Doch nicht der gesuchte Raubmörder

Spektakuläre Wende: Mann aus Hamm nicht der Täter

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So sehen die neuen Fahndungsflyer aus.

HAMM/HANNOVER - Spektakuläre Wende im Fall jenes mutmaßlichen Raubmörders, der auch für einen Überfall auf eine Hammer Lidl-Filiale verantwortlich gewesen sein soll: Der 48-Jährige, der Donnerstagabend in Hamm verhaftet worden war, kommt als Täter jetzt offenbar doch nicht in Frage.

Am Freitagmittag kurz nach 13 Uhr teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Hannover gemeinsam mit, dass sich "der Tatverdacht gegen einen 48-Jährigen, der in Hamm festgenommen worden ist, im Zuge weiterführender Überprüfungen nicht erhärtet" habe.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung wörtlich:

"Staatsanwaltschaft und Polizei Hannover fahnden weiter nach dem unbekannten Stöckener Raubmörder. Insbesondere erhoffen Sie sich Hinweise zu einem dunklen Ford Focus Kombi, aus dem in der Nähe des Marktes vor dem Überfall ein Fahrrad ausgeladen worden ist.

In der vergangenen Woche hatten die Beamten der Ermittlungsgruppe 'Discounter' einen Hinweis auf den 48 Jahre alten Mann aus Hamm bekommen. Ein Zeuge hatte angegeben, ihn auf den von der Polizei veröffentlichten Fotos und Videosequenzen aus der Überwachungskamera des Supermarktes an der Weizenfeldstraße (Hannover-Stöcken) vom 4. Dezember 2014 wiedererkannt zu haben.

Drei weitere Zeugen identifizierten 48-Jährigen

Darüber hinaus identifizierten drei weitere Zeugen den 48-Jährigen bei einer Wahllichtbildvorlage als mutmaßlichen Täter. Aufgrund der Erkenntnislage, verbunden mit der besonderen Gefährlichkeit des Täters, nahmen Beamte einer Spezialeinheit den Mann am Donnerstag gegen 13.45 Uhr in Hamm fest.

Auf Basis der sich anschließenden Überprüfungen, die insbesondere auch ergaben, dass sich der 48-Jährige zum Tatzeitpunkt nicht in Deutschland aufgehalten hatte, konnte der Tatverdacht gegen ihn nicht aufrecht erhalten werden. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Der Beamten der Ermittlungsgruppe 'Discounter' gehen derzeit einem weiteren Hinweis nach. Ein Zeuge hatte am Donnerstag, 4. Dezember 2014, zwischen 19 und 19.15 Uhr in der Nähe des Supermarktes einen Mann beim Ausladen eines Fahrrades aus einem dunklen Ford Focus Kombi beobachtet.

Der Wagen war am Ende des von der Gemeindeholzstraße abgehenden Stichweges, Ecke Stöckener Bach, in Fahrtrichtung abgestellt gewesen. Der PKW stand im absoluten Halteverbot und behinderte vermutlich den Verkehr.

Die Ermittler überprüfen, ob diese Beobachtung im Zusammenhang mit dem Raubmord in der Weizenfeldstraße stehen könnte und haben gestern bereits entsprechende Flyer an Anwohner verteilt."

Quelle: wa.de

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