Braunkohletagebau

RWE-Konzern fürchtet neue Millionenlasten

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Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE fürchtet neue Millionenlasten für seinen Braunkohletagebau im rheinischen Revier.

ESSEN - Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE fürchtet neue Millionenlasten für seinen Braunkohletagebau im rheinischen Revier. Grund ist die Auflage des Ende Juni verabschiedeten EEG-Gesetzes, die EEG-Umlagebefreiung der Industrie für eigenen Stromverbrauch bis 2017 noch einmal zu überprüfen.

Wenn der von RWE selbst erzeugte Strom für seinen Braunkohle-Tagebau umlagepflichtig würde, könnten dreistellige zusätzliche Millionenlasten auf RWE zukommen, sagte Konzernchef Peter Terium am Donnerstag in Essen bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Das sei nicht zu verkraften. Die Situation des Unternehmens sei ohnehin prekär genug, sagte Terium.

Braunkohle zählt angesichts der stark gesunkenen Strom-Großhandelspreise zu den wenigen verbliebenen gewinnträchtigen Feldern des Unternehmens. "Wer Kartoffeln aus dem eigenen Garten isst, muss dafür auch keine Mehrwertsteuer zahlen", sagte Terium. Die Überprüfung der Eigenstrom-Befreiung für die Industrie war auf Drängen der EU-Kommission zustande gekommen. Das nachhaltige Nettoergebnis von RWE geht im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte (62 Prozent) auf 749 Millionen Euro zurück. Der Umsatz sank um zehn Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. - dpa

Quelle: wa.de

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