Streik der Lokführer auch in Westfalen spürbar

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Kaffee für gestrandete Reisende. Der Streik bremste die Pendler gestern vor allem im Rheinland aus. ▪

UNNA/KÖLN ▪ Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL war gestern auch in Westfalen spürbar, das große Chaos blieb nach Meinung vieler Beobachter allerdings aus. Besonders betroffen war der Nahverkehr auf der Bahnstrecke Dortmund-Münster. Die Züge der vom Anbieter Eurobahn betriebenen Linie RB50 fielen zwischen dem frühen Morgen und dem Vormittag komplett aus, wie eine Sprecherin des Zweckverbandes Ruhr Lippe (ZRL) bestätigte. Der ZRL ist für den Schienenverkehr in der heimischen Region zuständig.

Auch auf anderen Linien der Eurobahn kam es zu Zugausfällen. 15 Lokführer der Eurobahn beteiligten sich an dem Streik, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Andere Privatbahnen waren vom Streik offenbar nicht betroffen. Die Abellio-Züge auf der Ruhr-Sieg-Strecke seien weitgehend pünktlich gefahren. Auch die Priegnitzer Eisenbahn (Dortmund-Lünen-Enschede) meldete keine Ausfälle. Bei der Deutschen Bahn AG waren die Regionalexpresslinie 1 (Aachen – Hamm – Paderborn) und 7 (Köln – Hamm – Münster) vom Streik betroffen. Hier fielen einzelne Züge aus; weitere waren mit deutlichen Verspätungen unterwegs. Vereinzelte Zugausfälle wurden auch aus dem von der DB betriebenen Sauerlandnetz gemeldet.

Der Schwerpunkt des GDL-Arbeitskampfes lag nach Angaben der Deutschen Bahn vor allem im Raum Köln. Fast die Hälfte aller S-Bahnen und Nahverkehrszüge fielen dort am Morgen aus. Auch im Fernverkehr kam es teilweise zu erheblichen Verspätungen. Der sechsstündige GDL-Streik im Personenverkehr dauerte von 4 bis 10 Uhr. Der Güterverkehr war schon ab Mittwochabend bestreikt worden. ▪ jf/LK/lnw

Quelle: wa.de

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