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Die Polizei gerufen und dann genascht: So erlebte Tobias Teutenberg den Westönner Schoko-Unfall

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Tobias Teutenberg (33) hatte den Schoko-Vorfall in Werl entdeckt. Natürlich durfte auch genascht werden.

Westönnen - Der Westönner Tobias Teutenberg befand sich am Montagabend auf dem Heimweg, als ihm sein Instinkt verriet, dass bei der Firma "DreiMeister Spezialitäten" etwas anders ist als sonst. Er wendete, schaute nach und entdeckte das Schokoladen-Malheur, das Westönnen in die Schlagzeilen brachte.

Vor einem halben Jahr zog es Tobias Teutenberg der Liebe wegen aus Rüthen in den Werler Ortsteil. Dort entdeckte er eine weitere Verführung, die ihm nicht mehr aus dem Kopf ging: Die Firma "DreiMeister Spezialitäten" an der Weststraße. 

Immer, wenn er dort vorbeifahre, beschleiche ihn ein Gefühl der süßen Sehnsucht: "Ich bin ein echter Schokoladenliebhaber. Ich komme nicht an der Firma vorbei, ohne hinzugucken. Und das ist nicht einfach so dahergesagt."

Als er den Schokoladen-Austritt entdeckte, bahnte sich die flüssige Masse bereits einen Weg in Richtung Straße.

So tat er es auch am Montagabend. Aber: "Aus dem Blickwinkel war irgendetwas anders als sonst", erinnert sich der 33-Jährige. Er drehte um und schaute nach. Was ihm der zweite Blick offenbarte, dürfte seiner Gefühlslage eine Mischung aus Erschütterung und Glückseligkeit verpasst haben.

"Die Polizistin musste ein wenig lachen"

"Aus der Tür kam eine dickflüssige Masse, die sich in Richtung Straße bewegte." Sofort war ihm klar, was sich dort wie das Magma eines Vulkans scheinbar unaufhaltsam einen Weg nach vorn bahnte. Um 19.28 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein: "Die Polizistin am anderen Ende der Leitung musste ein wenig lachen, als ich ihr sagte: 'Hier passiert was Kurioses. Hier läuft Schokolade aus", erinnert sich Tobias Teutenberg. 

Schokoladen-Malheur bei Dreimeister in Westönnen

Bis der erste Streifenwagen der Polizei wenig später vor Ort war, hatte die Schokolade die Straße erreicht und wurde von einem Autofahrer übersehen: "Danach musste er mit seinem Wagen vermutlich erstmal in die Waschstraße", vermutete Teutenberg mit einem Schmunzeln. 

"Jetzt bitten wir mal alle Kinder her.."

Der erste Polizist vor Ort hatte direkt eine Idee, wie das Malheur beseitigt werden und wie man mit der Schokolade noch für leuchtende Kinderaugen sorgen könne: "Jetzt bitten wir mal alle Kinder aus der Gegend her und sagen ihnen, sie sollen Eimer für die Süßigkeiten-Schublade mitbringen", habe der Beamte sinngemäß gesagt, berichtete Teutenberg.

Die Feuerwehr Werl wurde zur technischen Hilfe hinzugerufen.

Dieser Plan ging zwar nicht auf, doch er brachte den Entdecker des ungewöhnlichen Schoko-Flusses auf eine Idee: "Ich hatte zum Glück eine Tasse im Auto. Damit konnte ich etwas Schokolade abschöpfen." Da die mittlerweile meterlange "Schokoladen-Tafel" etwa zehn Zentimeter dick war, "gab es keine Probleme, an Schokolade zu kommen, die nicht mit der Straße in Berührung gekommen war". Sein Urteil: "Die Schokolade war noch schön warm. Sie hat wirklich unfassbar gut geschmeckt!" Am Mittwoch erklärte er, dass nur noch wenig Schokolade in seiner Tasse übrig sei.

"Schöne Vor-Weihnachtsgeschichte"

Für den Schokoladen-Fan sei der Vorfall am Montagabend "eine sehr schöne Vor-Weihnachtsgeschichte" gewesen. Als Mitarbeiter der Firma und letztlich die Feuerwehr zur Hilfe kamen, war die Sache für Tobias Teutenberg gegessen.

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Quelle: wa.de

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