Schlägerei in Dortmund - Rechtsextreme festgenommen

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DORTMUND - Rund 30 Menschen haben sich in Dortmund geprügelt und mit Flaschen beworfen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hätten Beamte am Montag sechs Männer und eine Frau aus dem rechtsextremen Spektrum festgenommen. Sie stünden unter dem Verdacht des Landfriedensbruchs.  

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen am Wilhelmplatz in Dortmund - Dorstfeld gestern Abend, 02.02.2015, sucht die Polizei weitere Zeugen. Um 21.20 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Dortmunder Polizei ein. Die Anrufer berichteten von gewalttätigen Auseinandersetzungen mit ca. 30 Beteiligten, teilweise maskiert, die sich unter anderem mit Flaschen bewerfen.

Die alarmierten Polizeibeamten, die mit einem Großaufgebot am Einsatzort eintrafen, stellten im Schulte - Witten - Park eine Gruppe von sieben dunkel gekleideten Personen fest, sechs Männer und eine Frau, die alle dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen sind. Bei ihrer Überprüfung ergaben sich Anhaltspunkte für die Beteiligung an der geschilderten Auseinandersetzung. Sie wurden wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt.

Nach ersten Erkenntnissen soll es sich um eine Auseinandersetzung zweier Personengruppen gehandelt haben, von denen eine dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen ist. Ein Teil dieser vermummten Gruppe entwendete aus einem nahe gelegenen Kiosk Flaschen, die sie kurz darauf als Wurfgeschosse einsetzten. Bei den Auseinandersetzungen wurde nach jetzigen Erkenntnissen niemand verletzt, es wurden jedoch mindestens zwei Pkw beschädigt.

Die Dortmunder Polizei hat eine Ermittlungskommission eingerichtet. Der Staatsschutz ermittelt mit Hochdruck und sucht weitere Zeugen, die ergänzende Angaben zum Sachverhalt, den beteiligten Personen und der Art der Beteiligung machen können.

Hinweise werden von der Kriminalwache unter der Rufnummer 0231 - 132 7441 entgegen genommen.

In diesem Zusammenhang weist die Dortmunder Polizei noch einmal ausdrücklich auf das im Februar 2012 eingerichtete Infotelefon hin: Unter der Rufnummer 0231 - 132 7777 können Ratsuchende Hilfen und Beratungsangebote von qualifizierten Staatsschutzmitarbeitern der Polizei erhalten, Informationen einholen oder auch der Polizei Hinweise geben. Das Infotelefon ist von Montag bis Freitag, in der Zeit zwischen 07:00 und 22:00 Uhr, besetzt. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der regelmäßig abgehört und bearbeitet wird. - eB

Quelle: wa.de

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