Angeblich Beweise von Steuerfahndern 

Schwarzgeldaffäre: Vorwürfe gegen Kettler  

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Das Unternehmen Kettler steht erneut in den Schlagzeilen.

Die Firma Kettler mit Sitz in Ense ist erneut in die Schlagzeilen geraten. Das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" der Zeitung "Die Welt" berichtet von einer Schwarzgeldaffäre um den Gründer und seine Erben, die den Verkauf der Firma Kettler überschatte.

Ense - Die Steuerfahnder in Bochum könnten entsprechende Beweise vorlegen. Diese Ermittlungen der Bochumer Behörde will Frank Lehmkuhl von der Pressestelle der Finanzverwaltung in Düsseldorf auf Anfrage allerdings nicht kommentieren. Er beruft sich auf das Steuergeheimnis. 

Derweil sorgte die Nachricht beim Unternehmen selbst für Unruhe. Im Unternehmenssitz in Ense-Parsit will man einen „Verkauf“ nicht bestätigen, wohl aber, dass man nach wie vor auf der Suche nach einem „strategischen Partner“ sei. Daran habe sich auch nichts geändert, so eine Sprecherin. Diese verschiedenen Prozesse würden sich momentan nicht so schnell wie gewünscht entwickeln und wohl noch bis zum Jahresende dauern. 

Kettler und die Werke sollen erhalten bleiben

Kettler unter dem Qualitätssiegel „Made in Germany“ solle aber erhalten bleiben und die Werke auch, heißt es mit Betonung aus der Unternehmenskommunikation. Und das würde in den Betriebsversammlungen entsprechend kommuniziert. Dass die neuerlichen Schlagzeilen bei der Partnersuche nicht gerade hilfreich seien, dürfte ebenfalls klar sein. 

mehr zum Thema: Kettler

„Bilanz“ berichtet in seiner nächsten Ausgabe über die Schwarzgeldaffäre, die die Bochumer Steuerfahndung mit dem 2005 verstorbenen Firmengründer Heinz Kettler in Verbindung bringt. Die Fahnder hätten Schwarzgeldkonten gefunden, es gehe um 35 bis 50 Millionen Euro. Das Geld solle „aus Kettler-Geschäften im Ausland stammen und in den 90er Jahren von dort direkt in bar in der damals noch diskreten Schweiz deponiert“ worden sein, berichtet das Magazin. 

"GmbH ist völlig unabhängig von der Stiftung"

Dabei wird auch deutlich, dass die Steuerfahnder „kaum noch eine natürliche Person für die Verfehlungen belangen können“ – Heinz Kettlers Erbin, Tochter Karin, ist im Frühjahr in Ense tödlich verunglückt. Geld und Unternehmen würden heute der gemeinnützigen Heinz-Kettler-Stiftung gehören, heißt es in dem ersten „Bilanz“-Bericht. 

Das klang aus der Kettler-Zentrale in Ense-Parsit  jetzt allerdings etwas anders. „Die Kettler GmbH ist wirtschaftlich völlig unabhängig von der Heinz-Kettler-Stiftung“, hat die Kettler-Kommunikation auf Anzeiger-Anfrage dazu schriftlich und ebenso klar und deutlich mitgeteilt.

Quelle: wa.de

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