PKW-Fahrer und Fahrer des Lkw schwer verletzt

Auffahrunfall auf A1: Lkw und drei Autos in Unfall verwickelt

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[Update 12.45 Uhr] Schwerte/Dortmund - Schier unglaubliche Duplizität der Ereignisse: Nach den beiden schweren Lkw-Unfällen von Mittwoch binnen weniger als zwei Stunden auf der A1 hat es am frühen Donnerstagnachmittag erneut zwischen der Anschlussstelle Schwerte und dem Kreuz Dortmund/Unna gekracht. Beteiligt sind nach derzeitigem Ermittlungsstand ein Lastwagen und drei Autos. 

Nach Erkenntnissen der Dortmunder Polizei wurde ein 52-jähriger Fahrer eines Lkw aus Greven sowie ein 26-jähriger Pkw-Fahrer aus Jülich schwer verletzt. Der 26-jährige Jülicher musste mit einem Rettungshubschrauber zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zeitweilig konnte Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Der 52-Jährige aus Greven kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Am Ende eines  verkehrsbedingten Rückstaus bremsten zunächst der Sattelzug eines 39-jährigen Dortmunders und dahinter der Crafter eines 52-Jährigen aus Fröndenberg ab. 

Der darauf folgende Fahrer eines Pkw, ein 43-Jähriger aus Werl, reagierte darauf möglicherweise zu spät und versuchte den drohenden Unfall mit einem Ausweichmanöver nach links zu vermeiden. Dabei prallte er mit seiner rechten Fahrzeugfront gegen das linke Heck des Crafters und schleuderte weiter nach links. Hier prallte er seitlich in den Pkw des schwer verletzten 26-Jährigen aus Jülich. 

Die Wucht des Aufpralls schleuderte den Pkw des 43-Jährigen weiter nach rechts und dort gegen das Heck des Sattelzuges. Von hier aus prallte er nochmal zurück und kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Der Wagen des 26-Jährigen schleuderte durch den seitlichen Aufprall nach links in die Mittelschutzplanken, überschlug sich und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Liegen. Der nachfolgende Fahrer eines Klein-Lkw, ein 52-Jähriger aus Greven, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er prallte anschließend in den Pkw des 26-Jährigen und kam schließlich auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand.

Die Höhe des Sachschadens wird auf rund 29.000 Euro geschätzt.  Die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Bremen ist seit Donnerstagabend 18.30 Uhr wieder freigegeben. 

Weil keine Rettungsgasse gebildet wurde, wurde die Anfahrt eines Rettungswagens um 13.37 Uhr auf der A1 in Richtung Bremen, durch einen LKW mit Anhänger behindert. Der Rettungswagen fuhr unter Sondersignalen in Richtung Unfallstelle, um dort den verletzten Verkehrsteilnehmern zur Hilfe zu eilen. Der unbekannte Fahrer eines LKW mit Anhänger versperrte dabei, auf der Anfahrt, den mittleren Fahrstreifen der A1. Der Fahrer ignorierte dabei völlig das eingeschaltete Blaulicht und Martinshorn. Bei dem Versuch an dem Gespann vorbei zu gelangen, wurde der Rettungswagen beschädigt. 

In Fahrtrichtung Köln gab es ebenfalls erhebliche Verkehrsbehinderungen, da hier Gaffer durch ihr Verhalten das Fortkommen erheblich beeinträchtigten. 

Auf der A1 in Richtung Köln ereigneten sich ebenfalls Unfälle. Ob diese im Zusammenhang mit den schaulustigen Verkehrsteilnehmern an der Unfallstelle zusammenhängen, ist noch unklar.

Die Polizei appelliert an die Fahrer: "Bitte bilden Sie eine Rettungsgasse und halten Sie diese für nachfolgende Einsatzfahrzeuge offen. Auch Sie selbst könnten einmal in einen Unfall verwickelt werden und hoffen dann dringend auf schnelle Hilfe!"

Lesen Sie auch: Mehrere Verletzte nach zwei schweren Lkw-Unfällen auf der A1

Quelle: wa.de

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