Stadt fordert von Mitarbeiter 180 000 Euro Parkgroschen

HAMM - Ein städtischer Mitarbeiter, der hohe Summen aus Parkscheinautomaten unterschlagen hat, wehrt sich gegen Rückforderungen der Stadt Borken in Höhe von mehr als 180.000 Euro.

Der Berufungsprozess findet an diesem Donnerstag beim Landesarbeitsgericht in Hamm statt, wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte.

Der Mann hat zugegeben, im Jahr 2010 gut 31 000 Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Mehr habe er sich nicht zuschulden kommen lassen, behauptet er. Den Schaden hatte ihm die Stadt anhand von fehlenden Einzahlungsstempeln nachgewiesen. Die Verwaltung ist sich sicher, dass der Mann sich schon vorher bereichert hat. Sie errechnete 180 000 Euro Schaden. Allerdings sind die Belege des Jahres bereits 2009 geschreddert, die Zettel aus den Jahren davor gibt es gar nicht mehr.

Verklagter Mitarbeiter wollte Sohn unterstützen

Der verklagte Mitarbeiter des Ordnungsamtes beteuert, er habe erst im Jahr 2010 Parkgeld aus den 23 Automaten unterschlagen. Sein Sohn sei in einer finanziellen Klemme gewesen. Vor vier Monaten hat das Arbeitsgericht Bocholt (Az.: 4 Ca 1643/10) der Stadt aber in allen Punkten recht gegeben.

"Es hat sein Urteil auf Indizien gestützt, die den hinreichend sicheren Schluss zulassen, dass der beklagte Arbeitnehmer entgegen seiner Behauptung auch schon in den Jahren vor 2010 Parkgelder in der genannten Höhe unterschlagen hat", erläuterte die Sprecherin des Landesarbeitsgerichtes.

Der Mann ging in Berufung. - lnw

Quelle: wa.de

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