghausen) wurde gegen Mittag abgebrochen.

15.30 Uhr: ++ Ausläufer des Orkantiefs "Xaver" haben Nordrhein-Westfalen erreicht ++ 

Orkan schleudert LKW auf Autos: Ein Toter und zwei Verletzte in Schottland.

In vielenStädten und Gemeinden des Münsterlandes und des Regierungsbezirks Arnsberg wurden Weihnachts- und Nikolausmärkte vorsorglich abgesagt. Die Behörden warnten die Menschen, sich im Freien aufzuhalten. Der schwere Sturm wirkte  sich auch auf den Betrieb an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf aus. Vor allem Flüge nach oder aus Norden mussten abgesagt werden. Dazu gehörten Glasgow, Manchester, Kopenhagen, Amsterdam und Hamburg.

15.25 Uhr: In Werl sollte es am Abend bei einem Vortrag um das Thema „Archäologie in der biblischen Welt“ gehen - aber auch hier: Absage wegen des Orkantiefs. Das teilte die Volkshochschule am Nachmittag auf Anfrage mit. Man habe nach Rücksprache mit dem Referenten aus Sicherheitsgründen so entschieden, sagte Werlers VHS-Chef Wolfgang Klesse. Der Vortrag werde nachgeholt, einen Termin gibt es aber noch nicht.

15.20 Uhr: Für die Schüler von Archigymnasium und Conrad-von-Soest-Gymnasium in Soest ist der Schultag seit der 6. Stunde beendet. Am Aldegrevergymnasium ist um 15.30 Uhr Schluss.

15.20 Uhr: Der aktuelle Blick auf unsere Webcams: Hammer Marktplatz, der Talsperre am Möhnesee und dem Lüdenscheider Rathausplatz.

15.15 Uhr: In Coesfeld wurde die Eröffnung des Weihnachtsmarktes abgesagt und auch Duisburg bereitet sich auf den Sturm vor. Als Vorsichtmaßnahme wurden unter anderem einige Gondeln des Riesenrads abmontiert.

15.10 Uhr: Entspannte zeigte sich am Mittag die Werler Feuerwehr. Man nehme die Warnstufe „Rot“ ernst, sagte Wehrleiter Karsten Korte. „Das ist schon nicht ohne.“ Dennoch bereitete man sich nicht speziell vor. Solche Warnungen gebe es schließlich häufiger. Mittags war noch nicht absehbar, ob und wenn ja wie heftig Werl vom Orkan getroffen wird. Korte brachte es auf eine einfache Formel: „Wenn nichts kommt, dann freuen wir uns. Und wenn etwas kommt, dann sind wir vorbereitet.“

15.00 Uhr: An der Norbertschule in Werl sorgte die Info zur Schulverkürzung für hektische Telefonate: Ab 13 Uhr wurde der Schulbetrieb eingestellt. 75 Kinder des Ganztags und des Schulkinderhauses waren betroffen. „Wir lassen die Kinder abholen, wo wir die Eltern erreichen“, sagte Schulleiter Josef Schnettker. Wo man Eltern nicht ans Telefon bekommen, blieben die Kinder „natürlich“ in der Schule und wurden betreut. Der „dringlichen Empfehlung“ des Kreises müsse man folgen, sagte Schnettker. „Denn wenn sonst etwas passiert, haben wir schlechte Karten“.

14.55 Uhr: In Flensburg hat der Führungsstab der Stadt vorsorglich den Katastrophenfall ausgerufen. Alle Freiwilligen Feuerwehren und das Technische Hilfswerk befinden sich in Alarmbereitschaft.

Der Hammer Weihnachtsmarkt ist jetzt definitiv zu.

14.40 Uhr: Vorläufer von "Xaver" brachten ersten Schnee auf den Brocken im Harz. Mehr als 30 Zentimeter Schnee lagen bereits am Donnerstagmorgen auf Niedersachsens höchstem Berg - bis Samstag soll die Schneedecke auf einen guten halben Meter anwachsen.

14.35 Uhr: Eigentlich hätten am Donnerstagmorgen alle Buden auf dem Hammer Weihnachtsmarkt  geschlossen seien müssen. Ordnungsamt und Stadtmarketing hatten jedoch nicht alle Budenbesitzer erreicht. Konsequenzen haben diese deshalb nicht zu fürchten. In diesen Minuten wird der Weihnachtsmarkt allerdings entgültig dicht gemacht: Die Haupttore werden geschlossen. Auch der Wochenmarkt ging um 13 Uhr regulär zu Ende.

14.30 Uhr: Die Nordsee überspülte auf der größten Hallig Langeneß zunächst die Nordwestspitze um das Hotel Anker's Hörn. Auch die benachbarte Hallig Hooge melde teils "Land unter". Mit Sandsäcken und Wasserabweisern  vor den Häusern, Schotten an Fenstern und Türen haben die Bewohner versucht, sich gegen die Sturmflut zu wappnen. Alle losen oder gefährdeten Gegenstände wurden sicher verstaut oder festgebunden, teils auch Dachziegel festgenagelt. Rinder wurden in Ställe oder kleine erhöhte Außenkoppeln auf den Warften in Sicherheit gebracht.

14.25 Uhr: In Anröchte, Ense, Soest und Lippstadt bleiben die Rathäuser geöffnet.

Postschiffer Fiede Nissen steht mit seinem Hund Bonnie auf der nordfriesische Hallig Langeneß (Schleswig-Holstein). Die Hallig Langeneß erwartet am Nachmittag "landunter".

14.20 Uhr: In Soest sind weitere Abendveranstaltungen abgesagt worden. Die Wirbelsäulengymnastik des TuS Ampen und die Step-Aerobic in der Hellweg-Turnhalle fallen aus.

14.15 Uhr: Auch im höherklassigen Fußball kommt es zu Einschränkungen. Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sein Training am Donnerstag wegen des Orkantiefs "Xaver" um zwei Stunden vorgezogen. Ursprünglich sollte erst um 16.00 Uhr geübt werden. Die Hamburger erwarten an diesem Samstag (15.30 Uhr) in der heimischen Arena den FC Augsburg.

14.15 Uhr: Der Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Lippstadt hat alle Spiele der F- und E-Junioren für das Wochenende vom 5. bis 8. Dezember abgesagt. Auch die Spiele der D-Junioren in Kreisliga A und Kreisliga B, sowie die C, B und A-Junioren-Spiele wurden abgesagt. Nachholtermin ist der 08.03.14.

14.10 Uhr: Das Orkantief nimmt an Stärke zu:  Um 13.00 Uhr fegten Orkanböen der Windstärke elf mit 115 Stundenkilometern über Helgoland hinweg, wie der Deutsche Wetterdienst auf seinen Internetseiten mitteilt. Eine Stunde zuvor wurden Spitzenwerte von 104 Stundenkilometern auf der Hochseeinsel gemessen.

Der Hammer Weihnachtsmarkt.

13.55 Uhr: Auf dem Hammer Weihnachtsmarkt ist es mittlerweile schon sehr leer. Einige Fressbuden sind jedoch immer noch geöffnet. Viele Hammer nutzen deshalb die Mittagspause, um doch noch Krapfen, Glühwein oder Bratwurst zu vertilgen. 

13.30 Uhr: Hamm scheint derzeit noch von den extremen Unwettern verschont zu bleiben. Der Screenshot vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zeigt die Situation in Nordrhein-Westfalen um 13.26 Uhr.

13.25 Uhr: Auswirkungen auf die Schifffahrt im Hamburger Hafen: Schon am Donnerstagmittag wurde nach Angaben der Hamburger Hafenbehörde HPA eine Windstärke von 7 erreicht.

13.10 Uhr: Die Abteilung Schulverwaltung in Soest weist darauf hin, dass ab 13 Uhr die Turnhallen der kreiseigenen Schulen geschlossen werden.

Das Schulamt für den Kreis Soest hat außerdem allen Grund-, Haupt- und Föderschulen im Kreis Soest empfohlen, ab 13 Uhr zu schließen. (Gymnasien unterliegen dem Schulamt der Stadt Soest. Hier gab es noch keine Empfehlung.)

Das Börde-Berufskolleg, das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg sowie das Lippe-Berufskolleg schließen um 13 Uhr. Auch die am Donnerstagnachmittag stattfindende offene Sprechstunde der Schulpsychologischen Beratungsstelle fällt aus.

12.54 Uhr: ++ Ein Toter und zwei Verletzte durch Orkantief "Xaver" in Schottland ++ 

Wie die Polizei mitteilte, schleuderte das Unwetter mit Windböen von bis zu 228 Stundenkilometern am Donnerstag in West Lothian, einem Landkreis in der Nähe von Edinburgh, einen Lastwagen auf mehrere andere Wagen. Dabei sei der Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden der Polizei zufolge durch umstürzende Bäume verletzt. 

12.50 Uhr: Im Hamburger Flugverkehr  kommt es zu massiven Störungen. Der Großteil der Landungen und Abflüge wurde gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Betroffen waren zunächst rund 100 Verbindungen, unter anderem nach München, Mailand und Stockholm. Flughafenmitarbeiter schoben geparkte Kleinflieger zur Sicherheit in Hallen und befestigten lose Container. "Wir sichern hier alles ab", sagte eine Sprecherin. Die Zahl der gestrichenen Flüge nehme minütlich zu. Auch für den Freitag gebe es erste Absagen.

12.47 Uhr: In ganz Schleswig-Holstein fällt am Freitag wegen des Orkantiefs "Xaver" der Schulunterricht aus. Dies teilte das Bildungsministerium mit. Am Donnerstag sollte spätestens um 13.00 Uhr Schluss sein.

12.41 Uhr: Gemeindebrandinspektor Michael Kling aus Nachrodt-Wiblingwerde  sieht dem Orkan-Tief relativ gelassen entgegen: "Für unsere Gemeinde gilt die Warnstufe orange, wahrscheinlich erwischt uns also nur ein Ausläufer des Orkans. Wir sind aber vorbereitet und in Alarmbereitschaft."

12.30 Uhr: Der Heimatverein Beckum hat seinen traditionellen Nikolausumzug abgesagt.

12.25 Uhr: Wegen der ab 14 Uhr geltenden amtlichen Orkanwarnung schließt die Kreisverwaltung Soest um 13 Uhr das Kreishaus und alle Nebenstellen. Ausgenommen sind die Leitstelle und der Rettungsdienst. Auch der für 16 Uhr vorgesehene Kreisausschuss ist ebenfalls abgesagt und findet nun am kommenden Dienstag um 16 Uhr statt.

12:20 Uhr: In Soest ist die Lage noch entspannt. Zwar schickte Xaver am späten Vormittag schon die ersten Winböen in die Börde, bislang sind aber noch keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. Der Weihnachtsmarkt in der Soester Altstadt hat planmäßig geöffnet. Vom Stadtmarketing hieß es am Mittag, die Händler hätten Vorkehrungen getroffen und alles, was ein Raub des Sturms werden könnte, in Sicherheit gebracht. Man beobachte die Wetterentwicklung genau und werde entsprechend handeln, sollte von Orkantief Xaver irgendeine Gefährdung ausgehen.

12.15 Uhr: Die Stadtverwaltung in Münster hat die Bevölkerung nun dazu aufgerufen die "gelben Säcke" nicht an den Straßenrand zu stellen.

12.05 Uhr: Streckeninfo der Eurobahn: Auf Grund von Sturmböen ist die Höchstgeschwindigkeit zwischen Hagen-Haspe und Schwelm heruntergesetzt worden.

Wellen schlagen in Dagebüll (Schleswig-Holstein) an der Nordsee an den Fähranleger.

12.00 Uhr: Der Bahnverkehr im Norden Deutschlands ist bereits ausgebremst. Auf mehreren Strecken in Schleswig-Holstein wurde die Geschwindigkeit von Dieseltriebwagen gedrosselt, wie die Bahn am Donnerstagvormittag mitteilte. Die Züge sollten so im Fall von umgestürzten Bäumen auf den Gleisen noch problemlos bremsen können, erklärte eine Sprecherin. Im Verlauf des Nachmittags muss in ganz NRW mit Verzögerungen im Betrieb gerechnet werden.

11.50 Uhr: Die ersten Ausläufer des Orkantiefs "Xaver" haben am Donnerstagvormittag Norddeutschland erreicht. Auf Sylt und an der Westküste Schleswig-Holsteins seien bereits Böen mit Windstärke zehn gemessen worden, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

11.40 Uhr: Aktuelle Bilder aus der jeweiligen Region gibt es mit einem Blick auf unsere Webcams. Hier gibt es Bilder vom Hammer Marktplatz, der Talsperre am Möhnesee und dem Lüdenscheider Rathausplatz.

11.15 Uhr: Soest ist rot. Zwischen 14 und 20 Uhr werden "orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h" erwartet. Der Deutsche Wetterdienstwarnt deshalb vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Ästen, Dachziegeln und weiteren Gegenständen. Fenster und Türen sollen geschlossen bleiben - Gegenstände im Freien sollten rechtzeitig gesichert werden.

Ein Warnschild hängt an der Seebrücke in St. Peter-Ording (Schleswig-Holstein). Mit heftigen Böen von Windstärke 12 soll Orkantief "Xaver" über Norddeutschland fegen.

11.11 Uhr: Orkan "Xaver" kommt auf Deutschlands Küsten zu. Sturmfluten drohen, Flüge, Züge und Unterricht in Hamburg fallen aus, Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen. In Schottland zeigt er bereits seine Wucht. Etwa 20.000 Haushalte waren am Morgen nach heftigem Wind ohne Strom. Straßen und Brücken waren gesperrt, Züge fielen aus. Die Küstenwachen in Schottland, England und Wales warnten vor Überflutungen.

11.05 Uhr: Auch der Hammer Tierpark bleibt heute geschlossen. Das teilten die Betreiber mit.

11.00 Uhr: Im Flugverkehr in Hamburg wurden bereits etwa 20 Landungen und Abflüge gestrichen. Für Düsseldorf, Köln, Dortmund, Münster und Paderborn sind momentan noch keine Ausfälle bekannt.

10.50 Uhr: Auch in Osnabrück bleibt der Weihnachtsmarkt heute dicht. In Münster empfiehlt das städtische Ordnungsamt den Betreibern der Weihnachtsmärkte, laut einer Pressemitteilung der Stadt Münster, am Donnerstag vorsichtshalber ihre Stände geschlossen zu halten. "Sicherheit geht vor. Wir gehen kein Risiko ein", sagt Ordnungsamtleiter Martin Schulze-Werner. Die Stadt geht deshalb selbst mit sicherem Beispiel voran. "Das Ordnungsamt hofft, dass sich daran weitere Marktveranstalter orientieren", so Martin Schulze-Werner.

10.45 Uhr: Wie die Kollegen von den Ruhrnachrichten berichten bleibt der Weihnachtsmarkt in Dortmung geöffnet. Der Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz sei dafür ausgelegt, auch bei Windstärke 12 noch standzuhalten.

10.40 Uhr: Besonders im Münsterland, in Ostwestfalen und im Sauerland werden am Donnerstag und Freitag Böen bis zu Windstärke 11 zu erwarten. Das sagte Wolfgang Reiff vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen am Mittwoch. Gegen Donnerstagmittag werde der Wind allmählich stärker, am stärksten wehe er vom Abend bis Mitternacht.

10.23 Uhr: Aufgrund der vorliegenden Unwetterwarnung wird der Weihnachtsmarkt in Hamm heute nicht geöffnet.Auch die Einweihung der Neuen Bahnhofstraße wurde abgesagt. Das teilte die Stadt Hamm am Vormittag mit.

10.10 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine amtliche Warnung vor Sturmböen für die Stadt Hamm und für den Märkischen Kreis  konkretisiert: "Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h (Windstärke 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf." Gültig ist diese Warnung für die Zeit von 11 Uhr bis Freitag, 10 Uhr.

"Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien", schreibt der DWD.

Hier geht es zu allen Warnungen von unwetterzentrale.de 

Hintergrund

Von einem Orkan sprechen Meteorologen, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht. Auf der von dem britischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1857) entwickelten Skala erreicht er die höchste Windstärke Zwölf.

Bei einem Orkan drohen schwere Verwüstungen. An Küsten wirbelt der Wind enorme Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen. Der zerstörerische Wind kann Dächer abdecken sowie Bäume und Strommasten knicken. Die meisten Verletzten und Todesopfer sind bei einem Orkan durch herabfallende Trümmer oder umherfliegende Gegenstände zu beklagen.

Im Herbst und Winter können Orkane über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind nach Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Gegensatz der Temperaturen entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen.

Flugausfall bei Sturm: Nicht bloß Ticketgeld erstatten lassen

Fluggäste lassen sich besser nicht das Geld fürs Ticket zurückerstatten, wenn die Maschine bei Sturm am Boden bleiben muss. In der Regel haben sie mehr davon, wenn sie sich für das alternative Angebot der Airline entscheiden: die Ersatzbeförderung. Darauf weist Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg hin.

Fällt ein Flug wegen höherer Gewalt aus - wie am Donnerstag etwa am Flughafen Hamburg wegen des Orkans "Xaver" - haben betroffene Passagiere die Wahl. Sie bekommen den Betrag zurück, den sie für ihr Ticket bezahlt haben oder lassen sich von der Airline auf anderem Weg ans Ziel bringen. Auch der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover rät von der Erstattung ab. Für das Geld eine gleichwertige, zeitnahe Verbindung zu finden, sei für den Kunden nicht leicht.

Hotelnacht wegen "Xaver" versäumt: Urlauber muss nicht zahlen

Erreichen Reisende ihr Hotel wegen eines Unwetters später als geplant, müssen sie die versäumte Nacht nicht bezahlen. Denn ein Unwetter wie der Orkan "Xaver", sei höhere Gewalt, erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. "Steht jetzt zum Beispiel ein Urlaub auf Sylt bevor, aber man kommt da gar nicht erst hin, muss man auch nicht zahlen." Eine Stornierungsgebühr falle nicht an. Der Gast zahle einfach nur die Nächte, die er auch tatsächlich im gebuchten Hotel oder Ferienhaus verbringt.

Etwas anders ist die Lage, wenn der Urlauber seinen Aufenthalt verlängern muss, weil er wegen des Orkans zum Beispiel von einer Nordseeinsel einfach nicht mehr zurück ans Festland kommt. Für jede zusätzliche Nacht müsse er selbst aufkommen. "Auf den Kosten bleibe ich dann sitzen", sagt Fischer-Volk. Es könne aber nie schaden, mit dem Hotelier oder Vermieter zu verhandeln. "Man sollte einfach fragen, ob er einem entgegenkommen kann. Ein Recht darauf hat man aber nicht. Er kann schließlich auch nichts dafür."

Orkan "Xaver" für Windanlagen kein Problem

Das Orkantief "Xaver" ist für Deutschlands Windkraftanlagen kein Problem: Wenn der Sturm zu stark wird, drehen sie sich automatisch aus dem Wind. Sowohl die Rotorblätter als auch die Gondel auf dem Dach einer Anlage sind beweglich. Die Schwelle liegt bei 25 Metern Windgeschwindigkeit pro Sekunde - das entspricht etwa Windstärke 9 bis 10. "Da diese Stärke bei "Xaver" voraussichtlich überschritten wird, landen wir im Norden am Ende praktisch bei Stromproduktion Null", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Windenergie.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Foto: van de Wall

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