Tihange 2: Städteregion Aachen reicht weitere Klage ein

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In der Klage wird die Stilllegung des umstrittenen Kernkraftwerks Tihange 2 gefordert.

Brüssel - Städte und Gemeinden aus der Grenzregion Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg haben in Brüssel eine gemeinsame Klage gegen das umstrittene Kernkraftwerk Tihange 2 auf den Weg gebracht.

Die Beteiligten, darunter die Städteregion Aachen, die Städte Wiltz und Maastricht sowie das Land Rheinland-Pfalz und zwei Unternehmen fordern darin die Stilllegung des Meilers.

Sie begründen dies mit der "persönlichen Betroffenheit im Falle eines schweren Atomunfalls", heißt es in der am Donnerstag eingereichten Klageschrift. Der Sprecher der Städteregion Aachen, Detlef Funken, sagte am Donnerstag der dpa, die Anwälte in Brüssel sähen eine realistische Chance auf Erfolg. Wenn das belgische Gericht der Ersten Instanz der Forderung nicht folge, werde nachrangig beantragt, Tihange 2 zumindest solange stillzulegen, bis alle Sicherheitsfragen geklärt seien.

Für die Städteregion Aachen und Partner ist es bereits der zweite juristische Einwand in dieser Sache. Der Zusammenschluss klagt schon vor dem obersten belgischen Verwaltungsgericht, dem Staatsrat, gegen die Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 im Dezember letzten Jahres. Tihange bei Lüttich liegt rund 60 Kilometer südwestlich von Aachen.

Pannen in den beiden grenznahen Atomkraftwerken Doel 3 und Tihange 2 haben wiederholt für Aufsehen gesorgt. Belgien hatte sich schon einmal zu einem Atomausstieg ab 2015 entschlossen, die Laufzeiten aber dann doch wieder bis 2025 verlängert. - dpa

Quelle: wa.de

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