Studie: Gastarbeiter oft von Altersarmut bedroht

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DÜSSELDORF - Ehemalige Gastarbeiter im Rentenalter sind nach einer Studie deutlich stärker von Altersarmut bedroht als ihre gleichalterigen deutschen Kollegen.

41,8 Prozent der Zuwanderer im Rentenalter seien armutsgefährdet, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Montag in Düsseldorf. Das seien dreimal so viele wie unter Deutschen über 65 Jahren.

Besonders stark betroffen seien ältere Migranten aus der Türkei, deren Anteil sogar gut viermal so hoch liege. Hintergrund seien oft geringere Rentenansprüche durch eine vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen.

Für die Studie haben die WSI-Forscher Daten der Deutschen Rentenversicherung und des Mikrozensus ausgewertet. In der Definition der Forscher gelten Menschen als armutsgefährdet, deren Einkommen bei weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens liegt.

Die Gewichtung nach Bedarf berücksichtigt unter anderem, dass Kinder weniger Geld brauchen als Erwachsene, und dass das Leben günstiger wird, wenn mehrere Menschen zusammenleben. - dpa

Quelle: wa.de

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