Schoko-Geschichte 2.0: Multimedial und total bunt

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Zwei junge Frauen schauen sich am Donnerstag im Schokoladenmuseum in Köln die neue Ausstellung an.

KÖLN - Das Kölner Schokoladenmuseum hat umgebaut. Die zweite Etage wurde komplett neu entworfen und lockt nun mit Multimedia-Elementen und Mitmachstationen - zum Beispiel einer kleinen Maya-Schule.

Von Katrin Kampling

Für das Wort "Kakao" gibt es verschiedene Maya-Schriftzeichen. Alle sehen vage aus wie ein Gesicht mit einer dicken Lippe und einem großen Auge. Drei davon kann man jetzt in der neu gestalteten zweiten Etage des Schokoladenmuseums in Köln erlernen. Gemalt wird einfach mit der Fingerkuppe auf einem Touchscreen. "Ein Maya könnte das bestimmt lesen", zeigt die Tafel danach ermunternd an.

Überall im Museum kann man drücken, ziehen, schieben, klappen und drehen. Sogenannte "Flachware" gibt es kaum noch. "Flachware", damit meinen Museumsprofis die großen Wandtafeln, auf denen in großen Textblöcken trockenes Geschichtswissen dargeboten wird.

Vor dem Umbau standen die Ausstellungsstücke gehäuft, es war dunkel und stickig. Es habe auch zu viele Text-Tafeln gegeben, sagt Museumspädagoge Olaf Vortmann, "so dass uns die Besucher einfach durchgerannt sind, so nach dem Motto: Das interessiert uns eh nicht." Vermisst habe die Ausstellung während der Umbauphase auch kaum jemand, zumal es an den verschlossenen Eingängen Gratis-Schokolade gegeben habe.

Jetzt gibt es Projektionen, Spiele und eine Kabine mit einer Art Hörspiel zur Schokoladen-Geschichte. Insgesamt elf Computer-Terminals und vier mechanische Stationen wollen den Besucher zum Schokoladen-Profi machen. - lnw

Quelle: wa.de

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