Verkehr sollte bis Mittag wieder fließen

Nach Schiffsunfall:  Sperrung der A42-Brücke wird wieder aufgehoben

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Schiffsunfall auf dem Rhein

Duisburg  - Nach dem Schiffsunglück auf dem Rhein mit mehr als zwei Dutzend Verletzten wird die gesperrte Autobahnbrücke in Duisburg wieder für den Verkehr freigegeben.

"Die Überprüfung der Statiker hat ergeben, dass die Brücke nicht länger gesperrt werden muss", sagte eine Sprecherin des Landesbaubetriebes Straßen.NRW der dpa am Mittwochmorgen. Nach der Freigabe durch die Statiker sollte der Verkehr auf der A42 bis spätestens zum Mittag wieder frei fließen.

Ein Passagierschiff hatte am späten Dienstagabend den linksrheinischen Pfeiler der Autobahnbrücke Baerl gerammt. 27 Personen wurden laut Polizei verletzt, 4 davon schwerer. Die Autobahn 42, einer der Hauptverkehrswege in und aus Richtung der Beneluxstaaten, wurde nach dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Baerl und Duisburg-Beeck gesperrt.

Wie die Straßen.NRW-Sprecherin erklärte, wurde deshalb eine für den Mittwochvormittag geplante Bauarbeit auf der parallel verlaufenden Autobahn 40 verschoben. So sollte der Verkehrsfluss auf einer der Ausweichstrecken möglich sein. Wegen der Feiertage sei das Verkehrsaufkommen aber nicht so groß wie an Werktagen, hieß es weiter. Im Jahresdurchschnitt befahren rund 90.000 Fahrzeuge pro Tag die Autobahn 42.

129 Menschen an Bord

Vier laut Polizeiauskunft aus der Nacht schwerer Verletzte konnten die Krankenhäuser am Mittwochmorgen bereits wieder verlassen. Während des zunächst unübersichtlichen Großeinsatzes hatte es zuvor unterschiedliche Angaben über die Zahl der Verletzten gegeben.

Die 129 Menschen an Bord des Hotelschiffs "Swiss Crystal" stammten nach dpa-Informationen mehrheitlich aus Benelux-Staaten. Demnach war das Schiff in Richtung Niederlande unterwegs. Eine Sprecherin der Schweizer Reederei Scylla, unter deren Flagge das Schiff fuhr, konnte am frühen Mittwochmorgen nichts zu dem Unfall sagen.

Unfall vergleichsweise glimpflich ausgegangen

Auch zur Route des Schiffs machte die Reederei zunächst keine Angaben. Das Schiff wurde bei dem Aufprall am Bug beschädigt. Ein zweites Passagierschiff kam der havarierten "Swiss Crystal" zu Hilfe und nahm die 26 Besatzungsmitglieder und 103 Passagiere an Bord. Der Unfall sei angesichts der vielen Menschen an Bord vergleichsweise glimpflich ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg.

Mehrere Feuerwehrschiffe waren im Einsatz. Notärzte behandelten Passagiere auch an der Einsatzstelle. Die Wasserschutzpolizei übernahm die Ermittlungen. Der Reiseveranstalter stellte laut Feuerwehr Duisburg etwa eine Stunde nach der Havarie ein Ersatzschiff. "Die Betroffenen hatten die Möglichkeit, die Reise mit dem Ersatzschiff fortzusetzen." Daneben habe der Veranstalter die Passagiere auf Wunsch in Hotels unterbringen lassen oder einen Transport an den jeweiligen Wohnort organisiert. -dpa

Quelle: wa.de

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