Rund 7400 Flüchtlinge in 23 zentralen Einrichtungen in NRW

ARNSBERG - Die zunehmende Anzahl der Flüchtlinge stellt die Bezirksregierung Arnsberg seit Monaten vor große Herausforderungen. "Unser wichtigstes Ziel ist es, Obdachlosigkeit zu vermeiden", sagt der Arnsberger Regierungsvizepräsident Volker Milk.

Deshalb wurde insbesondere in den vergangenen Monaten die Aufnahme-Kapazität für Flüchtlinge auf derzeit mehr als 6200 Plätze (Stand: 10. Oktober 2014) deutlich ausgebaut. Nach dem bundesweiten Verteilungsschlüssel nimmt NRW etwa jeden fünften (21,2 Prozent) der neu in Deutschland ankommenden Flüchtlinge auf. Am Freitag waren nach Schätzung der Bezirksregierung rund 7400 Flüchtlinge in den zentralen Einrichtungen in NRW untergebracht.

Die Flüchtlinge kommen zunächst in zwei Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) in Bielefeld oder Dortmund an. Von dort werden sie nach ein bis zwei Tagen in eine der Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) des Landes gebracht. Dort werden Asylanträge gestellt und die Flüchtlinge registriert, bevor sie dann nach drei bis vier Wochen den Kommunen in NRW zugewiesen werden.

Neben den beiden EAE und den insgesamt sieben ZUE gibt es eine Reihe längerfristig eingerichteter Notunterkünfte, weil die Flüchtlingszahlen laufend gestiegen sind. Weil auch diese Kapazitäten in den vergangenen Wochen und Monaten nicht ausreichten, wurden zum Teil binnen Tagen weitere Unterkünfte eingerichtet. Diese sind nach Auskunft der Bezirksregierung in Arnsberg aber nur für einen Zeitraum von wenigen Wochen oder Monaten geplant. Insgesamt gibt es neben den neun EAE und ZUE derzeit noch 14 Notunterkünfte. Sechs weitere Einrichtungen zur Unterbringung von Flüchtlingen sind in der Planung. So soll bis Mitte November die Regelkapazität der zentralen Einrichtungen auf insgesamt 7300 ausgebaut werden. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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