Fahrer aus Bergkamen, Nebenmann aus Unna

Sprinter rast auf A44 bei Werl in Schwertransport - Beifahrer schwebt in Lebensgefahr

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[Update Freitag, 17.25 Uhr] Werl - Nach dem schweren Unfall am späten Donnerstagabend auf der A44 bei Werl kämpft der Beifahrer des Sprinters, der in einen Schwertransporter raste, um sein Leben.

„Das“, sagt Wehrleiter Karsten Korte, „war keine Rettung wie jede andere.“ Der Einsatz habe die Wehr massiv beschäftigt. Ein Sprinter aus dem Kreis Unna war am Donnerstagabend gegen 22 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund zwischen Werl-Süd und dem Kreuz Werl auf einen Schwertransporter aufgefahren. Der Wagen verkeilte sich unter dem schweren Gefährt und wurde noch mehrere hundert Meter mitgeschleift, bis dem Fahrer des Schwertransports ein Schleifen auffiel und er an den Fahrbahnrand fuhr. 

Die beiden Insassen des Sprinters waren in ihrem Wagen eingeklemmt und konnten sich nicht befreien. Ihr Zustand galt nach erster Einschätzung der Helfer als kritisch. Die Unfallursache ist ungeklärt.

Die Werler Wehr war mit 35 Mann und sechs Fahrzeugen ausgerückt. Während sie den Fahrer des Sprinters, ein 39-Jähriger aus Bergkamen, noch relativ leicht befreien konnte, war die Rettung des Beifahrers kompliziert. Das verkeilte Metall war kaum zu bewegen, eine Schnellrettung („Crashrettung“) über einen schnellen Fahrzeugaufschnitt nicht möglich. 

Zugangsöffnung für den Notarzt 

Also schufen die Retter zunächst eine Zugangsöffnung, damit das Unfallopfer notärztlich erstversorgt werden konnte. Der Mann war zwar die ganze Zeit über ansprechbar, aber massivst verletzt. Der Schwertransporter musste angehoben werden, um den Sprinter per Seilwinde herauszuziehen. Nach gut einer Stunde war der Beifahrer befreit. „So viel Material haben wir schon lange nicht mehr eingesetzt“, sagt Korte. Der Beifahrer, ein 44-Jähriger aus Unna, schwebt nach Informationen der Polizei von Freitagmorgen in Lebensgefahr. 

Ein Rettungshubschrauber war zunächst angefordert worden, der leitende Notarzt entschied jedoch, dass eine Luftrettung nicht vonnöten ist; der Hubschrauber kehrte somit wieder um. 

Die A 44 war während der Rettungs- und Aufräumarbeiten an der Strecke für mehr als eine Stunde gesperrt. Weil die Feuerwehr Wasser einsetzte, musste der Unfallabschnitt noch gestreut werden, damit es nicht glatt wird. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Werl-Süd abgeleitet. 

Die Feuerwehr suchte vorsorglich per Wärmebildkamera nach weiteren Unfallopfern; da die eigentliche Unfallstelle mehrere hundert Meter entfernt lag, wurde großräumig gesucht, um auszuschließen, dass ein weiterer, womöglich verletzter Mitfahrer des Sprinters Hilfe braucht. Der Einsatz der Wehr war gegen 0.30 Uhr beendet.

Quelle: wa.de

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