Sträfling flieht aus der JVA Kleve 

KLEVE - Bei Gartenarbeiten außerhalb der Gefängnismauern ist am Dienstagmorgen ein Strafgefangener der Justizvollzugsanstalt Kleve geflohen.

Erst vor einer Woche waren die Haftbedingungen des 21-Jährigen wegen guter Führung so gelockert worden, dass er die Einrichtung unter Aufsicht zu Arbeitseinsätzen verlassen durfte, berichtete der Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes der Haftanstalt, Peter van Campen. Bei einem solchen Einsatz in Begleitung eines Justizvollzugsbeamten sei er gegen 9 Uhr offenbar in einem unbeobachteten Moment geflohen.

Von Kleve aus hatte sich der Mann nach Erkenntnissen der Polizei ins Ruhrgebiet bringen lassen. Die Ermittler überprüfen mögliche Anlaufadressen des jungen Mannes. Die Durchsuchung eine Wohnung brachte aber keinen Erfolg. Der 21-Jährige verbüßt seit etwas mehr als einem Jahr eine Jugendstrafe wegen Körperverletzung, Beleidigung und mehrerer Raubdelikte. Die Strafe war bis ins Jahr 2014 angesetzt.

Dass Häftlinge unter gelockerten Bedingungen die Chance zur Flucht ergriffen, komme leider vor, hieß es aus dem nordrhein-westfälischen Justizministerium. "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie", sagte Ministeriumssprecher Detlef Feige. "Insbesondere dann nicht, wenn man die Häftlinge bei solchen Außeneinsätzen wieder an das normale Arbeitsleben heranführen möchte." Ausbrüche aus der geschlossenen Haft seien in den vergangenen Jahren aber deutlich zurückgegangen. - lnw

Quelle: wa.de

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