Mitten im Weihnachtsgeschäft

Erneut Streiks bei Amazon in Werne ab Montag

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Symbolbild

WERNE/RHEINBERG - Beim Versandhändler Amazon in Werne und Rheinberg wird ab Montag mit Beginn der Frühschicht um 5 Uhr wieder gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten bis Mittwochnacht zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf.

In Werne und Rheinberg rechnet Verdi mit 600 Teilnehmern. Die Gewerkschaft hatte bereits im Oktober angekündigt, die Streiks bei Amazon im Weihnachtsgeschäft auszuweiten, sofern das börsennotierte Unternehmen nicht zu Gesprächen über einen Tarifvertrag bereit ist. Bei Amazon in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben wird im gleichen Zeitraum zum Streik aufgerufen.

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Der weltweit größte Online-Versandhändler verweigere weiterhin jegliche Verhandlungen mit Verdi über einen Tarifvertrag für die 15.000 Beschäftigten, kritisiert die Gewerkschaft. Dadurch bekämen die Beschäftigten des internationalen Handels-Konzerns in NRW zum Teil mehrere hundert Euro weniger pro Monat als ihnen nach den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels zustehen würde. Da Amazon auch keine Nachtzuschläge zahle, gehe jedem Mitarbeiter allein im Schichtdienst rund 250 Euro brutto mehr pro Monat verloren.

Die Beschäftigten fordern zudem einen festen Anspruch auf Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Amazon zahle bislang gar kein Urlaubsgeld und auch die Höhe des freiwilligen Weihnachtsgeldes liege rund 900 Euro unter den Ansprüchen aus den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels NRW. so Verdi. Das Unternehmen zahlte seinen Beschäftigten 2013 erstmalig Weihnachtsgeld. Darüber hinaus fordert Verdi einen Verzicht auf die bisherige Befristungspraxis. Auch dieses Jahr liefen die Verträge von hunderten Beschäftigten nach dem Weihnachtsgeschäft aus.

„Wir haben Amazon mehrfach aufgefordert, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Dazu gab es bisher keinerlei Bereitschaft“, erklärte die Verdi-Fachbereichsleiterin Handel in NRW, Silke Zimmer. „Wer Verhandlungen über einen Tarifvertrag kategorisch ablehnt, wer den Beschäftigten Lohn und Weihnachtsgeld vorenthält, wer hunderte Menschen prekär beschäftigt, der hat kein Recht auf ein ungestörtes Weihnachtsgeschäft“, so die Gewerkschafterin. - WA

Quelle: wa.de

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