Übungsfahrt am Donnerstagmorgen

Streifenwagen verunglückt in Ahlen: Vier Polizisten verletzt

+

Ahlen - Eine Übungsfahrt mit einem Streifenwagen der Polizei ist am Donnerstagmorgen in Ahlen im Kreis Warendorf jäh mit einem Unfall zuende gegangen. Drei Kommissaranwärter und deren Ausbilder wurden verletzt, als das Fahrzeug in einer S-Kurve von der Fahrbahn ab und erst in einem Waldstück zum Stehen kam. Sachschaden: rund 32.000 Euro.

Laut Pressemitteilung der Polizei Warendorf von Donnerstagmittag passierte der Alleinunfall, bei dem ein 20-Jähriger am Steuer saß, gegen 8.35 Uhr bei einer Übungsfahrt auf der Walstedder Straße in Ahlen. 

"Der 20-Jährige kam mit dem Auto eingangs einer S-Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei prallte der junge Mann mit dem Fahrzeug gegen mehrere Verkehrszeichen sowie in eine Böschung, bevor der Pkw in einem Waldstück stehen blieb. 

Bei dem Verkehrsunfall verletzten sich der 20-Jährige sowie eine 21-jährige Beifahrerin schwer. Zwei weitere Insassen, ein 23-Jähriger und ein 30-Jähriger, wurden leicht verletzt. Rettungskräfte brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser. Der Sachschaden wird auf 32.000 Euro geschätzt", so die Polizei.

Bei den Verletzten handele es sich um drei Kommissaranwärter sowie den Ausbilder, die sich mit einem Streifenwagen auf einer Übungsfahrt während der fachpraktischen Ausbildung befanden.

Die Landstraße war für etwa neunzig Minuten gesperrt.

Die Inhalte einer solchen Ausbildung

Victor Ocansey, Pressesprecher des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen konnte zum akuten Fall nach eigenen Angaben keine Auskunft geben. Er erläuterte aber die Ausbildungsinhalte einer solchen Übungsfahrt: "Das Fahr- und Sicherheitstraining ist ein fester und wichtiger Bestandteil des 3-jährigen Bachelor-Studiums bei der Polizei NRW."  Die "besondere Verantwortung beim Führen eines Dienstfahrzeuges in der polizeilichen Einsatzpraxis" würde vermittelt und die individuelle Fahrkompetenz gesteigert. 

"Bis die Polizeikommissaranwärter das erste Mal Sonderrechte mit Blaulicht und „Martinshorn“ in Anspruch nehmen, werden zunächst grundlegende Inhalte vermittelt. In ihrem ersten Studienabschnitt werden den Studierenden die Grundlagen des Automatikfahrzeuges sowie Sicherheitsaspekte erläutert. Zum Beispiel das richtige Bremsen und Ausweichen, das frühzeitige Erkennen von Gefahren sind Inhalte erster Trainings auf dem jeweiligen Gelände der Ausbildungsbildungszentren des LAFP NRW in Schloß Holte-Stukenbrock, Selm und Brühl."

Stete Begleitung von qualifizierten Polizisten

Die erste Ausfahrt zum Ende des zweiten Studienabschnitts mit dem Streifenwagen im öffentlichen Straßenverkehr verfestige zunächst diese Inhalte und vermittele den Auszubildenden einen ersten Eindruck von der Wirkung im Straßenverkehr. "In der weiteren Studienzeit werden alle Trainingsinhalte wiederholt und so über die 3 Jahre verinnerlicht. Die Polizeikommissaranwärterinnen und Polizeikommissaranwärter werden während ihres gesamten Fahr- und Sicherheitstrainings durch erfahrene und speziell qualifizierte Polizistinnen und Polizisten bzw. Lehrende des LAFP NRW begleitet und angeleitet. Das gilt für das Training auf dem Gelände des LAFP NRW wie für die Trainingsanteile im öffentlichen Straßenverkehr."

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare