Schwerverletzte Radfahrer: illegale Autorennen als Ursache?

LEVERKUSEN/KÖLN - In Leverkusen und Köln sind Radfahrer bei Verkehrsunfällen schwer verletzt worden. In beiden Fällen ermittelt die Polizei in Richtung illegaler Autorennen. Vor kurzem war ein Todesopfer zu beklagen.

Rücksichtsloses Rasen könnte der Grund für gleich mehrere schwere Unfällen mit Radfahrern im Rheinland sein.

In Leverkusen ist ein Radfahrer vermutlich Opfer eines illegalen Autorennens geworden. Der Mann wollte am späten Mittwochnachmittag nach ersten Erkenntnissen bei Grün eine Kreuzung überqueren, als er von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Der 20-jährige Autofahrer soll sich zuvor nach Zeugenangaben ein Rennen mit einem anderen Fahrzeugführer geliefert haben, der vom Unfallort flüchtete.

Beide Fahrer seien an der Kreuzung in Leverkusen-Alkenrath im Zickzack an stehenden Autos vorbeigefahren und hätten das Rotlicht missachtet. Der mutmaßliche Unfallverursacher sei mit seinem Auto in einer Leitplanke stecken geblieben. Die Identität und das Alter des schwer verletzten Radfahrers waren zunächst nicht bekannt.

In Köln ist am Dienstagabend eine 19-jährige Radfahrerin beim Zusammenstoß mit einem Auto lebensgefährlich verletzt worden. Möglicherweise hatte sich der 22 Jahre alte Autofahrer zuvor ein Rennen mit einem anderen Wagen geliefert. "Wir ermitteln auch in diese Richtung", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zeugen hatten der Polizei von quietschenden Reifen und aufheulenden Motoren berichtet.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der 22-Jährige versucht, in einer langgezogenen Kurve mit hohem Tempo den Wagen eines 21-Jährigen zu überholen. Dabei geriet das Fahrzeug des 22-Jährigen ins Schleudern und erfasste die Radfahrerin, die ihm auf dem gegenüberliegenden Radweg entgegenkam. Die 19-Jährige, die einen Helm trug, erlitt schwerste Kopfverletzungen und wurde noch in der Nacht operiert. Ihr Zustand sei kritisch, sagte ein Polizeisprecher.

Erst vor wenigen Tagen war ein Mann als Folge eines illegalen Autorennens in Köln gestorben. Der 49-Jährige hatte vor drei Wochen als Fahrgast in einem Taxi gesessen, das von einem Raser gerammt wurde, der eine rote Ampel missachtet hatte. Der 19-Jährige hatte sich nach Angaben der Polizei ein Rennen mit einem gleichaltrigen Autofahrer geliefert. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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