Ruhrgebiet will "Grüne Hauptstadt Europas" werden

ESSEN - Nach dem Erfolg als Kulturhauptstadt 2010 bereitet das Ruhrgebiet eine neue Bewerbung bei einem europäischen Wettbewerb vor: 2015 will die Region "Grüne Hauptstadt Europas" werden.

Der europaweite Wettbewerb für Großstädte mit mehr als 200 000 Einwohnern biete eine gute Gelegenheit, die vielen Umweltschutzprojekte an der Ruhr gebündelt nach außen zu präsentieren, sagten die zuständigen Dezernenten der Städte Bochum, Dortmund und Essen in Essen.

Mehr als 200.000 Einwohner haben im Ruhrgebiet außer den drei Städten noch Duisburg, Gelsenkirchen und Oberhausen. Die sechs Städte würden - wie bei der Kulturhauptstadt - gemeinsam mit einer Stadt als "Bannerträger" antreten. Zunächst müssten aber alle Stadträte zustimmen, sagten die Kommunalvertreter. Ende Oktober 2012 ist der Bewerbungsschluss. Europaweit nehmen meist etwa 20 Großstädte an dem Wettbewerb teil, nur einer gewinnt den Titel der "Grünen Hauptstadt".

Im Ruhrgebiet laufen gerade wegen der starken Verschmutzung in der Vergangenheit spektakuläre Projekte zum Umweltschutz. Ein Beispiel ist die komplette Renaturierung der lange als Kloake für Millionen Menschen genutzten Emscher. 100 bis 120 laufende Projekte könnten für die Bewerbung genutzt werden. Hinzu müssten aber noch zusätzliche für die "Grüne Hauptstadt" kommen, hieß es. Falls das Ruhrgebiet den Zuschlag erhielte, würden die Kommunen ein Jahresprogramm mit einem Volumen von zehn bis zwölf Millionen Euro vorbereiten, sagte der Bochumer Umweltdezernent Ernst Kratzsch. Das entspricht etwa einem Sechstel des Kulturhauptstadtetats. - lnw

Quelle: wa.de

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