Schnee- und Eisglätte in NRW sorgen für Dutzende Unfälle

NRW - Schnee- und Eisglätte hat am Donnerstag in ganz Nordrhein-Westfalen für viele Verkehrsunfälle und erhebliche Behinderungen gesorgt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Vor allem Autofahrern auf der A 1 und der A 4 in den Regierungsbezirken Arnsberg und Köln machte Blitzeis zu schaffen.

Auf der A 4 bei Reichshof im Oberbergischen seien mindestens zehn Fahrzeuge ineinander gekracht, hieß es bei der Landesleitstelle der Polizei in Neuss. "Wir haben bisher keine Meldungen über Schwerstverletzte oder Tote", sagte ein Sprecher, ohne Einzelheiten nennen zu können. Die Autobahn wurde Richtung Köln gesperrt.

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Auf der A 4 in Aachen durchbrach ein Lastwagen eine Leitplanke. Auch hier wurde die Fahrbahn Richtung Köln gesperrt. Die A 1 war zwischen Gevelsberg und Wuppertal-Nord am Nachmittag in beiden Richtungen wegen Glatteis dicht. Gegen 17.30 Uhr registrierte die Polizei landesweit rund 200 Kilometer Stau. Das sei deutlich mehr als an einem Donnerstagnachmittag üblich, erläuterte der Sprecher. An vielen Orten in NRW sei es zu kleineren Unfällen gekommen.

Im östlichen Ruhrgebiet kam es zu mehr als 30 Unfällen binnen einer Stunde. Mehrere Menschen wurden verletzt. Bei einer Unfallserie im Kreis Paderborn mit 17 Unfällen wurden elf Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Im Kreis Olpe zählte die Polizei am Nachmittag fast 30 Unfälle. Zwei Menschen wurden hier verletzt. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschaden.

Fünf Verletzte gab es bei einem schweren Unfall im Hochsauerlandkreis. Eine 19-Jährige war bei Meschede mit ihrem Wagen auf eisglatter Straße ins Schleudern gekommen und mit einem entgegenkommenden Kleinlaster zusammengestoßen. Die Autofahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Eine Beifahrerin wurde schwer verletzt, die anderen leicht.

Die schwierige Lage auf den Straßen habe nicht unmittelbar mit dem Wetter zu tun, erklärte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen. Zwar habe es etwas Schnee und Sprühregen gegeben. Schuld an der Eisglätte seien aber die vom Winterdienst in den vergangenen Wochen verteilte Lauge und das Salz. "Wenn es etwas wärmer wird und taut, zieht das Salz Feuchtigkeit aus der Luft an. Friert es dann wieder, entsteht Eisglätte."

Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Zeit bis Freitagvormittag vor Glätte durch überfrierende Nässe. Bis Donnerstagabend könne es im Süden und Südwesten auch leicht schneien. - lnw

Quelle: wa.de

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