Stimmung eskaliert bei Fußballturnier in Meschede

MESCHEDE - Rund 500 Zuschauer besuchten am Samstag das 19. Veltins-Hallenmasters im sauerländischen Meschede. Nicht alle allerdings konnten das Fußball-Turnier bis zum Ende verfolgen. Laut einer Polizeimeldung waren es vor allem "Fans" des KFC Uerdingen, die auf unrühmliche Art auf sich aufmerksam machten und nach chaotischen Zuständen und einem Großeinsatz der Polizei die Dünnefeldhalle verlassen mussten.

Neben Titelverteidiger Rot-Weiß Oberhausen, den Teams von Hessen Kassel, KFC Uerdingen und der U23 von Fortuna Düsseldorf, allesamt Regionalligisten, rackerten die U23-Vertretung des FC Groningen aus den Niederlanden und eine Hochsauerland-Auswahl um den Titel, 1.500 Euro Preisgeld und einen Pokal.

Allerdings zeigte sich rasch, dass für einen Teil der Zuschauer der Fußballsport nur eine Randerscheinung der Veranstaltung werden sollte. Stattdessen waren Pöbeln, Spucken, das Stürmen der Spielfläche und auch körperliche Scharmützel angesagt - vor allem für einen Haufen Krefelder Anhänger.

Laut Polizeiangaben kam es bereits nach der Anreise der Fans zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Uerdinger und Düsseldorfer Anhängern. Demnach griffen die Uerdinger Fans unvermittelt nach dem Aussteigen aus ihrem Bus eine kleinere Gruppe von rund zehn Fans von Fortuna Düsseldorf an. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Düsseldorfer Fans leicht verletzt.

Nach dem Einlass in die Halle kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Düsseldorfer und Uerdinger Fans, die teilweise im Cateringbereich und auch im Vorbereich der Tribünen ausgetragen wurden. Mehrfach stürmten Uerdinger Fans die Spielfläche und bespuckten Spieler gegnerischer Mannschaften. Zwischenzeitlich solidarisierten sich die Fans von Hessen Kassel mit den Fans von Fortuna Düsseldorf.

Die Konfliktparteien konnten nur durch massiven Polizeieinsatz voneinander getrennt werden. Polizeibeamte wurden während dieser Maßnahme von den gewaltbereiten Fans angegriffen und in die Auseinandersetzungen verwickelt. Da der vom Veranstalter eingesetzte Sicherheitsdienst die Eskalation in der Halle und dem Cateringbereich nicht verhindern konnte, sei die Polizei gezwungen gewesen, auch dort einzuschreiten, um Übergriffe der Uerdinger Fans auf Zuschauer, Ordner und Sicherheitskräfte zu verhindern, heißt es von Seiten der Behörde. 

Die Zuschauerblöcke wurden nach Beratung durch die Polizeiführung angepasst und so verändert, dass die Düsseldorfer und Kasseler Fans auf der Tribüne nicht unmittelbar auf Uerdinger Fans treffen konnten. Trotzdem versuchten Uerdinger Anhänger über das Spielfeld zum Block der Düsseldorfer und Kasseler zu gelangen, um weiter zu randalieren, provozieren und zuzuschlagen.

Aufgrund der aggressiven Stimmung und Erkenntnissen, dass weitere Düsseldorfer Fans auf der Anreise seien, mussten von der Mescheder Polizei Verstärkungskräfte aus Recklinghausen angefordert werden. "Der Veranstalter war nicht in der Lage, diese Auseinandersetzungen mit seinen Kräften des Sicherheitsdienstes und der Ordner zu unterbinden", lautet der Polizeibericht. Nachdem sich die Situation in der Halle nicht beruhigen wollte, wurden die Uerdinger Randalierer aufgefordert die Halle zu verlassen und den Heimweg anzutreten. Dieser kamen sie unter polizeilicher Begleitung widerwillig nach.

Danach beruhigte sich die Situation, das Turnier wurde mit Unterstützung der Polizei ohne nennenswerte Störungen zu Ende gebracht. Während des Einsatzes wurden insgesamt drei Menschen verletzt. "Insgesamt kamen für dieses Hallenturnier eines Fußballlandesligisten 68 uniformierte Polizeibeamte, zwei Kriminalbeamte, vier Bundespolizisten und die Besatzung eines Rettungswagens zum Einsatz", lautet das Ende des Berichts.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare