Abiturprüfungen bleiben

Schulen in NRW: Ferien zu Ende, seit Montag wieder Distanzunterricht - Infos für Eltern und Schüler

Die Schulen in NRW gehen nach den Osterferien vorerst zurück in den Distanzunterricht - mit wenigen Ausnahmen. Die Testpflicht kommt. Schulministerin Yvonne Gebauer informiert. 

Update vom 12. April, 10.39 Uhr: Wann der Großteil der Schüler wieder in die Schulen zurückkehren kann, ist unklar. Schulministerin Yvonne Gebauer gab in einem WDR-Interview keine Antwort auf die drängende Frage. Sie sagte, dass die Infektionslage derzeit sehr instabil sei. So bleibt noch offen, ob die Kinder und Jugendlichen nächste Woche wieder zur Schule können. Die Entscheidung soll so schnell wie möglich getroffen werden.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)
BildungsministerinYvonne Gebauer (FDP)

Update vom 12. April, 6.57 Uhr: Kurz vor dem Schulstart am Montagmorgen fassen wir die Lage der Dinge zusammen: Die Osterferien sind zu Ende - doch die Schulen in NRW werden heute trotzdem überwiegend leer bleiben. Für alle Schüler - außer den Abschlussklassen - ist zumindest für diese Woche wieder Homeschooling angesagt. Als Grund hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) das „diffuse Infektionsgeschehen“ genannt, das eine Anpassung des Schulbetriebs erfordere.

Nach Beschluss der Landesregierung müssen alle Schüler zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen. „Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.“ Die Testpflicht gilt nach Ministeriumsangaben auch für die Schüler, die ab Montag in die Notbetreuung kommen. In der erst am Wochenende veröffentlichten entsprechenden Verordnung gibt es eine Ausnahme für Prüflinge: Die können auch ohne Selbsttest in die Schule kommen, werden dann von den getesteten Mitschülern separiert.

Schulen in NRW: Distanzunterricht wegen mangelnder Testmöglichkeiten? Ministerium wehrt sich

Update vom 9. April, 14.06 Uhr: Offen ist weiterhin, ob auch für Kinder in der Notbetreuung - sie wird für die Klassen 1 bis 6 sichergestellt - eine Testpflicht gilt. Das monierte eine Kölner Grundschulleiterin im WDR. Ihre Schule habe auch noch keine Selbsttests erhalten. Die Auslieferung von mehreren Millionen Selbsttests an die Schulen in NRW hatte laut Ministerium verspätet erst am Donnerstag begonnen, das Problem liege beim Logistikunternehmen. Das Schulministerium wehrte sich am Freitag gegen Spekulationen, der Distanzunterricht sei aufgrund mangelnder Testmöglichkeiten in den Schulen angeordnet worden. 

Update vom 8. April, 18.23 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer hat am Donnerstag darüber informiert, wie es nach den Osterferien an den Schulen in NRW weitergeht. Es geht um Distanzunterricht und die Testpflicht als „Zugangskarte für den Präsenzunterricht“, wie Gebauer sagte. Nur ein Bruchteil der Schüler in NRW darf in der kommenden Woche an die Schule zurückkehren.

Schulen in NRW: Distanzunterricht nach Osterferien - Testpflicht kommt, Abitur wie geplant

Die wichtigsten Entscheidungen zum Betrieb an den Schulen in NRW nach den Osterferien:

  • Distanzunterricht: Ab Montag (12. April) geht es für die Schüler aller Schulformen zurück in den Distanzunterricht. Ausgenommen bleiben die Abschlussklassen der Sekundarstufe I und II inklusive der Qualifikationsphase. Ab dem 19. April 2021 soll der Unterricht an den Schulen dann – sofern es das Infektionsgeschehen zulässt – wieder mit Präsenzanteilen (Wechselmodell) fortgesetzt werden. 
  • Abitur 2021: Abiturprüfungen werden wie vorgesehen am 23. April beginnen. Das hat auch die Kultusministerkonferenz beschlossen. Der Unterricht für die Abiturienten wird sich in den kommenden neun Unterrichtstagen zwischen dem Ende der Osterferien und dem Beginn der Prüfungen auf die Abiturprüfungsfächer konzentrieren.
  • Testpflicht: Im Präsenzbetrieb der Schulen wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal an den Schulen geben. Die Pflicht zur Durchführung der Selbsttests wird für die Schüler in der Schule erfüllt. Alternativ ist möglich, die negative Testung durch eine Teststelle nachzuweisen, die höchstens 48 Stunden zurückliegt.
  • Notbetreuung: Soll nach Angaben des NRW-Schulministeriums für die Klassen 1 bis 6 sichergestellt sein. 

Das Infektionsgeschehen nach der ersten Osterferienwoche und dem Osterfest sei mit diffusen Infektionsausbrüchen noch schwer einzuschätzen und erfordere eine Anpassung des Schulbetriebes in der kommenden Woche, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer zu den Gründen der neuen Regelung an Schulen. Mediziner hätten im Rahmen der Kultusministerkonferenz bestätigt, dass das Infektionsgeschehen bei Kinder und Jugendlichen zunehme, so Gebauer.

Die NRW-Landesregierung geht von einem wöchentlichen Bedarf von 5,5 Millionen Corona-Selbsttests für die Schulen aus, deren Versand an die Schulen am Donnerstag (8. April) begonnen hat. Die ausreichende Belieferung aller Schulen mit der notwendigen Menge an Selbsttests soll nach den Belieferungsproblemen des Logistikunternehmens voraussichtlich bis Ende dieser Woche erfolgen, heißt es in einer Mitteilung des Schulministeriums.

Update vom 8. April, 17.44 Uhr: Ab Montag gilt eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler in NRW. Kinder und Jugendliche aller Schulen sollen zwei Mal pro Woche Selbsttests durchführen. Die Quote der Testverweigerer lag in der Phase vor den Osterferien offenbar zwischen 10 und 20 Prozent.

Schulen in NRW: Nach Osterferien wieder Distanzunterricht - Testpflicht kommt

Update vom 8. April, 17.38 Uhr: Wie msl24.de* berichtet, soll es für die Schüler der Abschlussklassen soll es in Nordrhein-Westfalen auch nach den Osterferien Präsenzunterricht in den Klassenräumen geben. Sie seien vom Distanzunterricht ausgenommen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag. Für die übrigen Jahrgänge gelte der Distanzunterricht vorerst nur eine Woche lang bis zum 16. April. Die Abiturprüfungen sollen trotz der Corona-Pandemie planmäßig am 23. April mit dem Fach Englisch starten. 

Update vom 8. April, 17.26 Uhr: Am Montag geht es an den Schulen in NRW zurück in den Distanzunterricht. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer. Ausgenommen sind die Abschlussklassen - Abitur und Jahrgang 10. Als Begründung für die Entscheidung habe das NRW-Schulministerium die ungewisse Infektionslage nach den Osterferien genannt. 

[Erstmeldung] Hamm - Die letzten Tage der Osterferien laufen. Wie geht es ab Montag (12. April) an den Schulen in Nordrhein-Westfalen weiter? Kommt angesichts der dritten Corona-Welle die Testpflicht? Welchen Einfluss hätte ein Lockdown für Präsenzunterricht und Prüfungen wie dem Abitur 2021? Millionen Eltern und Schüler warten auf Antworten. Die soll heute die Kultusministerkonferenz (KMK) um NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) liefern. Die Schulministerin wird heute noch darüber informieren. (News zum Coronavirus)

Schulen in NRW: Kultusministerkonferenz berät über Testpflicht und Prüfungen

Die Kultusminister der Länder beraten am Donnerstag über das weitere Vorgehen an den Schulen. In neun der 16 Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. Das Gespräch dient auch der Vorbereitung des für den 12. April geplanten Corona-Gipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten um NRW-Landeschef Armin Laschet (CDU). Angela Merkel fordert einen harten Lockdown und setzt die Länder unter Druck.

Überraschende Entscheidungen für ein einheitliches Vorgehen oder bundesweite Schulschließungen zeichnen sich nicht ab, denn viele Bundesländer haben für ihre Schulen längst Pläne gemacht. Lehrer und Familien mussten rechtzeitig vor Ferienende informiert werden.

Ein Schüler führt in einer Klasse einen Corona-Schnelltest an sich selbst durch.

Über Schulfragen entscheiden die Länder zudem grundsätzlich selbst. Allerdings hängt viel von der weiteren Entwicklung der Inzidenzwerte in Deutschland und NRW ab.

Schulen in NRW: Corona-Test soll für Schüler zur Pflicht werden

Auch Nordrhein-Westfalen hat bereits seine Pläne veröffentlicht. Der große Unterschied zum Wechselunterricht vor den Osterferien, an denen die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht Corona-Selbsttests durchgeführt wurden, ist die neue Verbindlichkeit, die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer mit einer Testpflicht schaffen will. Demnach soll es zwei verpflichtende Corona-Tests pro Woche für jeden Schüler in NRW geben. 

Nordrhein-Westfalen ist nicht das erste Bundesland, das auf den verbindlichen Einsatz von Corona-Tests setzt. Auch in Niedersachsen sind jene Tests bereits auf dem Vormarsch. Die niedersächsische Landesregierung hat dabei ein Konzept für die Testpflicht ausgearbeitet, das in dieser oder ähnlicher Form bald auch in NRW Realität werden könnte. Das Konzept setzt voraus, dass genügend Testkits vorhanden sind.

Schule in NRW: So könnte die Testpflicht in Nordrhein-Westfalen aussehen

  • Jeder Schüler, jede Schülerin, jeder Beschäftigte und jede Beschäftigte testen sich ab dem 12. April 2021 zweimal wöchentlich selbst.
  • Die Tests sind verpflichtend.
  • Getestet wird selbst und zuhause - vor Unterrichtsbeginn und nur an Präsenztagen.
  • Eltern und Erziehungsberechtigte müssen das negative Testergebnis (analog oder digital) schriftlich am Testtag bestätigen. Schulen können auch die Vorlage des benutzten Testkits verlangen.
  • Ohne ein negatives Testergebnis können Schülerinnen und Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.
  • Zuhause versäumte Tests können ausnahmsweise in der Schule nachgeholt werden – die Schulen stellen für diese Nachtests dort einen geeigneten Raum und Aufsichtspersonal zur Verfügung. Aber auch hier testen sich die Schülerinnen und Schüler selbst.
  • Bei einem positiven Testergebnis bleiben die Betroffenen zu Hause, informieren die Schule und nehmen Kontakt zu einem Arzt oder einem Testzentrum auf, um einen PCR-Test zu veranlassen. Die Schule informiert das Gesundheitsamt. Bei einem Positivtest in der Schule muss die Schülerin oder der Schüler unverzüglich nach Hause fahren oder abgeholt werden.

Ob die Testpflicht in NRW genauso umgesetzt wird, bleibt zunächst offen. Kurz vor dem Ende der Osterferien gibt es viel Wirbel um die Corona-Schnelltests für Schulen in NRW. Ob die Testpflicht klappt, könnte zur Zitterpartie werden. Die Lieferungen verzögern sich, und es gibt Zweifel, ob die Menge an Tests reicht. Der Beginn der Lieferungen verschiebt sich auf Donnerstag und Freitag. 

Für Wirbel sorgte zu Beginn der letzten Osterferienwoche auch die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. Dazu soll es nach aktuellem Stand aber nicht kommen. - *msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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