Skurriler Nachbarschaftsstreit vor Gericht

MÜNSTER - Zwei Nachbarn im Clinch, eine Behörde zwischen den Stühlen und eine Auswahl alter Stadtpläne und Luftbilder: Das sind die Zutaten eines skurrilen Prozesses, der am Montag vor dem Verwaltungsgericht Münster verhandelt wird.

Eine Hausbesitzerin aus Münster will erreichen, dass sie künftig über das Grundstück ihrer Nachbarn zu ihrem Haus fahren darf. Das Nachbargrundstück steht zwischen ihrem eigenen und der Straße. Die Klage der Frau richtet sich allerdings gegen die Stadt Münster. Sie will erreichen, dass die Stadt den benachbarten Hausbesitzern eine entsprechende Ordnungsverfügung erteilt.

Die Klägerin ist davon überzeugt, dass ihr das Recht zusteht, über das Grundstück ihrer Nachbarn zu fahren. Bei dem beabsichtigten Zuweg zu ihrem Haus handelt es sich ihrer Ansicht nach nämlich nicht um einen privaten, sondern um einen öffentlichen Weg. Auf alten Stadtplänen und Luftbildern sei eindeutig zu erkennen, dass dort früher eine Straße verlief - wahrscheinlich eine der ältesten der ganzen Stadt. Mit einem Urteil ist am Montag noch nicht zu rechnen. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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