Ergebnislose Verhandlungen

Streiks in NRW: Post, Kita, Rewe und Metro

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Westfalen - Die Streikwelle in Nordrhein Westfalen reißt nicht ab. Erst am Sonntag endete der Ausstand der Lokführer, kurz darauf rief Verdi zu Warnstreiks in Kitas und zur Ausweitung der Streiks in den Briefverteilzentren der Deutschen Post auf. Seit Mittwoch wird auch bei Rewe und Metro gestreikt. Ein Überblick:

Streik in Kindergärten geht weiter

Düsseldorf - Der unbefristete Streik in den kommunalen Kindergärten in NRW ist auch am Mittwoch fortgesetzt worden. Landesweit seien wie in den vergangenen Tagen 1000 von rund 2400 Kitas der Kommunen betroffen, sagte ein Verdi-Sprecher. Auch Mitarbeiter der sozialen Dienste streiken. In neun Städten in NRW seien Aktionen und Kundgebungen geplant. In Mülheim wollen Erzieher zusammen mit Eltern und Kindern im Rathaus protestieren. In Münster planen die Beschäftigten eine Demo in der Innenstadt. Laut Verdi legten rund 10.000 Beschäftigte die Arbeit nieder. Auch Mitglieder der Gewerkschaften GEW und Komba streiken.

Mit einer Erstattung der Kita-Gebühren wegen des Streiks der Erzieherinnen gehen die Kommunen in Nordrhein-Westfalen unterschiedlich um. In Köln und Dortmund gibt es Geld zurück, in Düsseldorf und Münster nicht. - lnw

Wieder Streiks bei Deutscher Post

Bonn - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post macht Verdi mit einer Ausweitung von Warnstreiks weiteren Druck auf den Arbeitgeber. Ab Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch seien die Beschäftigten in allen 83 Briefzentren aufgerufen worden, ihre Arbeit niederzulegen, teilte Verdi mit. Durch den bundesweiten Ausstand in der Postbearbeitung werde es bei der Zustellung deutschlandweit zu Verzögerungen kommen. Streiks gebe es außerdem in anderen Bereichen wie dem Fahrdienst und der Großkundenannahme. In den kommenden Tagen würden die Streikmaßnahmen fortgesetzt, hieß es. Verdi fordert für die 140.000 Mitarbeiter eine Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In der vierten Verhandlungsrunde hatte das Management ein Angebot vorgelegt, das Verdi aber strikt ablehnte. Daraufhin wurden die Verhandlungen abgebrochen. Hintergrund ist die Gründung von 49 Gesellschaften in der Paketzustellung, die Verdi für unzulässig hält. Als Entschädigung dafür fordert sie kürzere Arbeitszeiten. - dpa

Nach ergebnislosen Verhandlungen: Streiks bei Rewe und Metro

Dortmund - Die Gewerkschaft Verdi hat mit Warnstreiks auf die ergebnislosen Tarifverhandlungen für mehr als 400.000 Beschäftigte des Groß- und Außenhandels in NRW reagiert. In einem Rewe-Lager in Wesel sowie bei Metro in Dortmund, Recklinghausen, Essen und Krefeld hätten am Mittwoch Warnstreiks begonnen, teilte die Gewerkschaft mit. Am Vormittag wollen sich die Streikenden zu einer Kundgebung in Dortmund treffen. Verdi erwartet rund 250 Teilnehmer. Die Tarifverhandlungen waren am Dienstag ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens aber 140 Euro. - lnw

Quelle: wa.de

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