Ruhrgebiet beim Wohlstand ganz hinten - Münster auf Platz 3

NRW - In Sachen Wohlstand zeigt sich in Nordrhein-Westfalen ein zerrissenes Bild. Während Münster, Düsseldorf und Bonn gut dastehen, schneiden einige Ruhrgebietsstädte im Deutschland-Vergleich am schlechtesten ab.

Beim Wohlstand klaffen die Städte in Nordrhein-Westfalen weit auseinander. Laut einem deutschlandweiten Städtevergleich, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, zählen Münster, Düsseldorf und Bonn zu den zehn attraktivsten Städten in Deutschland. Gleichzeitig belegen Duisburg, Herne und Gelsenkirchen die letzten Plätze.

Das Magazin "Wirtschaftswoche" und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) haben den Wohlstand in 50 deutschen Großstädten miteinander verglichen. Dabei bewerteten sie auf der einen Seite wirtschaftliche Aspekte wie Einkommen und Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite soziale Gegebenheiten wie die Anzahl an Straftaten. Das Städteranking soll zeigen, wie stark die Einwohner einer Stadt vom wirtschaftlichen Umfeld profitieren, erklärte ein Sprecher der INSM.

Den besten Platz unter den 21 bewerteten NRW-Städten belegte Münster: Nach München und Stuttgart kommt Münster wegen der enorm hohen Zuwächse bei den Einwohnern auf Platz 3 und schneidet damit genauso gut ab wie im vergangenen Jahr. Düsseldorf hat sich von Platz 7 auf Platz 6 verbessert. Ausschlaggebend waren hier das hohe Niveau bei Steuerkraft, Kaufkraft und Einkommen. Bonn rangiert wie 2011 auf Platz 10. Der ehemalige Regierungssitz sei immer noch ein gefragter Dienstleistungsstandort, hieß es von der INSM.

Bis auf Mülheim an der Ruhr belegen alle bewerteten Ruhrgebietstädte Plätze in der unteren Hälfte der Rangliste. Das liege an der schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt, den vielen Schulden und der hohen Kriminalität. Insgesamt ist Gelsenkirchen das Schlusslicht.

Die INSM bewertete auch die Dynamik der Städte, also ob sich in den vergangenen Jahren in Sachen Wohlstand etwas bewegt hat. In dieser Kategorie fielen die NRW-Städte gar nicht oder nur negativ auf. Wuppertal, Krefeld und Solingen belegen bei der Dynamik die letzten Tabellenränge.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bekommt ihr Geld nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie. Als ihr Ziel nennt sie die konsequente wettbewerbliche Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialordnung. Die Städte-Studie wird seit mehreren Jahren regelmäßig vorgelegt. - lnw

Quelle: wa.de

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