Sicherheit an Silvester: Mehr Ordnungskräfte in NRW-Städten

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[Update] Köln - Die Städte in NRW rüsten sich für die Silvesternacht. Mehrere Kommunen setzen deutlich mehr Ordnungskräfte ein und verbieten in bestimmten Bereichen Böller - eine Reaktion auch auf die massiven Übergriffe und chaotischen Zustände vor allem in Köln vor einem Jahr.

Kurz vor dem Jahreswechsel bereiten sich die Städte in NRW mit zum Teil verschärften Sicherheitskonzepten auf Silvester vor und stocken dafür ihre Einsatzkräfte auf. In mehreren Kommunen werden nicht nur deutlich mehr Polizisten unterwegs sein, sondern auch zusätzliche Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Stadtverwaltungen ergeben.

In Köln werden demnach etwa 600 Mitarbeiter des Ordnungsamtes und privater Sicherheitsfirmen eingesetzt und damit "deutlich mehr" als im Vorjahr, wie eine Stadtsprecherin sagte, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Auch in Düsseldorf soll das Personal auf 60 Ordnungskräfte aufgestockt werden. In Bonn werden einer Stadtsprecherin zufolge erstmals gemeinsame Teams aus Polizei und Ordnungsdienst an besonders stark besuchten Orten unterwegs sein. Die Stadt setzt dafür 12 statt wie an sonstigen Wochenenden oder Feiertagen 6 Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes ein.

In der vergangenen Silvesternacht waren vor allem in Köln Frauen massenhaft bedrängt, sexuell belästigt und bestohlen worden. Es kam zu chaotischen Zuständen. Auch in anderen Städten in NRW gab es Übergriffe, darunter in Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld.

Neben Köln und Düsseldorf soll es auch in der Bielefelder Innenstadt ein Böllerverbot geben: Auf der Ausgehmeile, dem Boulevard, soll einem Stadtsprecher zufolge eine "angemessene Anzahl" von Ordnungsamtsmitarbeitern das Verbot kontrollieren.

Andere Städte sehen dagegen keinen Anlass für mehr Ordnungspersonal. In Duisburg etwa besteht nach Angaben eines Stadtsprechers "keine besondere Gefährdungslage". Die Innenstadt sei "keine zentrale Anlaufstelle für feiernde Silvesterbesucher". In der Stadt seien keine größeren Veranstaltungen geplant.

In Aachen soll das Sicherheitskonzept aus den Vorjahren beibehalten werden. "Es gibt keine öffentlichen Veranstaltungen und keine besonderen Vorkehrungen", sagte eine Sprecherin. Auch der kommunale Ordnungsdienst werde im Vergleich zum Vorjahr nicht aufgestockt. Das gilt auch für Bochum und Essen. In Dortmund und Münster befinden sich die Pläne noch in der Vorbereitung.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben nicht dieselben Befugnisse wie Polizisten. Sie dürfen keine Menschen verhaften und tragen keine Waffen. Sie können aber unter anderem Platzverweise aussprechen, Bußgelder erteilen und Personalien überprüfen. - dpa

Quelle: wa.de

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