Betreiber gelobt Besserung

Das gab es noch nie: Eurobahn für zahlreiche Zugausfälle abgemahnt

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Unna/Westfalen - Die Eurobahn wird für zahlreiche Zugausfälle im Münsterland und in Ostwestfalen vom Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) abgemahnt. Das beschloss die Verbandsversammlung am Mittwoch in Unna. Eine solche Abmahnung gab es in Deutschland noch nie.

Die Eurobahn hatte im Dezember das so genannte "Teutoburger-Wald-Netz" übernommen. In den folgenden Wochen waren dort hunderte Fahrten ausgefallen, zahlreiche Züge waren mit verminderter Kapazität unterwegs.

Magazin Euverte, Geschäftsführerin der Eurobahn-Betreibergesellschaft Keolis, bat die Fahrgäste um Entschuldigung und akzeptierte die Rüge für ihr Unternehmen. Sie machte insbesondere technische Probleme an den Fahrzeugen als Ursache der Ausfälle geltend. Diese sollten bis Ende Februar behoben sei.

Der NWL verlangt Besserung bis Ende März. Sollten weiterhin vielfach Züge ausfallen, wäre die Abmahnung Voraussetzung einer Vertragskündigung.

Schon am Dienstag war die Eurobahn bereits in die Offensive gegangen und hatte Besserung gelobt.

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Das ist die Eurobahn:

Unter der Marke Eurobahn betreibt das Unternehmen Keolis Deutschland Schienenpersonennahverkehr in NRW und Niedersachsen mit grenzüberschreitenden Zügen nach Venlo und Hengelo und ist damit der größte private Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr Nordrhein-Westfalens. Das Unternehmen hat rund 400 Mitarbeiter. Zu diesen werden mehr als 300 Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer gezählt. 

Zur Wartung der Züge werden Werkstätten in Hamm-Heessen (für Elektrotriebwagen) und Bielefeld (für Dieseltriebwagen) betrieben.

(Quelle: Wikipedia)

Mit hohen Zielen ist die Eurobahn in Westfalen gestartet:

Quelle: wa.de

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