Straßen.NRW räumt nach Geisterfahrerunfall Versäumnis ein

GELSENKIRCHEN - Nach dem tödlichen Geisterfahrerunfall auf der A 52 bei Gelsenkirchen vor knapp zwei Wochen hat der Landesbetrieb Straßenbau ein Versäumnis eingeräumt.

So fehlte bis zum Unfall seit unbestimmter Zeit ein zweites Einfahrt-Verboten-Schild, sagte Behördensprecher Bernd Löchter. Es habe 1998 eine entsprechende Anordnung gegeben. Auf alten Fotos seien auch zwei der roten Schilder mit weißem Balken zu sehen. Warum es zum Unfallzeitpunkt nicht auf der Mittelinsel angebracht war, sei aber unklar. "Wie wesentlich dieses Schild für den Unfall ist, müssen Staatsanwaltschaft und Polizei klären", so Löchter weiter.

Ein 70-Jähriger war am 30. Dezember in Gelsenkirchen Hassel in falscher Richtung auf die A 52 gefahren. Kurz darauf prallte er mit einem anderen Auto zusammen, die 58-jährige Fahrerin und ihr ein Jahr älterer Mann starben, ihr Sohn wurde wie auch der Geisterfahrer selbst schwer verletzt.

Die Ermittler hatten festgestellt, dass auch ein zweites Schild, Rechts vorbeifahren (weißer Pfeil auf blauem Grund), schief angebracht gewesen war. Den Autobahnmeistereien hätten hierzu im Vorfeld keine Hinweise vorgelegen, sagte Löchter. "Auch im Rahmen unserer Streckenkontrollen ist uns da nichts aufgefallen".

Ob das fehlende und das falsch angebrachte Schild die Geisterfahrt begünstigt oder ausgelöst haben, prüft die Staatsanwaltschaft Essen. "Wir ermitteln aber nach wie vor gegen den Unfallverursacher", sagte ein Sprecher, "und dies ist der Geisterfahrer selbst." - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare