Senior-Experten bringen Jugendliche auf richtigen Weg

BONN - Der Senior Experten Service (SES) verzeichnet Erfolg bei seinen Bemühungen, Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen in Deutschland zu einem Berufsabschluss zu verhelfen.

Zwei Drittel aller jungen Menschen, die im Rahmen eines speziellen Programms individuell betreut wurden, hätten ihre Ausbildung beendet, teilte die Organisation am Mittwoch in Bonn mit. 2011 habe es 713 solcher Fälle von Ausbildungsbegleitung gegeben, ein Jahr zuvor seien es 445 gewesen.

Der Hintergrund: Jeder fünfte Jugendliche bricht in Deutschland seine Ausbildung vorzeitig ab - oft schon im ersten Lehrjahr. Um diesem Verlust an möglichen Fachkräften entgegenzuwirken hatte der SES - eine der größten ehrenamtlichen Organisationen für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand in Deutschland - vor vier Jahren die Initiative "Vera" gegründet. Sie soll verhindern, dass Jugendliche eine Ausbildung hinwerfen.

Die Vera-Begleitung ist für den Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieb kostenlos. Sie läuft zunächst zwölf Monate, kann aber bis zum Abschluss der Lehre verlängert werden.

Erfolg vermeldet der Senior Experten Service auch im klassischen Einsatzbereich in Firmen und gemeinnützigen Einrichtungen im Ausland. Im vergangenen Jahr wurde der 25 000. Einsatz seit der Gründung der Organisation 1983 gezählt. Dabei ging es um die Entwicklung eines Energiesparkonzeptes für ein kleines Unternehmen mit 50 Beschäftigten auf den Philippinen.

2011 war nach Angaben von SES-Geschäftsführerin Susanne Nonnen das bislang erfolgreichste Jahr. Es gab 2500 Einsätze in mehr als 90 Ländern, 300 mehr als 2010. Derzeit sind bundesweit rund 10 000 Fach- und Führungskräfte im Ruhestand registriert, so viele wie nie zuvor. - lnw

Quelle: wa.de

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