Studienabbrecher

Kein Plan, kein Geld und falsche Vorstellungen

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Symbolfoto: Viele Bachelor-Studenten kehren den deutschen Universitäten den Rücken.

DÜSSELDORF - Exakte Daten über Studienabbrecher liegen in Deutschland nicht vor. Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hat aber auf Basis des Absolventenjahrgangs 2011 "Schwund-Quoten" errechnet. Diese enthalten allerdings sowohl Studienabbrecher als auch Wechsler.

Ablesen lässt sich dennoch, dass der "Schwund" zwischen Studienaufnahme und -ende im Bachelor-Studium in NRW an den Universitäten mit 37 Prozent deutlich höher war als an den Fachhochschulen (FH) mit 26 Prozent. Schlusslicht unter den Fächern bilden die Ingenieurwissenschaften mit 46 Prozent Schwund an den Unis und 43 Prozent an den FH. Ähnlich negativ fällt demnach die Bilanz in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften aus.

Ursachen des Studienabbruchs hat die Gesellschaft Hochschul-Informations-System (HIS) mit einer bundesweiten Befragung des Exmatrikulierten-Jahrgangs 2007/08 erforscht. Demnach spielen drei Motive die größte Rolle: An erster Stelle stehen Leistungsprobleme. Jeder fünfte Studienabbrecher kam mit den Anforderungen nicht zurecht.

Knapp ein weiteres Fünftel scheiterte an der Finanzierung. Nach Zahlen der Studentenwerke waren 2012 in NRW 70 Prozent der Studierenden nebenher erwerbstätig - nach wie vor mehr als im Durchschnitt der alten Bundesländer (65 Prozent). Von ähnlich großer Bedeutung für den Abbruch des Studiums sind Motivationsverlust wegen nicht eingelöster Vorstellungen. - dpa

Quelle: wa.de

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