Schnee und Glätte

Viel los auf Skipisten im Sauerland - Blitzeis im Nordwesten von NRW

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[Update 17 Uhr] Winterberg - Sehr gute Wintersportbedingungen im Sauerland - gefährliches Glatteis auf den Straßen am Niederrhein und im westlichen Münsterland: Nordrhein-Westfalen war beim Wetter am Samstag zweigeteilt.

Tausende Ski- und Schlittenfahrer haben sich auf den Weg in die Wintersportregionen im Sauerland gemacht. Zwar war der Himmel dort wolkenverhangen, aber immerhin hatte es am Morgen nochmal einige Zentimeter Neuschnee gegeben, so dass auf den Hängen bis zu 55 Zentimeter Schnee lagen. Im Nordwesten Nordrhein-Westfalens zeigte sich das Wetter von seiner unangenehmen Seite: Dort ließ Sprühregen die kalten Straßen eisglatt werden.

Temperaturen um den Gefrierpunkt, dazu leichter Sprühregen: Auf den Straßen in Teilen Nordrhein-Westfalens war es am Samstag spiegelglatt. Im Sauerland toben sich dafür die Wintersportler aus.

Autos stehen lassen

Vor allem am Niederrhein und im westlichen Münsterland sollten die Menschen die Autos wenn möglich stehen lassen, warnte der Deutsche Wetterdienst am Samstag. Wer eine Fahrt nicht vermeiden könne, soll sehr vorsichtig sein. Diesem Rat folgenden die meisten Autofahrer offensichtlich. Schwere Unfälle gab es der Polizei zufolge auf den glatten Straßen zunächst nicht. Die Verkehrsteilnehmer seien vorsichtig unterwegs, sagten die Polizeisprecher in mehreren Kreisen.

Lediglich im Kreis Wesel häuften sich die Unfälle: Innerhalb von zwei Stunden wurde die Polizei dort zehnmal alarmiert - allerdings sei es meist bei Blechschäden geblieben. Ein Lastwagenfahrer rutschte in Schermbeck in ein entgegenkommendes Streufahrzeug. Der Lkw-Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, konnte sich aber selbst befreien. Der 42 Jahre alte Fahrer des Streufahrzeugs wurde durch Splitter der Windschutzscheibe verletzt. In den Kreisen Borken und Kleve gab es nur einige wenige Unfälle.

Glätte noch bis Sonntag

Die Glättegefahr in NRW bleibe voraussichtlich bis Sonntagmorgen bestehen, hies es beim Deutschen Wetterdienst. Dann entspanne sich die Lage vor allem in den Tieflagen.

"Wenn Wasser mit Temperaturen um null Grad auf die Straßen fällt, wird es schlagartig glatt", erklärte Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen. Das Problem seien die Bodentemperaturen von -2 bis -3 Grad, das führe leicht zu spiegelglatten Straßen.

Schneespaß im Sauerland

Im Sauerland war Glatteis auf den Straßen hingegen kein Thema. Dort sorgen vielmehr die vielen Wintersportler für längere Wartezeiten. Rund 90 Lifte mit knapp 80 Kilometern Abfahrt waren am letzten Wochenende der Weihnachtsferien in Betrieb, wie die Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein mitteilte. Für Langläufer waren fast 150 Kilometer Loipen gespurt. Hotels und Ferienwohnungen in Schmallenberg und Winterberg waren so gut wie ausgebucht, berichtete der Tourismusverein Sauerland.

Ski-Vergnügen im Sauerland: Ab in den Schnee!

In der Eifel reicht der Schnee hingegen nicht zum Skifahren. Dort trafen sich die Menschen aber auf einigen Hängen zum Rodeln. - dpa

Quelle: wa.de

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