Espelkamp

Tote nach Schießerei in NRW: Obduktionsergebnis liegt vor - Verdächtiger in U-Haft

Die Polizei hat einen Straßenzug in der Innenstadt von Espelkamp abgesperrt.
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In Espelkamp sind am Donnerstag Schüsse gefallen. Eine Frau und ein Mann wurden tödlich getroffen.

In Espelkamp (NRW) sind am Donnerstag zwei Personen durch Schüsse getötet worden. Mittlerweile liegt das Obduktionsergebnis vor.

Update vom 21. Juni, 12.15 Uhr: Es gibt weitere Informationen zu den tödlichen Schüssen in Espelkamp, Kreis Minden-Lübbecke (NRW). Ein 48-jähriger Mann und eine 51-jährige Frau wurden dabei tödlich verletzt. Ab Freitag wurden die Opfer obduziert. Nun liegen die Obduktionsergebnisse vor.

Die Obduktion der getöteten Personen ergab laut Polizei, dass sie aufgrund multipler Schussverletzungen verstarben. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll zunächst der 48-jährige Mann in einem Wohnhaus in Espelkamp tödlich verletzt worden sein, woraufhin die ebenfalls anwesende 51-jährige Frau aus den Räumlichkeiten flüchtete. Diese soll anschließend, unweit des ersten Tatortes, schwerwiegend verletzt worden sein und erlag schließlich ihren Verletzungen.

Der 52-jährige dringend tatverdächtige Mann aus Diepenau hat sich laut Polizei bislang nicht zur Tat geäußert, bei der seine getrennt lebende Ehefrau und sein Schwager getötet wurden. Gegen den Tatverdächtigen wurde am Freitag (18.06.2021) Untersuchungshaft wegen zweifachen Totschlags erlassen. Der Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft war zuvor polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Update vom 18. Juni, 15.45 Uhr: Die Polizei und Staatsanwaltschaft äußerte sich nun zum mutmaßlichen Motiv des Tatverdächtigen. Das Motiv lege „im familiären Bereich“. Am Morgen war die Polizei in diesem Punkt aus ermittlungstaktischen Gründen noch zurückhaltend. Der Haftrichter des Amtsgerichtes Bielefeld erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 52-jährigen Diepenauer wegen zweifachen Totschlags.

Die 51-jährige Frau und ein 48-jähriger Mann waren am Donnerstag gegen 11.15 Uhr nach Schüssen in Espelkamp in einer Reihenhaussiedlung gefunden worden. Die Körper lagen knapp 100 Meter voneinander entfernt. Der Mann war schon tot, die Frau starb nach Wiederbelebungsversuchen der Rettungskräfte vor Ort. Anwohner hatten vier Schüsse gehört. Der dringend Tatverdächtige war am Abend gegen 17.30 Uhr in Niedersachsen von Spezialkräften der Polizei in seinem Wohnort an einem kleinen See im Stadteil Lavelsloh gefasst worden. Dabei war er nach Angaben der Polizei gestürzt und hatte sich Schürfwunden zugezogen. Zuerst war in Medienberichten von einer Amoktat die Rede gewesen - dies dementierte die Polizei aber umgehend.

Update vom 18. Juni, 14.58 Uhr: Nach tödlichen Schüssen auf eine Frau und einen Mann in Espelkamp in Ostwestfalen hat die Obduktion der Leichen begonnen. Das sagte die Bielefelder Polizei am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der 52-jährige Tatverdächtige soll noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Zum Motiv könne sich aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht geäußert werden. In welchem Verhältnis die beiden Opfer zueinander standen, hat die Polizei ebenfalls noch nicht bekannt gegeben. Die erschossene Frau soll 51 Jahre alt gewesen sein. Für den Tagesverlauf kündigte die Polizei weitere Informationen an.

Update vom 17. Juni, 18.24 Uhr: Nach tödlichen Schüssen auf einen Mann und eine Frau in Espelkamp, Kreis Minden-Lübbecke (NRW), hat die Polizei am Abend im gut zehn Kilometer entfernten Diepenau (Niedersachsen) einen dringend tatverdächtigen 52-jährigen Mann festgenommen. Der Zugriff soll ohne Komplikationen erfolgt sein.

Update vom 17. Juni, 17.12 Uhr: Es gibt weitere Informationen zu den tödlichen Schüssen in Espelkamp. Die Polizei soll inzwischen im niedersächsischen Diepenau, gut zehn Kilometer vom Tatort entfernt, das Haus eines 52-jährigen Tatverdächtigen umstellt haben. Das berichtet ein dpa-Reporter. Die Opfer seien am Morgen etwa um 11.15 Uhr, in unmittelbarerer Entfernung zueinander, gefunden worden sein. Bei dem Mann soll es sich um einen 48-Jährigen handeln, zu der Frau machte die Polizei bisher keine näheren Angaben. Sie soll bei Eintreffen der ersten Kräfte noch gelebt haben, starb dann aber noch am Tatort. Augenzeugen berichteten von vier Schüssen, eine Nachbarin soll die Polizei gerufen haben. Die Ermittlungen werden von einer Mordkommission geführt.

Update vom 17. Juni, 15.56 Uhr: Einen Bericht, wonach auch der Schütze, der am Donnerstagmittag in Espelkamp zwei Menschen erschoss, tot sein soll, hat die Bild revidiert. Die Polizei habe das dementiert. Weiter heißt es, bei den Opfern handele es sich um die Exfrau des Schützen und deren Bruder.

StadtEspelkamp
LandkreisMinden-Lübbecke
Einwohner24.782

Update vom 17. Juni, 14.17 Uhr: Große Teile der Innenstadt von Espelkamp sind abgesperrt, laut WDR war zeitweise ein Hubschrauber im Einsatz. Sondereinsatzkräfte, Kriminalpolizei, Spurensicherung und Notfallseelsorger sind vor Ort. Der Täter ist offenbar weiter auf der Flucht; er ist vermutlich bewaffnet.

Update vom 17. Juni, 14.03 Uhr: Der Verdacht einer Amoklage hat sich nicht bestätigt. Die Polizei geht nach Informationen der dpa von einem Tötungsdelikt aus. In welcher Beziehung der Täter und die beiden Opfer standen, ist noch unklar.

Update vom 17. Juni, 13.58 Uhr: Die Schüsse fielen in der Innenstadt von Espelkamp, einer 25.000-Einwohner-Stadt im Nordosten von NRW.

Update vom 17. Juni, 13.38 Uhr: Die Polizei Bielefeld hat jetzt mitgeteilt, dass bei der Schießerei in Espelkamp zwei Menschen gestorben sind. Der Täter befinde sich noch auf der Flucht, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Opfern handelt es sich laut Polizei um einen Mann und eine Frau. Ein Tatort befindet sich nach ersten Angaben in einem Haus, der andere davor. Nach Informationen des Westfalenblatt wurden Polizeikräfte aus der ganzen Region zusammengezogen, um den Tatverdächtigen zu suchen.

[Erstmeldung] Espelkamp - Im Kreis Minden-Lübbecke (NRW) kam es am Donnerstagmittag zu Schüssen. Zwei Menschen sind bei einer Schießerei in Espelkamp verletzt worden. Mehrere Medien berichten, dass eine Person gestorben sei. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zunächst aber nicht.

Schießerei in NRW: Ein Toter - mutmaßlicher Täter befindet sich auf der Flucht

Nach dpa-Informationen waren die Schüsse in einem Haus in der Innenstadt gefallen. Der mutmaßliche Täter befindet sich offenbar auf der Flucht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Die Bild berichtet, dass die Polizei wohl von einer Amoklage ausgeht. Dies bestätigte die Polizei aber zunächst nicht. - mit dpa-Material

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