Achtung, tückische Eisflächen!

Ruhrverband warnt: Zugefrorene Talsperren nicht betreten

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Essen - Der Ruhrverband in Essen warnt davor, zugefrorene Talsperren und Stauseen zu betreten. Das Spazierengehen oder Schlittschuhlaufen auf den Eisflächen sei lebensgefährlich und verboten, teilte der Verband am Mittwoch mit.

Vor allem auf den Sammelbecken vor den Talsperren hätten sich bereits Eisflächen gebildet. Dort sei das das Risiko einzubrechen besonders hoch. Wegen schwankender Wasserstände kann sich den Angaben zufolge keine tragfähige Eisfläche bilden. Zudem könnten Wasservögel auf dem Eis gestört werden.

Auf seiner Internetseite schreibt der Ruhrverband: "Die Gefahr, dass eine scheinbar tragfähige Eisfläche plötzlich nachgibt, besteht grundsätzlich bei jedem See oder Teich. Bei Talsperren und Stauseen ist das Risiko jedoch besonders hoch. 

Denn während die Eisschicht auf einem natürlichen Gewässer immer weiter in die Tiefe vordringen und langsam einen tragfähigen Untergrund bilden kann, reißt die Eisschicht auf einer Talsperre oder einem Stausee wegen des schwankenden Wasserspiegels immer wieder auf. Durch die Risse steigt Wasser empor und bildet eine neue, dünnere Eisschicht, die bei Belastung natürlich leicht wieder brechen kann. 

Das Betreten der Seen ist jedoch nicht nur leichtsinnig und gefährlich, es sollte auch aus Naturschutzgründen tabu sein. Wenn die Seen zugefroren sind, ziehen sich die Wasservögel auf die noch freien Stellen zurück. An diesen letzten Fluchtstellen werden die Vögel durch den Menschen empfindlich gestört. 

Deshalb bittet der Ruhrverband alle Spaziergänger nachdrücklich darum, die Eisflächen an den Gewässern nicht zu betreten – und sei es nur, um Kindern kein schlechtes Beispiel zu geben." - mit dpa-Material

Quelle: wa.de

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