Großeinsatz der Polizei in Herford

Schlägerei zwischen Jesiden und Muslimen

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HERFORD - Großeinsatz für die Polizei in Herford. Dort kam es am Mittwoch zu einer Schlägerei zwischen Männern jesidischen und muslimischen Glaubens sowie einer anschließenden gewalttätigen Demonstration, so dass die Polizeikräfte aus ganz Ostwestfalen zusammenziehen musste.

Begonnen hatte die Auseinandersetzung nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gegen 16 Uhr vor einem Imbiss in der Herforder Innenstadt in Bahnhofsnähe. Darin verwickelt waren zunächst nur  fünf männliche Personen jesidischen und sechs männliche Personen muslimischen Glaubens.

Im Rahmen der Tätlichkeiten wurde ein 31-jähriger Jeside verletzt. Die Beteiligten sollen mit Flaschen und einem Messer bewaffnet gewesen sein. Anlass der Schlägerei soll ein Plakat gewesen sein, das an dem Imbiss aufgehängt war. Auf diesem Plakat wird zu einer künftigen Demonstration der Jesiden anlässlich der militärischen Auseinandersetzungen in Syrien und im Irak aufgerufen.

Bis zu 300 Jesiden kamen nach Herford

In Folge der gefährlichen Körperverletzungen versammelten sich im Laufe des späten Nachmittags und Abends bis zu 300 Jesiden in Herford, um gegen den tätlichen Angriff zu demonstrieren.

Es kam zu weiteren Sachbeschädigungen und Körperverletzungen im Innenstadtbereich Herford, an denen Anhänger der verschiedenen Glaubensrichtungen beteiligt waren.

Hunderschaften im Einsatz

Starke Polizeikräfte aus allen Behörden Ostwestfalens und Kräfte der Polizeihundertschaften aus Bochum und Dortmund sorgten für eine Trennung der Gruppierungen und begleiteten die demonstrativen Aktionen, die gegen 21 Uhr dem Ende zu gingen.

"Die Nacht ist weitgehend ruhig geblieben", sagte ein Sprecher der Herforder Polizei am Donnerstagmorgen zu WDR.de. "Allerdings wurden mehrere Gruppen kontrolliert und Bewaffnung festgestellt."

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: wa.de

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