NRW bleibt weiß

Weiter Schnee: Düsseldorf winterlicher als Kahler Asten

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Ein Dackel kämpft sich in Preußisch Oldendorf mit seinem Frauchen durch den Schnee.

[UPDATE 15.15 Uhr] NRW - An Rhein und Ruhr brachte der Schnee den Berufsverkehr erneut ins Schlittern. Das Sauerland könnte dagegen durchaus noch mehr Flocken vertragen: Die Schneekanonen laufen auf Hochtouren.

Nordrhein-Westfalen bleibt unter einer Schneedecke. Ein Tiefdruckgebiet über Belgien brachte am Dienstag teilweise kräftigen Neuschnee im Rheinland, Ruhrgebiet und in Ostwestfalen. Andauernde Minusgrade werden auch an den kommenden Tagen dafür sorgen, dass die weiße Pracht erhalten bleibt, sagte Meteorologin Cornelia Urban vom Deutschen Wetterdienst in Essen. "Das Sauerland hat vergleichsweise wenig abgekommen. Mit 6 Zentimetern Schnee liegt in Düsseldorf derzeit mehr Schnee als auf dem Kahlen Asten."

Entsprechend auf Hochtouren laufen seit vergangener Woche die Schneekanonen in den Wintersportregionen im Sauerland. Die natürliche Schneedecke beträgt in Winterberg und Umgebung nur wenige Zentimeter. "Das macht ein schönes Bild, reicht aber weder fürs Ski- noch Langlaufen", erklärte eine Sprecherin der Wintersport-Arena am Dienstag. "Allerdings sind die derzeitigen Temperaturen von fünf Grad minus optimal für die Beschneiungen der Pisten." Tag und Nacht feuern die Schneekanonen und häufen Schneereserven für die bevorstehende Saison in den kommenden Wochen an - knapp ein halber Meter Schnee liegt so schon auf den Pisten.

Was die Skitouristen freut, verlangte den Pendlern an Rhein und Ruhr auch am Dienstag eine Extraportion Geduld ab: Insgesamt 260 Kilometer Stau zählte die Landesleitstelle der Polizei zu Spitzenzeiten im morgendlichen Berufsverkehr. "Da haben wir in NRW immer viele Staus - solche Witterungsbedingungen verstärken das Problem allerdings", sagte Landesstellenleiter vom Dienst, Oliver Struckmeier. Außerdem habe es mehr Unfälle gegeben als gewöhnlich - "glücklicherweise meist nur Blechschäden", so Struckmeier.

Räum- und Streufahrzeuge des Landesbetriebs Straßenbau sind weiterhin rund um die Uhr im Einsatz. "Immerhin 20.000 Kilometer Straßen versuchen wir schnee- und eisfrei zu halten", sagte Behördensprecher Bernd Löchter. Verglichen mit Wintereinbrüchen vor zwei oder drei Jahren stelle die jetzige Witterung die Autobahnmeistereien aber vor keine großen Probleme. Von 700 Streu- und Räumfahrzeugen sei erst etwa die Hälfte unterwegs. Auch um Streusalznachschub sorge er sich nicht: "Wir haben in diesem Jahr mehr Salz einlagert als je zuvor." Von 220 000 Tonnen Streusalz in den Lagern wurden in diesem Winter erst rund 50 000 Tonnen verbraucht, schätzt Löchter.

Auch der Deutschen Bahn und den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund bereitete das Winterwetter am Dienstag kein Kopfzerbrechen. Nur vereinzelt müssten Fahr- und Fluggäste leichte Verspätungen hinnehmen, hieß es. - lnw

Quelle: wa.de

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