Satudarah nach Festnahmen in Recklinghausen aufgelöst

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RECKLINGHAUSEN - Satudarah nach Festnahmen in Recklinghausen aufgelöst Die Satudrah-Rocker wollen ins Ruhrgebiet vordringen. Doch die Polizei macht ihnen das so schwer wie möglich. In Recklinghausen wurde die Gruppe zerrieben.

Der Polizei ist ein empfindlicher Schlag gegen die Satudarah-Rocker im Ruhrgebiet gelungen. Nach Festnahmen von Führungsmitgliedern löste die berüchtigte Organisation ihre Gruppe in Recklinghausen auf. Die Polizei hatte zuvor bei Razzien in NRW Waffen und Drogen gefunden und mehrere Mitglieder festgenommen, wie die Essener Staatsanwaltschaft und die Polizei in Recklinghausen am Mittwoch mitteilten. Vier Beteiligten sitzen in Untersuchungshaft. Ein aussagebereites Mitglied wurde in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen.

Die Satudarah versuchen seit 2012, von den Niederlanden aus in NRW Fuß zu fassen. Die Auflösung des "Chapters" - so nennen sich die Ortsgruppen - in Recklinghausen ist ein weiterer schwerer Schlag. Zuletzt hatte der Boss des Duisburger Chapters vor Gericht umfassend ausgesagt.

Um das Chapter in Recklinghausen aufzubauen, hatten die Niederländer einen 31-Jährigen dorthin geschickt. Er setzte einen 24-Jährigen als "Präsidenten" ein und rekrutierte Rocker aus der Region, die teilweise schon bei anderen Clubs wie Bandidos oder Chicanos Mitglied waren. Mit den Hells Angels sind die Satudarah verfeindet.

Finanziert hatten sich die Recklinghäuser Satudarah nach Polizeiangaben über Drogenhandel und Erpressung. Zusätzlich hätten sie einen Table-Dance-Laden mit Gewalt übernommen und ein weiteres Rotlichtgeschäft in Bottrop angehen wollen. Als der Niederländer ein weiteres Chapter in Aachen gründen wollte, schlug die Polizei zu. Spezialeinsatzkommandos nahmen Mitglieder in Recklinghausen, Gladbeck, Hamm, Duisburg und Aachen fest. Außerdem wurden Wohnungen durchsucht und Rotlichtetablissements geschlossen. - lnw

Quelle: wa.de

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