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Schrittweise Lockerungen im Sport: Ergebnisse des Corona-Gipfels lassen Teamsportler hoffen

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Von: Marcel Guboff, Erik Hlacer, Simon Stock

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Sport ist in NRW bald möglich: Der Amateur- und Breitensport darf sich nach dem Corona-Gipfel auf Lockerungen freuen. Doch diese hängen von der Inzidenz ab.

Update vom 4. März, 0.01 Uhr: Sport ist nach monatelangem Corona-Stillstand bald wieder möglich. Beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten um NRW-Landeschef Armin Laschet beschlossen, dass es für den deutschen Amateur- und Breitensport in der Pandemie die Möglichkeit für schrittweise Lockerungen gibt.

Was genau wann wieder erlaubt ist, hängt von den Corona-Zahlen ab. Die Maßnahmen, die die Bundesländer treffen können, ist in diversen Schtitten unterteilt.

Lockerungen im Sport? Corona-Gipfel lässt Fußballer und andere Teamsportler hoffen

Update vom 3. März, 10.54 Uhr: Ist schon bald wieder Amateur-Fußball erlaubt? Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern an diesem Mittwoch deutet viel auf Lockerungen für den Sport hin. Der Beschlussentwurf enthält verschiedene Öffnungsschritte aus dem Corona-Lockdown für den Sport - je nach Inzidenzlage und in zeitlichen Abstufungen.

Sport in NRW: Sport in NRW: Bald weitere Lockerungen? Stichtag ist der 3. März

Update vom 23. Februar, 17.17 Uhr: Sind im Amateur- und Freizeitsport schon zeitnah weitere Lockerungen möglich? Die Sportminister machen jedenfalls Druck auf Länderchefs und Kanzlerin. Demnach soll ein Rückkehrmodell in sechs Stufen Millionen von Sportlerinnen und Sportlern bald wieder den Normalbetrieb ermöglichen. Stichtag ist dann wohl der 3. März, an dem Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über mögliche weitere Lockerungen berät. Die 24 Millionen Mitgliedern in den etwa 90.000 Vereinen des Deutschen Olympischen Sportbundes sind voller Hoffnung.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Doch Lockerungen werden aller Voraussicht nach von vielen Faktoren abhängig sein. Zum einen kommt es offensichtlich - so wie es aus ersten Öffnungsmaßnahmen ja bereits hervorgeht - auf die Gruppengröße an, in der einzelne Sportarten praktiziert werden. Zum anderen werden Lockerungen im Sport vermutlich als Stufenmodell kommen und sich an lokalen oder regionalen Inzidenzwerten orientieren.

Sport in NRW: Neue Corona-Lockerungen - das ist ab sofort schon wieder möglich

NRW - Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW greift. Demnach sind in Nordrhein-Westfalen ab heute wieder verschiedene Sport-Angebote nutzbar. Unter Vorbehalt öffnen die Sportanlagen ihre Pforten. Doch es gibt für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler viele Aspekte zu berücksichtigen. (News zum Coronavirus)

Denn die Corona-Schutzverordnung in NRW erlaubt noch längst keinen Sport mit vielen Menschen. Zwar darf seit dem 22. Februar wieder auf sogenannten Open-Air-Sportanlagen Sport getrieben werden, allerdings darf der Sport dabei nur höchstens zu zweit beziehungsweise ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes ausgeübt werden.

Wie aus der Schutzverordnung außerdem hervorgeht, muss zwischen den verschiedenen sporttreibenden Personen oder Gruppen ein Mindestabstand gewahrt werden, der fünf Meter beträgt. Gemeinschaftsräume, Umkleiden oder Duschen von Sportanlagen bleiben auch weiterhin geschlossen. Die Sportplatzbetreiber müssen kontrollieren, ob die Corona-Maßnahmen eingehalten werden. Im Falle von Missachtung drohen rechtliche Konsequenzen. Das Land NRW hatte die neue Corona-Schutzverordnung mit den Lockerungen für NRW am Freitag veröffentlicht. Auch in anderen Lebensbereichen gibt es Lockerungen: Zum Beispiel gilt für Baumärkte in NRW eine Ausnahme.

Sport in NRW dank Corona-Schutzverordnung: Fußball und Handball nicht möglich

Was durch diese Corona-Lockerung wieder möglich wird, sind folglich Einzelspieler-Sportarten, die draußen praktiziert werden wie Tennis, Golf oder das weite Feld der Leichtathletik. Auch Tischtennis und Badminton sind möglich, nicht aber in Hallen, in denen das Vereinsleben ja oftmals stattfindet, berichtet ruhr24.de*. Bei Kontaktsportarten in NRW dagegen bleibt es weiter schwierig.

Dort, wo im Sport mehrere Spieler für ein Team gebraucht werden, sind aktuell noch keine Lockerungen in Aussicht. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) geht etwa davon aus, dass bis mindestens Ende März weder Trainings- noch Spielbetrieb in den Fußball-Staffeln stattfinden kann. Dass es wegen einer vermeintlich abwartenden Haltung Kritik am Verband gibt, kann FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders derweil nicht nachvollziehen.

Tennis profitiert von der Teil-Öffnung im Corona-Lockdown.
Tennis profitiert von der Teil-Öffnung im Corona-Lockdown. © Frank Molter/dpa

Handball und Basketball etwa liegen derweil nicht nur wegen der Kontaktbeschränkungen weiter auf Eis. Die Teil-Öffnung ist nämlich ausdrücklich auf Sportanlagen unter freiem Himmel beschränkt. Das bedeutet, dass Sporthallen und Schwimmbäder vorerst für den privaten Sport geschlossen bleiben. Somit sind auch drinnen praktizierte Einzelsport-Aktivitäten wie Kampfsport weiterhin verboten. Neben Indoor-Sportanlagen und Schwimmbädern bleiben auch Indoor-Sportanlagen geschlossen. Die Fitnesscenter-Kette McFit hat deshalb bereits in mehreren deutschen Städten sogenannte Outdoor-Gyms ins Leben gerufen.

Sport in NRW dank Corona-Schutzverordnung: Landessportbund plädiert für weitere Öffnungen

Dass Sportanlagen - wenn auch unter Vorbehalt - wieder öffnen dürfen, hat aber auch einen symbolischen Faktor, die Hoffnung auf weitere Öffnungen wächst. Auch bei Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt. Endlich werden diese Bewegungsräume, die besonders Kinder und Jugendliche so dringend brauchen, wieder zugänglich gemacht“, sagte Klett, in der Hoffnung, dass Kommunen die Beschlüsse nun auch schnell umsetzen.

Der Landessportbund fordert aber auch weitere Lockerungen, indem er für ein Stufenmodell plädiert, das sich an landesweiten Inzidenzwerten orientiert. Einen Stufenplan gibt es ja auch bei den Schulen in NRW, die ebenfalls seit dem 22. Februar wieder geöffnet sind - wenn auch nicht für alle Klassen.

Die angepassten Corona-Regelungen zur Ausübung von Freizeitsport-Aktivitäten sollen vorerst bis zum 7. März gelten. Am 3. März wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer dann über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise entscheiden. Unter Umständen geht es dann auch über mögliche weitere Lockerungen beim Sport. *ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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