Pilotprojekt

NRW startet Test mit Katastrophen-App

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In Nordrhein-Westfalen starten am Donnerstag Tests mit einer Katastrophen-App für Smartphones.

DÜSSELDORF/GÜTERSLOH - Katastrophen-Warnung per Smartphone - das ist das Neueste für den Bevölkerungsschutz. Gezielter, ortsnäher und präziser als Sirenen soll das neue System warnen. In NRW fällt der Startschuss zum Test.

In Nordrhein-Westfalen starten am Donnerstag Tests mit einer Katastrophen-App für Smartphones. Sie soll künftig Bürger in ganz Deutschland per Eilmeldung vor Hochwasser, Großbränden, giftigen Rauchwolken, Bombenentschärfungen oder anderen Gefahren warnen.

Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz (BBK, Bonn) werden die bundesweit einzigen Pilot-Versuche bei den Feuerwehrleitstellen in Düsseldorf und Gütersloh aufgesetzt. Dort soll die App zwei Wochen lang mit rund 200 Testpersonen erprobt werden, bevor das System allen Bundesbürgern zur Verfügung gestellt wird.

Bislang lagen die Sendestellen für zentrale Warnungen nur bei den Innenministerien von Bund und Ländern sowie dem BBK. Abgesetzt wurden sie an Rundfunkanstalten, Internetanbieter, Presse-Agenturen und Paging-Dienste. Künftig sollen die Bürger ohne den Umweg über Medien direkt über Gefahren in ihrer Nähe informiert werden.

NRW will nach erfolgreichen Tests alle Leitstellen mit der Technik ausstatten. Anders als bei einer Warnung über Sirenen erfahre der Bürger über sein Smartphone direkt den Anlass für den Alarm und erhalte Verhaltensregeln, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle des Landeshauptstadt sieht das satellitengestützte Warnsystem als einen weiteren Baustein der Gefahrenabwehr. Es gehe darum, möglichst viele Menschen auf unterschiedlichsten Wegen zu erreichen. - lnw

Quelle: wa.de

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