Präsenzunterricht

Schulen in NRW öffnen noch vor den Osterferien für alle - Ministerin Gebauer nennt Details

Noch im März dürfen alle Schüler in NRW zurück in die Schule. Das geht aus einer Mail des Ministeriums an die Schulen hervor. Yvonne Gebauer informiert über die Öffnung.

Update 12.50 Uhr: Ab 15. März kehren alle Schüler in NRW wieder in die Schulen zurück. Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) nannte am Freitagmittag weitere Details. „Der Unterricht wird nicht von heute auf morgen so ablaufen wie im vergangenen Jahr“, sagte Gebauer. „Die Schüler müssen erst einmal wieder ankommen - auch aus emotionaler Sicht.“ Daher werde in den ersten Tagen auch erstmal nicht eine „Leistungsüberprüfung“ im Mittelpunkt stehen. Die Lehrer sollen sich zuerst einen Eindruck verschaffen, wie es den Kindern im Lockdown ergangen ist.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 18 Millionen (Stand 2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Schule in NRW: Wechselunterricht ab 15. März

Wie der Wechselunterricht an den weiterführenden Schulen in NRW konkret aussieht, entscheiden die Schulen selbst. Fest steht: Die Klassen werden halbiert und die Lerngruppen werden nicht durchmischt. Religionsunterricht oder differenzierter Unterricht bei der zweiten Fremdsprache findet im Klassenverband statt. Ob die Schüler dann tageweise oder wochenweise in die Schule kommen, regelt die jeweilige Schulleitung.

Die Regeln gelten erst einmal nur bis zu den Osterferien, die am 29. März begingen. Wie es danach weitergeht, hängt vom Infektionsgeschehen ab. „Wir müssen weiter umsichtig sein“, sagt Yvonne Gebauer. Das Infektionsgeschehen bestimmt, wie viel Präsenzunterricht möglich sein wird.

Schulen in NRW: Öffnung auch an weiterführenden Schulen

[Erstmeldung] NRW - Die Schulen in Nordrhein-Westfalen befinden sich wegen Corona derzeit noch immer im Teil-Lockdown. Doch jetzt gibt es eine schnelle Wende. Aus einer Mail des NRW-Schulministeriums um Ministerin Yvonne Gebauer an die Schulen geht hervor, dass alle Schüler der weiterführenden Schulen ab dem 15. März in die Schulen zurückkehren können. (News zum Coronavirus)

Geplant sei demnach bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, wie es in der Schulmail heißt. Kein Schüler solle dabei länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein.

Für die Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe, die bereits am 22. Februar als erste wieder in halber Klassenstärke und im Wechselmodus in die Schulen zurückgekehrt waren, bleibe es bei der jetzigen Regelung. „Die derzeit geltenden Vorgaben für die Ausgestaltung des Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht werden unverändert bis zu den Osterferien 2021 fortgesetzt.“ Auch die Abschlussjahrgänge hatten am 22. Februar bereits zu den ersten Rückkehrern gehört. Damit holt NRW alle Schüler vor den Osterferien - sie beginnen am 29. März - zumindest eingeschränkt tageweise in den Präsenzunterricht zurück.

Für weiterführende Schulen gilt laut Ministerium: „Bei der Einführung des Wechselmodells sind aus Gründen der Kontaktreduzierung die Klassen beziehungsweise Kurse in der Regel in zwei Gruppen zu teilen, so dass es in den verbleibenden beiden Wochen bis zu den Osterferien zu einem Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht kommt.“ Bei kleinen Klassen und Kursen könne die Schulleitung aber selbst entscheiden, ob sie auf eine Teilung verzichtet. Über die Details wird Schulministerin Yvonne Gebauer am frühen Nachmittag informieren.

Schulen in NRW: Yvonne Gebauer spricht sich früh für Rückkehr der Schüler aus

Bei der jüngsten Bund-Länder-Konferenz wurde über Lockerungen beraten und einzelne Öffnungsschritte raus aus dem Lockdown beschlossen. Schulen waren dabei zunächst außen vor gewesen. Das betonte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach dem Corona-Gipfel. Die Zuständigkeit liege schließlich bei den Ländern. Daher sei über diese Frage nicht in der Ministerpräsidentenkonferenz entschieden worden.

Demnach hatte Gebauer bereits geplant, weitere Schüler in NRW noch im März zurück in die Schulen holen. Anders als bei den Beschlüssen des Corona-Gipfels zu weiteren Öffnungen im öffentlichen Raum wird dieses Vorhaben unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz umgesetzt. Zumal in NRW und ganz Deutschland die Corona-Zahlen aktuell ansteigen. Ein jähes Ende des Lockdowns ist aber auch in den Schulen nicht zu erwarten. So stellte Gebauer bereits klar, dass die Rückkehr weiterer Kinder in die Schulen nur im Wechselmodell möglich sei.

Schulöffnungen in NRW noch Mitte März: Gebauer bekommt Druck vom Kultusministerium

Gebauer hatte schon vor der endgültigen Entscheidung hervorgehoben, dass der Wechselunterricht für alle Schüler in NRW noch Mitte März in Kraft treten muss. „Sonst verlieren wir die Kinder“, sagte die Schulministerin dem Kölner Stadt-Anzeiger. Mit diesen Worten und ihrem Plan, der nicht von Inzidenzwerten abhängt, schlug Gebauer einen Kurswechsel ein. Vorher hatte sie potenzielle Öffnungen nur im Zusammenhang mit einer stabilen Inzidenz für möglich gehalten.

Auch die Kultusminister aller Länder hatten gefordert, dass nicht nur weitere, sondern alle Schüler noch im März wieder in die Schule gehen können. „In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen - auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird“, sagte Britta Ernst, Brandenburgs Bildungsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Schulöffnungen: Wechselunterricht in NRW zunächst wahrscheinlich

Demnach könnten einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, sich sogar schon für richtigen Präsenzunterricht entscheiden. In NRW dürfte das jedoch vorerst nicht der Fall sein, da die Corona-Zahlen aktuell weiter steigen. Stattdessen soll in Nordrhein-Westfalen vorerst Wechselunterricht dominieren, da Abstände so besser eingehalten werden können.

Yvonne Gebauer informiert über die weitere Entwicklung in den Schulen Nordrhein-Westfalens.

Als Voraussetzung für eine zeitnahe Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht sehen viele Experten den Einsatz von Schnelltests, deren Kapazität die Bundesregierung ja jüngst angepriesen hat. Ab Samstag startet der Verkauf von Corona-Selbsttests beim Discounter Aldi. Kostenlose Antigen-Schnelltests an Apotheken und in Arztpraxen sollen es ebenfalls zeitnah geben. Folgt der Gebrauch von Schnelltests in den Schulen? (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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